Dudley Taft und Thorny Roses in Saarbrücken (Kleiner Klub, 08.05.15)

„Das ist so ’ne Gothic Metal-Band“, meinte neulich ein lieber Bekannter, als ich ihm erzählte, dass ich mir die Thorny Roses anschauen würde. Mit nach oben gezogenen Augenbrauen blickte ich meinem Gesprächspartner, der da ganz offenkundig etwas zu verwechseln schien, ins Gesicht, denn soweit ich informiert war, ist bei den Thorny Roses Bluesrock angesagt und die Lieder, die die vier bei Soundcloud hochgeladen haben, haben so gar nichts mit Metal zu tun, und zwar mit keiner Spielart davon. Und dennoch hatte mein Bekannter nicht Unrecht. Ich erfuhr nämlich vor dem Konzert, während die Musiker noch schnell vor dem Kleinen Klub frische Luft schnappten, dass die 2007 gegründete Band tatsächlich zunächst zur Gothic Metal-Szene gehörte und erst jetzt, nach diversen Wechseln im Bandgefüge, die Musik fabriziert wird, an der den Mitgliedern und vor allem Thorny Roses-Urgestein Udo Löw so richtig was gelegen ist: irgendwas zwischen Classic Rock und Blues Rock mit einer Prise Funk.

Die Thorny Roses 2015 sind Daniela Rössler am Mikrofon, Udo Löw an der Gitarre, Bassist Christoph Jakobs und der Schlagzeuger Andre Reinartz. Und so kam es, dass ich einen Abend lang tatsächlich den Blues hatte, rein musikalisch betrachtet, denn Dudley Taft und seine Musiker legten ab 21 Uhr noch so richtig einen drauf!

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Erst kurz vor Beginn des Auftritts zurrten Udo und Daniela die Setlist zusammen und notierten auf der Bühne ihre Auswahl an Thorny Roses-Songs mit dickem Filzstift auf einem Blatt Papier. Was genau mich da erwarten würde, war mir ganz und gar nicht klar, denn Bluesrock ist ja überhaupt nicht „meine Baustelle“, allerdings war ich, sobald es pünktlich um 20 Uhr losging, recht erstaunt, wie viel Schmackes da doch durch Gitarre, Bass und Schlagzeug produziert wurde, begleitet durch die warme, kraftvolle Stimme von Daniela Rössler. Das gefiel mir, zumal es mal was anderes war als das Gebollere, Gegröle und Gegrunze, das üblicherweise an meine Lauscher dringt! Bis zu einem gewissen Grad bin ich da ja flexibel.

Die Musiker waren außerdem ein wenig zum Smalltalk und kleinen Scherzen aufgelegt, etwa bei der Ankündigung eines Liedes über einen One-Night-Stand („Wisst ihr, was das ist?“ Nö, natürlich völlige Ahnungslosigkeit bei den zahlreichen Zuschauern, wobei hier und da ein verschmitztes Grinsen zu entdecken war.), noch dazu mit ein paar Französischen Textfetzen, ou la la! Als sich Bassist Chris nach besagtem Lied, „Sunday Liberty“, an den Tontechniker wandte mit der Bitte „Dreh ne runner, ich zieh ne dann raus!“, gab es bei der Sängerin und auch bei einigen Zuschauern in Sachen Lachanfall kein Halten mehr und der Wechsel des Vier- bzw. Fünfsaiters – ganz ohne Störgeräusch beim Kabelumstöpseln – war wunderbar und höchst passend überbrückt.

Es gab aber nicht nur zwei Bässe zu sehen, überwiegend im Hintergrund, wo sich Chris offenbar am wohlsten fühlte, sondern auch zwei Gitarren: Udo startete mit einer Fender Stratocaster und schnappte sich in der zweiten Konzerthälfte die wunderschöne 57er Gibson Les Paul Custom mit schwarzem Korpus. Auch ganz abgesehen von den hübschen Gitarren war das eine sehr beeindruckende Aufwärmpartie für den großen Meister des Bluesrock.

Die Band war sehr darauf bedacht, sich an den vorgegebenen zeitlichen Rahmen zu halten, damit Dudley Taft pünktlich die Bühne übernehmen konnte, was auf Kosten weiterer Zugabensongs ging, die etliche Zuschauer sehr gerne gehört hätten. Die müssen dann eben eines der nächsten Konzerte von Thorny Roses besuchen und wann und wo die stattfinden, sieht man auf deren Bandhomepage.

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Die Augen hinter einer Sonnenbrille versteckt, auf dem Haupt ein schwarzer Hut und die Strat um die Schultern zeigte Dudley Taft sofort, wie energiegeladen sein Auftritt werden würde. Bloß hinterm Mikro stehen und beim Singen Gitarre spielen ist nicht. Der Mann bewegt sich nonstop und Gleiches gilt für den Keyboarder Eric Robert, der mit einem Enthusiasmus in die Tasten seines Instruments schlug, dass manche Figuren aus der Muppet Show neidisch werden könnten! Zudem entlockte der Musiker dem Keyboard durch das Drehen an diversen Knöpfchen die herrlichsten verzerrten Quietschgeräusche, den Körper natürlich immer im Takt mitwippend und auch von seiner Mimik her schien er vollkommen in die Welt des Sounds abgetaucht gewesen zu sein. Einige Songs hatten sogar regelrechte Keyboard-Soli und in diesen Momenten trat der Frontmann meist zur Seite, damit wirklich Eric Robert ganz im Vordergrund stand, was beim Publikum zu Ausrufen der Begeisterung führte. Wenn das Tasteninstrument mal nicht gebraucht wurde, schwang der Musiker irgendwelche Rasseln und er beteiligte sich auch am Gesang. Sogar kleine „Gitarren-und-Keyboard-Battles“ waren hier und da ins Programm eingebaut, wodurch der Eindruck entstand, dass die Leute auf der Bühne das Musizieren so richtig genießen.

Der Bassist John Kessler hielt sich fast die ganze Zeit im Hintergrund zwischen Keyboard und Schlagzeug, das von Carl Martin bearbeitet wurde, nur gegen Ende kam er einmal nach vorne und musizierte ein paar Takte lang Seite an Seite mit Dudley. Der Mann am Bass lächelte fast permanent und stellte mit manchen Leuten aus den ersten Reihen einen freundlichen Blickkontakt her, wie auch der Bandleader selbst, der manche Zuschauer direkt anzuvisieren schien und ihnen dann eine Lächeln schenkte, was allerdings aufgrund der schwarzen Sonnenbrillengläser auf mich ein wenig irritierend wirkte, denn man sah ja dadurch gar nicht, wo der Musiker nun wirklich hinschaute. Gegen Ende kam er jedenfalls mit seiner Gitarre von der Bühne in die Zuschauermenge hineingestiefelt und drehte in die Saiten hauend eine große Runde, woraufhin natürlich die Menge der hochgehaltenen Smartphones exponentiell anstieg. Weiterlesen

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No Hope in St. Ingbert (JUZ, 02.05.2015)

Gäbe es eine 10-stufige Skala für „abgefahren” von 1 „überhaupt nicht abgefahren“ bis 10 „ultramegakrass abgefahren“, so müsste ich das Wochenende mit dem No Hope-Konzert auf Rang 15 einordnen. Oder noch höher. Allerdings nicht wegen dem Konzert, das aber natürlich wie immer erste Sahne war und dem Ganzen das i-Tüpfelchen aufgesetzt hat.

DSCF8771tsMit neun anderen Bands rockten No Hope am 02.05.15 im JUZ St. Ingbert unter dem Motto „Brut des Werners Vol. 3“, aber weil ja an jenem Wochenende bei mir alles weit jenseits von Gut und Böse lag, schaute ich mir nur den Auftritt von No Hope an. Auch in Luzies konzertverrückter Welt kann es also mal vorkommen, dass Livemusik nicht Priorität 1 hat, wobei ich beim Auftritt der Band meines Herzens aus dem gebotenen Lineup ja anwesend war, und ich habe diese 30 Minuten sehr genossen und hätte gerne auch noch mehr von den eher langsamen, wohlig-brachialen Klängen, produziert von Bassist und Ins-Mikro-Plärrer Zombie, Schlagzeuger und Tieftonvocalist Schon sowie den beiden Gitarristen Weiler und Klose, gehört. Aber die vier Doom-Metaller hatten leider nur eine halbe Stunde Spielzeit, was aufgrund der Vielzahl an Bands an diesem Abend aber auch verständlich ist. Da muss man Rickenbacker, LTD und Gibson eben ein bisschen intensiver anschmachten als sonst!

Die Ruhe vor dem Sturm… für eine etwas größere Version bitte auf das jeweilige Fotos klicken.

Trotz der recht frühen Tageszeit – Beginn war um 17.30 Uhr und No Hope die Eröffnungsband – war der Konzertraum gut gefüllt und ich fand es schön, ein paar bekannte Gesichter im Publikum zu sehen. Denen war offenbar bewusst, dass es ein Fehler gewesen wäre, das Quartett aus dem Raum Saarlouis zu verpassen!

Gespielt wurde, während bei 50% der Bandmitglieder die langen Haare entweder im Rhythmus flogen oder das Gesicht verdeckten, ein Mix aus alten und neueren Songs, u.a. „Hank’s Night“ aus der aktuellen EP „Possessed Addicted But Still Reborn“, wozu es ja auch ein krasses Video gibt. Wer sich einhören will in das Material von No Hope: Hier entlang bitte!

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Systematic Eradication in Saarbrücken (Devils Place, 30.04.2015)

In der Hexennacht gaben Systematic Eradication, Speedbottles und Crossplane ein Konzert im Saarbrücker Devils Place und ich hätte mir wirklich gern alle drei Bands angeschaut; nach all dem Stress, den ich an diesem Donnerstag hatte, war ich aber so groggy, dass ich gegen 23 Uhr den Heimweg antrat. Zu dem Zeitpunkt richtete gerade die zweite Band des Abends die Bühne für sich her. Immerhin hatte ich Systematic Eradication gesehen – wie gut, dass die fünf als Erstes spielten! – und ein wunderbares T-Shirt abgestaubt. Insofern hatte sich der Ausflug für mich schon gelohnt, aber ich weiß ja nicht, was ich alles verpasst habe und denke besser gar nicht erst darüber nach.

Systematic Eradication T-Shirt

Dass man Frontmann Ralle nicht mit vier anderen auf einer Bühne festzurren kann, wurde von Anfang an klar. Beim Intro stand er noch da oben, dem Publikum den Rücken zugewandt, aber kaum ging es richtig los, verließ er das Podest. Sein Aktionsraum war der vorderste Bereich des Zuschauerraumes, denn der Mann braucht Platz für seine Bewegungen und Gesten, während er ins Mikro brüllt.
Er war von Anfang an zu Scherzen aufgelegt, obwohl er gesundheitlich etwas angeschlagen war, was man aber gar nicht merkte. Ich hatte das Gefühl, Ralle röhrt wie eh und je! Der ständige Quasselkontakt mit den Zuschauern war nicht nur einseitig, denn der quirlige Mann hielt manchen einfach sein Mikro vor die Lippen und ließ sich so seine Fragen, beispielsweise ob die Band mal wieder ein schnelleres Liedchen spielen soll und wie die aktuelle CD heißt, direkt beantworten, anstatt die Zuschauer bloß diffus vor sich hin brabbeln zu lassen. Ralle bedankte sich auch ein paarmal herzlich bei Maik, der die Band von Anfang an unterstützte und der für den Sound im Devils Place zuständig ist.

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Die beiden Gastvocalisten, die man neulich schon im Kleinen Klub beim EP-Release bewundern konnte, waren wieder mit von der Partie und sangen mit Ralle im Duett: So zeigte Anuschka Gödicke von Indelicate beim Lied „War“, dass sie, was das Ins-Mikro-Röhren und die Bühnenpräsenz betrifft, locker mit ihren männlichen Musikerkollegen mithalten kann – inzwischen gibt es zu dem Lied übrigens ein schickes Video –, und Marcus von Black Sheep Shepherd bewies, dass er stimmlich eine würdige Vertretung für Oimel von den Nitrogods ist, der den Song „Johnny B.“ für die EP-Version zusammen mit Ralle sang. Der fühlte angesichts der imposanten Größe seiner beiden Gast-Mitstreiter eine leichte Depression aufwallen und packte sich daher, als Marcus Mikro 2 übernahm, eine Schirmmütze aufs Haupt, um zumindest rein optisch ein paar Zentimeter dazuzugewinnen, denn der Tipp seiner Bandkollegen, er solle sich auf die Bühne stellen und Marcus im etwas niedriger gelegenen Zuschauerraum bleiben, war ja nicht praktikabel. Hätte Ralle das getan, hätte er beim Performen vermutlich die Gitarristen Andy und Marc umgepflügt und Valeria am Bass gleich mit. Von ihr stammt übrigens das als Letztes gespielte Lied „Good Times“ (auf der Setlist steht zwar ein weiterer Song, aber der wurde unterschlagen, tze!), was Ralle zum Anlass nahm, auf die unterschiedliche Gemütslage zwischen Mann und Frau beim Songschreiben hinzuweisen. Seine Lieder tragen ja Titel wie „Fuck Off“ und „Go Fuck Yourself“.

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Die beiden Gitarristen Andy und Marc ließen immer mal wieder die langen Haare fliegen und warfen sich gelegentlich mit ihren Instrumenten in obercoole Posen. Das geht wohl gar nicht anders mit einer Gitarre in den Armen… vielleicht machten die beiden das aber auch ganz bewusst, damit Valeria, die schön in der Mitte positioniert war und wie immer die meiste Zeit ihr hübsches Lächeln zeigte und ebenfalls ihre Haarpracht im Rhythmus schwang, nicht alle Blicke auf sich zieht. Aber auch Michel sorgte hinterm Schlagzeug für mächtig Action und alle fünf wirkten auf mich, als hätten sie eine Riesengaudi bei ihrem Tun. So muss das sein! Kein Wunder, dass nach dem Auftritt am Merch-Stand einiges los war!

 

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Fringe Area in Saarbrücken (Truetone Records, 25.04.2015)

Dass es in meinem Leben in letzter Zeit ziemlich rundging, habe ich ja schon ein paarmal erwähnt. Umso dankbarer bin ich natürlich all den lieben Leuten, die mir tapfer und unermüdlich ein Ohr geliehen haben und die es sich irgendwie zur Aufgabe gemacht haben, mich bei Laune zu halten. Und was eignet sich dazu besser als Musik, ganz egal ob in Form von Schallplatten oder live dargeboten? Deshalb an dieser Stelle zuerst einmal ein dickes, großes DANKE! Ich habe das Gefühl, ab sofort bin ich wieder häufiger…

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Ein Abtauchen in die schöne Welt der Melodien mit Freunden fand auch am Samstag wieder statt, obwohl selbst meine beiden Begleiter gar nicht so genau wussten, was uns da erwarten würde. Es war lediglich klar, dass die Band, mit deren Mitglieder die beiden befreundet sind, in Saarbrücken in irgendeinem Studio (oder doch im Proberaum?) vor geladenen Gästen spielen würde – und natürlich dass Fringe Area, so heißt die Band, musikalisch abgehen wie die sprichwörtliche Luzie. Also nix wie hin!

Vor Ort war ich zuerst einmal total geplättet angesichts der vielen Gitarren und Bässe, die da hübsch an der Wand aufgehängt waren, und wusste immer noch nicht so recht, wo wir da jetzt eigentlich waren. Im Proberaum der Band? Oder in einem Tonstudio?

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Letzteres war der Fall und im Laufe des Abends erfuhren wir, dass die beiden Besitzer dieses Studios, das auf den Namen Truetone Records getauft wurde, Lars Grote und Oscar Braun, derzeit jedes letzte Wochenende im Monat solche Konzerte für eine kleine Zuschauerschaft anbieten, und zwar als Privatveranstaltung für ihre Freunde sowie für Freunde der Bands. Wer zu den glücklichen Eingeladenen gehört, muss daher keinen Eintritt zahlen und die Band selbst bekommt eine kostenlose Liveaufnahme von ihrer Darbietung – in Audio- und Videoversion. Meiner Ansicht nach eine grandiose Idee, zumal solche Konzerte im ganz kleinen Rahmen immer einen besonderen Charme haben! Das Ganze dient dazu, das Studio und auch die Bands ein wenig bekannter zu machen und allen Interessierten einen Einblick in das Equipment und die Arbeitsweise von Oscar und Lars zu gewähren. Schließlich sind die Freunde der Bands oft auch Musiker und tragen sich vielleicht mit dem Gedanken, ihre Werke professionell aufnehmen zu lassen, oder sie kennen andere Musiker, die gerade auf der Suche nach dem passenden Studio sind und auf einen Tipp hin ihre Fühler in Richtung Truetone Records ausstrecken. Und dort treffen sie auf zwei musikbegeisterte junge Männer, denen die Arbeit mit den Musikern totalen Spaß macht.

Da wir – planlos, wie wir waren – viel zu früh vor Ort aufgetaucht waren, konnten wir der Band beim Proben von ein paar Liedern lauschen und ich konnte, nachdem die Livemusik verstummt war, meiner Fotografierleidenschaft nachgehen. Während die Band musizierte, war ich nicht in der Lage, meine Kamera zu nutzen, denn ich war total in den Bann der Musik gezogen.

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Bis dahin kannte ich Fringe Area gar nicht und ich war ziemlich schnell geflasht von dem musikalischen Gesamtpaket, das das Quartett auf seiner Facebookseite als „Tricky Alternative Heavy Rock“ beschreibt. Im Klartext heißt das: Abwechslungsreiche Riffs von zwei Gitarren (Volker Schild an der Gibson Flying V und David Gröbe an der Ibanez MTM1 Mick Thompson Signature) mit mächtig Zunder, die durch Sven Strauß‘ Bassspiel und Robin Petrys Action hinterm Schlagzeug noch mehr Feuer bekommen, immer mal wieder Tempo- und Rhythmuswechsel oder andere waghalsige Breaks in der Songstruktur, die alle vier Musiker nahezu perfekt meistern, sodass das Zusammenspiel nach den kleinen Kunstpausen auf dem Punkt weitergehen kann. Die beiden Gesangsstimmen (von Volker und David) haben jeweils eine ganz eigene Klangfarbe und dadurch, dass das Singen meist im Wechsel erfolgt, wird den Ohren eine wunderbare Variation geboten, zumal David gelegentlich auch growlt / brüllt / wie auch immer man das nennen mag. Wer sich selber ein Urteil bilden möchte, kann ja in die bei Soundcloud veröffentlichten Songs reinhören. Und behaltet mal die Facebook-Seite von Truetone Records im Auge, da kommt bestimmt auch noch das Ergebnis der Aufnahmen vom Samstagabend!

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Hellbent On Rocking, Nitrogods und Tigers, Dragons And Tanks in Saarbrücken (Devils Place, 24.04.15)

Mit den Nitrogods hatte der Saarbrücker Rockclub Devils Place am Freitagabend hohen Besuch. Zusammen mit den beiden anderen Bands, Hellbent On Rocking und Tigers, Dragons And Tanks, wurde den Anwesenden ein wunderbarer Rockmusikabend geboten.

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Zunächst tummelten sich die meisten Leute im Außenbereich des Devils Place, das Wetter zeigte sich ja auch von seiner schönsten Seite und außerdem gab es für manche Gäste in einem der Zelte ein Büffet mit leckerem Essen anlässlich eines Geburtstages. So hatten einige wirklich einen erstklassigen Freitagabend! Dass die erste Band, Hellbent On Rocking, wie bei Facebook angekündigt um 20.00 Uhr mit ihrem Set loslegen würde, konnte ich aufgrund des Wetters und der Leckereien fast nicht glauben und tatsächlich war nach einem kurzen Soundcheck zur anvisierten Zeit erst einmal Schluss, bevor das Liveprogramm gegen 20.45 Uhr so richtig startete.

Die Musik der vier, deren Backdrop den ganzen Abend lang hängen blieb, würde ich als eine Mischung aus Punk und Rock’n’Roll umschreiben, das Tempo der Songs konstant im schnelleren Bereich, auch bei dem– wohl eher scherzhaft – als „was Langsameres“ angekündigten Lied – ideal zum Warmwerden. Auf ihrer Homepage bietet die Band die sechs Songs ihrer „Full Ahead“-EP aus dem Jahr 2010 zum Anhören.

Am 30.04.15 rocken Hellbent On Rocking wieder live, und zwar in Koblenz im Jam Club (zusammen mit Lucifer Star Machine, Roadrage und Kontrollpunkt).

Da ich mich nach wie vor weigere, beim Fotografieren den Blitz zu verwenden, geht das bei eher düsteren Lichtverhältnissen natürlich auf Kosten der Bildhelligkeit und der Pixelfaktor gewinnt… betrachtet die paar Bildchen also als bloße Erinnerungshilfe an einen gelungenen Abend!

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So gegen 22 Uhr waren dann die drei Herren, die sich Nitrogods nennen, startklar. Henny Wolter spielte wieder die drei wunderschönen Gitarren, die er neulich schon im Gasthaus Sutter in Zweibrücken >klick< dabeihatte: eine Gibson Les Paul Standard mit einem Sticker in Form einer fast unbekleideten Frau auf dem Korpus, eine Gibson SG mit kirschrotem Korpus, der er ab und zu mit einem Bottleneck die entsprechenden Klänge entlockte und – mein Lieblingsschätzchen – die Duesenberg-Schönheit mit dem schwarzen, großen Korpus. Der Gitarrist sang auch eine ganze Menge, z.B. ging „Nothing But Trouble“, das er dem Finanzamt Hannover Mitte und seiner Ex-Frau widmete, vocalmäßig fast ganz auf sein Konto und er kam beim Musizieren häufig zu Bassist und Sänger Oimel rübergelaufen und rockte mit ihm leidenschaftlich Instrument an Instrument oder Seite an Seite. Gelungene Fotos davon kann ich leider keine anbieten, da das bei der schummrigen Beleuchtung für meine Kamera viel zu schnell ging, aber der Pixelpüree zeigt ja, wie viel Energie die drei Musiker auf der Bühne entfalteten. Auch der Humorfaktor der drei Herren kann von der Kamera nur teilweise eingefangen werden, beispielsweise bei der Passage von „Lipsynch Stars“, als Schlagzeuger Klaus Sperling hinterm Drumkit hervorkam und mit einem seiner Sticks und einer Bierflasche bei einer kleinen Jam-Session mit seinen Bandkollegen demonstrierte, dass bei den Nitrogods alles echt ist und kein Playback läuft. Das schien vielen Zuschauern gefallen zu haben und Gelächter gab es natürlich auch bei Oimels Hinweis darauf, dass seine Band oft diskriminiert würde; es gäbe Leute, die behaupteten, Nitrogods klängen wie Motörhead, und um zu beweisen, dass das überhaupt nicht stimmt, folgte ein Lied, bei dem Oimel sang, dessen Stimme ja auch überhaupt nicht wie die eines gewissen Lemmy Kilmister klingt, und das Lied selber erinnerte auch kein bisschen an „Ace Of Spades“ von diesen – wie heißen die noch? – ach ja, Motörhead. Was für ein Käse! Selbst der nicht so ganz aufmerksame Hörer merkt doch rasch, dass die Nitrogods weniger ein Faible für irgendwelche Bands haben (es wurden ja auch gaaaar keine Cover gespielt) als für alkoholische Getränke, allen voran der Whiskey, siehe „Irish Honey“ oder „Whiskey Wonderland“, dessen makaberer Inhalt – ein Mann erschießt seine ewig nörgelnde Ehefrau, nachdem er sich zuvor die Birne mit Whiskey vollgeballert hat und somit einen auf unzurechnungsfähig macht – mich auch diesmal wieder zum Grinsen brachte. Auch „Wasted in Berlin“ verarbeitet wohl ein Erlebnis, das auf übermäßigem Alkoholgenuss basiert und sich in Wedding zugetragen haben mag oder auch nicht, und ich möchte an dieser Stelle noch einmal den absolut coolen Weizenbierglashalter an Oimels Mikrofonständer erwähnen. Der Sänger meinte nach etlichen gespielten Songs, sein Glas mit einem Rest Bier gefüllt in der Hand, das Konzert wäre zu Ende, wenn sein Glas leer ist, woraufhin ein paar Zuschauer sofort lauthals um Nachschub baten – ein sicheres Zeichen, dass ihnen der Auftritt gefallen hat. Dennoch war nach zwei Zugaben Schluss, aber es war ja auch schon spät und die nächste Band wollte ja auch noch spielen. Weiterlesen

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Record Store Day 2015

Heute in einer Woche, am 18.04.2015, werden wieder besonders viele Leute in die Schallplattenläden pilgern – einige von denjenigen, die das ohnehin häufiger mal tun, aber auch etliche Leute, die auf der Jagd nach einem der für diesen Tag speziell angefertigten Schätzchen aus Vinyl sind. Es ist wieder Record Store Day, DER Feiertag für alle unabhängigen Plattenläden und die mit diesen Shops und ihren Produkten verbundenen Leute!

Violent Femmes
Eine mp3-Datei lässt sich nach wie vor nicht anfassen und über das Artwork von digitalen Releases braucht man meiner Ansicht nach auch gar nicht erst zu diskutieren. Viel schöner als im LP-Format von ungefähr 31 cm x 31 cm oder sogar noch größer bei der aufklappbaren Variante geht’s ja fast gar nicht! Ganz zu schweigen vom typischen Geruch einer Schallplatte. Vinyls sprechen also wirklich gleich mehrere Sinne an – und für die Digitalfreaks ist heutzutage ja meistens die Downloadversion bei der Vinyledition mit dabei! Was will man mehr?!

Eine Übersicht über die teilnehmenden Läden bietet wie jedes Jahr die offizielle Homepage des deutschen Record Store Day oder – für diejenigen, die sich am dritten Samstag im April außerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz befinden – die internationale Webseite des Record Store Day. Dort findet man auch Informationen über die Instore-Gigs, die manche Plattenläden anbieten. Ich bin ja mal gespannt, was „mein“ Laden diesbezüglich auf die Beine stellen wird!

David BowieSelbstverständlich ist auch die Liste über die Veröffentlichungen schon online, damit die Vorfreude schon einmal angekurbelt werden kann. Damit daraus kein Frust entsteht, sollte aber bedacht werden, dass nicht jeder Plattenladen alle Releases bekommt. Manche Läden kann man aber kontaktieren und sich die Wunschplatte reservieren lassen, sofern sie denn in ausreichender Anzahl bzw. überhaupt von dem jeweiligen Geschäft geordert werden kann. Wenn alle Stricke reißen, muss zum guten Schluss dann eben doch der Onlinehandel herhalten… Oder man findet ein anderes Vinylprodukt zum Liebhaben im Sortiment.

Internationaler RSD-Schirmherr ist dieses Jahr übrigens kein Geringer als Dave Grohl, während Olli Schulz als offizieller Botschafter des deutschen Record Store Day 2015 fungiert.

Dave Grohl RSD 2015

Und was meine Plattenfotos betrifft… jepp, ich hab diesmal wirklich gaaaaanz tief in der Vergangenheit gewühlt! Es war mir danach.

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Systematic Eradication, Indicator und deZent in Saarbrücken (Kleiner Klub, 28.02.15)

Das Konzert von Systematic Eradication, Indicator und deZent im Kleinen Klub in Saarbrücken fand aus meiner Sicht fast schon in einem anderen Leben statt. Deshalb hat es auch so lang gedauert, bis ich hier über diesen wunderbaren Abend einen Pieps von mir geben konnte; ich hatte in den vergangenen Wochen einfach zu viele andere Dinge zu bewältigen und zu regeln und das metaphorisch zu nehmende Dauerregenwetter ist noch nicht vorbei. Da ich so lang gewartet habe, ist die Erinnerung an den Konzertabend natürlich schon ein wenig verblasst, sodass ich mich allein schon deswegen kurz fasse.

Systematic Eradication III

Anlass für das Liveprogramm war „III“, die neue EP von Systematic Eradication, die daher als Headliner fungierten. Den Auftakt machten an jenem Samstagabend deZent, die sich wie etliche andere Bands um den ersten Slot bei diesem Event beworben hatten und per Voting bei Facebook die meisten Stimmen einheimsen konnten. Vom Musikstil war das etwas ganz anderes als das, was die beiden folgenden Bands zu bieten hatten, allerdings schwer in eine Schublade zu pressen, weil da von Punk über Ska sowie poppige Melodien alles Mögliche dabei war. Mit Fotos von der ersten Band kann ich leider nicht dienen.

Fast ein Jahr zuvor gab es schon einmal ein Zusammenspiel von Indicator und Systematic Eradication, bloß dass damals die Band um Ralle im Vorprogramm spielte und Indicator ihren EP-Release feierten. (>klick<) Diesmal betraten Indicator als zweite Band die Bühne, bevor Systematic Eradication ihren großen Auftritt hatten.

Selbstverständlich gaben Daniel (Vocals), der andere Daniel aka Kolbi (Gitarre), Nik (Bass) und Freddy (Drums) einige Songs ihrer „Carriers“-EP zum Besten und ich kann jedem, der auf Musik mit bissl Rumms und Gebrüll steht, diese fünf Tracks umfassende Scheibe ans Herz legen – und Indicator live sowieso. Man sieht ja auf den Fotos, wie sehr da auf der Bühne die Post abgeht!

Am 22. Mai spielen die vier in Belgien bei einer Art Metalfestival – und hoffentlich bald auch wieder in meiner Nähe!

Für eine etwas größere Version hier und bei der anderen Galerie bitte auf das jeweilige Foto klicken!

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Auch den neuen Silberling von Systematic Eradication schätze ich sehr, ein absolut gelungenes Stück schwermetallischer Rockmusik, bestehend aus sechs Liedern und veröffentlicht unter dem Label Voodoo Chamber Records. Zudem lässt es den Launepegel steigen, den fünf Leuten auf der Bühne beim Abrocken zuzusehen: der fast permanent lächelnden Bassistin Valeria (die mir Anfang Februar einiges über ihr Instrument verriet: klick), den beiden Gitarristen Andy und Marc (an der Gitarre mit extrabreitem Hals, die er neulich ebenfalls hier vorstellte), dem Neuzugang Michel am Schlagzeug und Frontmann Ralle, der nicht nur beeindruckend ins Mikro röhren kann, sondern sich in seinen Ansprachen ans Publikum zwischen den Songs auch von seiner humorvollen Seite zeigte.

Apropos Publikum: Es war ganz schön was los im Kleinen Klub! Offenbar hatte eine Menge Leute darauf gewartet, die Band aus dem Raum Saarbrücken noch einmal live erleben zu dürfen!

Es gab dann auch gleich mehrere Überraschungsgäste on stage. Zunächst einmal spielte Kolbi wie schon im letzten Jahr bei einem Song mit. Darüber hinaus performte Anuschka Gödicke von Indelicate wie auch auf der EP zusammen mit Ralle die Vocals zu „War“ – ein Video zu diesem Lied folgt in Kürze – und Oimel von den Nitrogods wurde beim Song „Jonny B“ würdig vertreten von Marcus, der zusammen mit den beiden Gitarristen Marc und Andy bei Black Sheep Shepherd musiziert.

Am 30.04. kann man Systematic Eradication im Saarbrücker Devils Place noch einmal live bewundern (zusammen mit Crossplane) und die beiden anderen Alben der Band, „Barfight Music“ und „Death’n’Roll“, gibt es nach wie vor bei YouTube zum Anhören – womit auch geklärt ist, warum die aktuelle CD mit „III“ betitelt ist.

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Weltschlagzeugertag 2015

Der Weltschlagzeugertag geht in diesem Jahr bereits in die dritte Runde und ich habe den Eindruck, dass dieser Ehrentag für Drummer inzwischen schon einen größeren Bekanntheitsgrad erlangt hat als noch im letzten Jahr (Bericht >hier<), was den Urheber Christan Schages, Inhaber der Schlagzeugschulen Krefeld und Rheinberg, freuen dürfte. Ausschlaggebend für das Datum dieses besonderen Tages war übrigens der 4/4-Takt, einer der meistgespielten Takte überhaupt. Wer in der Nähe von Krefeld oder Bochum wohnt oder spontan ein wenig reiselustig ist, kann heute Abend gleich zwei WST-Events besuchen, eines in der Kulturrampe Krefeld, das andere im Bermuda3eck in Bochum. Anlässlich des Weltschlagzeugertages hat Klaus Sperling von der Rockband Nitrogods mir ein paar Fragen über seine Leidenschaft zum Schlagzeugspielen und seine Drumkits beantwortet. Herzlichen Dank dafür und für die Fotos; Bilder von seinem allerneuesten Drumkit aus dem Hause Handmade Drums kann man auch auf der Homepage des Schlagzeugherstellers sehen. Vielleicht kann man das neue Drumkit auch bei einem der Konzerte in diesem Jahr bewundern. DSC00839Warum ist das Schlagzeug dein Instrument? (Oder spielst du weitere Instrumente mit ähnlicher Leidenschaft?)
Ich habe mich als Kind schon für Trommeln und Percussions interessiert. Keine Ahnung warum, das hat mich einfach fasziniert. Musik, speziell Rock und Hard Rock, fand ich schon sehr früh tierisch, auch Gitarre (spiel ich auch ’n ganz kleines bissle, aber eher suboptimal… 😉 ), aber Schlagzeug war für mich das Geilste. Die Geschichten über Keith Moon (Drummer von The Who) zum Beispiel habe ich verschlungen. Ich habe mir dann mit diversen Kissen ein Schlagzeug gebastelt und mit den Stricknadeln meiner Mutter wild darauf herumgeklopft. In der Schule hab ich das Ganze mit Bleistiften auf Schreibtischen und Mäppchen gemacht. Zum Glück hatte ich einen ganz tollen Lehrer (welcher leider nicht mehr lebt), der selber Musiker in einer Folkrockband war, der hat mein Talent erkannt und er gab mir die Möglichkeit, immer freitags mittags, wenn niemand in der Schule war außer seinem Gospelchor, auf einem komischen Schlagzeug, das im Elternsprechzimmer war (auf der Bassdrum stand „Rocker 2000“ drauf) zu spielen, dafür „musste“ ich im Gegenzug bei Schulfesten trommeln, wenn der Chor auftrat, was ich aber gern tat – das waren quasi meine ersten „Gigs“. 😉

Wann hast du angefangen, Schlagzeug zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Das erste Mal hinter einem Schlagzeug saß ich im zarten Alter von acht Jahren. Meine Familie war im Urlaub in Österreich, da stand ein Schlagzeug in einem Festsaal hinter einem Vorhang, da hab ich ganz große Augen bekommen, mich aber noch nicht getraut draufzuhauen. 😉 Schlagzeugspielen hab ich mit 13 – 14 Jahren begonnen, wann genau, weiß ich gar nicht mehr – siehe oben. Ich hatte nie Unterricht, ich hab mir alles abgeschaut und selber beigebracht. Ich kann auch keine Noten.

Hast du Vorbilder in der Welt der Schlagzeuger? Wenn ja, welche und warum?
Der erste Drummer, den ich totaaal genial fand, war Keith Moon, der völlig unkonventionell getrommelt hat, außerdem war er, im positiven Sinne, ein Irrer. 😉 Es gibt natürlich ’ne Menge Schlagzeuger, auf die ich abfahre: Deen Castronovo von Journey, Groove-Gott Phil Rudd von AD/DC, Gene Hoglan, aktuell bei Testament, John Bonham bei Led Zeppelin, Mikkey Dee von Motörhead etc. etx. etc.

Konntest du schon einmal mit einem deiner Lieblingsschlagzeuger ein Konzert spielen?
Zusammen noch nicht, aber ich habe schon auf diversen Festivals gespielt, auf denen einige meiner Faves mit ihren Bands gespielt haben. Mit dem ein oder anderen bin ich dann auch schon mal ins Gespräch gekommen.

10934258_851675304893145_1219619999_nWie viele Drumkits besitzt du? Was für eins war dein erstes?
Mein erstes Drumkit war ein Apollo Schlagzeug, so hieß das ehrlich. Ich habe mir damals im Alter von 15 Jahren das Geld dafür bei meinem Vater in der Firma (also in der Firma, in der mein Vater arbeitete, nicht in seiner Firma, er hatte keine… 😉 ) verdient als Ferienarbeiter. Ich werde nie den Aufkleber am Schlagzeug vergessen. Ultra brutal Preis. 😉 Eigentlich war das gar nicht so billig für den Schrotthaufen. 😉 Aktuell besitze ich drei Sets, ein kleines Sonor Drum, ein großes Mapex Kit mit zwei Bassdrums und vier Toms und mein neustes und bestes ist ein Drumkit der Firma Handmade Drums. Ich liiiebe das Zeug von denen!!!!! Es klingt tierisch, ist sensationell verarbeitet, lässt sich gigantisch spielen und kommt nicht von der Stange, alles echt handgefertigt! Kann ich jedem nur empfehlen! Cymbals spiele ich von Anatolian, die klingen auch echt spitzenmäßig!

Woraus setzt sich dein Lieblingsdrumkit zusammen und warum gerade aus diesen Komponenten?
Puuuh, man muss draufhauen können. Hab da nix Spezielles…

Womit „bearbeitest“ du deine Trommeln etc. („normale“ Sticks, Besen, Paukenschlägel…)?
Mit Sticks, ganz stinknormalen Sticks Stärke 5B.

Gibt es irgendetwas, das du dir für dein Schlagzeug unbedingt noch zulegen möchtest?
Noch mehr Handmade Drums besitzen. 😉 Oder irgendwann vielleicht erweitern, mal schauen. 😉

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No Hope in Saarlouis (JUZ, 21.02.15)

Ihr habt vielleicht schon gemerkt, dass Luzies Welt seit einiger Zeit ein bisschen auf Sparflamme vor sich hin köchelt. Das liegt daran, dass das wahre Leben momentan so viel Aufmerksamkeit von mir verlangt und ich mich ja nicht klonen kann. Aber der Zustand ist zum Glück nur temporär und wenn das real life wieder ein wenig ruhiger vor sich hin plätschert, wird es auch wieder episch-ausufernde Konzertberichte im Luzie-Style geben.

Von dem großartigen Konzert, das No Hope (Man muss bei Facebook eingeloggt sein, damit der Link funktioniert.) letztens im JUZ Saarlouis vor vielen Freunden und Bekannten spielten, kann ich daher erstmal nur Fotos anbieten, aber besser als nix, gelle? Und die aktuelle EP des Schwermetall-Quartetts, „Possessed Addicted But Still Reborn“, deren Veröffentlichung auf Vinyl der Anlass für den Gig war, kann ich jedem, der die schwerfällige, in extrem reduziertem Tempo gespielte Variante des Metal mag, nur ans Herz legen.

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Gitarre des Monats März: Marco von Tridentifer

Die Gitarre des Monats März gehört Marco von Tridentifer und im Embryonalstadium sah das gute Stück folgendermaßen aus: 01Wir haben es diesmal also wieder mit einer selbstgebauten Gitarre zu tun.

Marco lernte ich Anfang dieses Jahres im Saarbrücker Devils Place kennen (Konzertbericht >dort<), als ich staunend vor diesem auf der Bühne abgestellten Sechssaiter mit der ungewöhnlichen Korpusform und der nicht weniger auffälligen Farbgebung stand. Noch mehr fiel mir die Kinnlade herunter, als der Musiker mir erzählte, dass er diese Gitarre selbstgebaut hätte (wie auch sein Bandkollege Chris den Bass, auf dem er an jenem Abend spielte). Besagte Gitarre wurde dann auch namengebend für die Band Tridentifer, die 2011 gegründet wurde und die in ein paar Tagen schon wieder ihre herrlichen Death Metal-Klänge live präsentieren wird, nämlich am 6. März 2015 im Schwimmbad Club in Heidelberg (Weitere Livetermine hier).

Marco war so nett, mir neben den Infos über sich und seine Gitarre ganz viele Bilder von der Entstehung seiner Gitarre zukommen zu lassen, sodass man fast eine Fotolovestory daraus machen könnte. 02 Mit 12/13 Jahren hat Marco angefangen Metal zu hören und er bekam mit 14 die erste Gitarre. Zu dieser Zeit entstand in seinem Umfeld auch gerade die Death Metal Szene und als er 15 Jahre alt war, stieß er zu der frisch gegründeten Kaiserslauterer Band Dark (Melodic Death Metal mit Keyboard/Synth). Seinen ersten Gig absolvierte er mit 16, da hatte er bereits seine erste B. C. Rich, eine Ironbird, und von da an war über die ganzen Jahre auch immer irgendwie eine B. C. Rich in seinem Besitz – für den Musiker wegen der extremen, exotischen Formen definitiv ein Muss!

Heute ist Marco 38 und, wie er sich ausdrückt, immer noch Death Metal-begeistert (und immer noch kein Gitarrengott und Ahnung von Noten habe er auch keine). Im Lauf der Zeit hat er ständig irgendwelche Gitarren gekauft, daran rumgebosselt und dann mal wieder verkauft, um was anderes zu ergattern.

Mit der Tridentifer-Gitarre wollte Marco durch wenig Kosten an seine Traumgitarre gelangen. Er hatte im Internet die Custom-Gitarren von Pablo Santana gesehen, die unter Jackson verkauft werden, und wollte genau diese Form der X-treme Warrior bzw. eine Neuauflage von Santanas Kunstwerken, die später dann als Zodiac-Serie verkauft wurde. Marco findet, der Kostenaufwand für seine Gitarre hielt sich in Grenzen, für das Tonholz hat er bei eBay ca. 45 € hingeblättert, die Tonabnehmer und sonstige Hardware wie Mechaniken oder Bridge hat er einzeln dazu gekauft und Potis und Innenleben wie Kabel wurden teilweise aus einer neuen, günstigen Gitarre, die er extra zum Ausschlachten erworben hatte, entnommen. Schätzungsweise 450/500 € hat er insgesamt ausgegeben und darin enthalten sind auch die Kosten für eine Oberfräse (ca. 40 €), die er hauptsächlich für die Halsausfräsung des Korpus benötigte.

Die Grundform malte er anhand von Fotos/Kopien auf und sägte sie mit einer handelsüblichen Stichsäge der Firma Bosch auf einem alten Farbeimer in der Garage aus.

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Das Elektrofach auf der Rückseite sowie die Humbucker (Tonabnehmer)-Ausbuchtung bohrte er nur aus und höhlte es mit einem Raspelaufsatz für die Bohrmaschine aus. Die Elektrofachabdeckung wurde aus Aluminumblech ausgesägt und in Form gefeilt. Pläne zur Verkabelung fand er im Internet und zudem sei das echt kein Hexenwerk!

Da Marco sich viel Zeit ließ, dauerte es bis zur Fertigstellung des Instruments gut ein Jahr. Ein Fehler war ihm auch unterlaufen, und zwar beim Ansatz des Halses, wodurch er den Hals noch mehr nach außen versetzen musste, etwas Holz aufleimen, verschrauben und neu lackieren.

Die Lackierung hat Marco in einer beheizten Garage vorgenommen. Er hat viel geschmirgelt, grundiert und etwas Filler und Sprühdosenlack sowie Klarlack (2K) aus dem Baumarkt verwendet. Nach der Trocknung wurde viel poliert und dann zusammengebaut, eingestellt – fertig war seine Custom-Gitarre! Weiterlesen

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Gitarre des Monats Februar (2): Marc von Systematic Eradication

Systematic Eradication FlyerIn ein paar Tagen, am 28.02., ist es endlich soweit: Die neue EP von Systematic Eradication, betitelt mit „III“, erblickt das Licht der Welt, was mit einem Releasekonzert im Kleinen Klub in Saarbrücken gefeiert wird. Mit an Bord sind die beiden Bands Indicator und deZent. Wer beim Konzert nicht anwesend sein kann, aber die unter dem Label Voodoo Chamber Records erscheinende EP haben möchte, kann sie sich u.a. über die Facebookseite der Band (vor)bestellen.
Die neue Scheibe von Ralle, Valeria, Marc, Andy und Michael – inklusive Gastvocals von Anuschka Gödicke (Indelicate) und Oimel (Nitrogods) – ist Anlass dafür, dass es in diesem Monat gleich zwei Gitarrengeschichten in Luzies Welt gibt. Valeria hat ihren Bass ja schon vorgestellt *klick* – heute ist Marc an der Reihe. Herzlichen Dank für den Text und die Fotos!

Ich spiele nun schon seit einigen Jahren in den unterschiedlichsten Bands. Von Metal über Hardcore, bis ich nun endlich bei Systematic Eradication angekommen bin. Ein eher zufälliger Umstand brachte mich dazu. Als Systematic Eradication 2007 die Band komplettierte (die erste CD wurde in Eigenregie von Ralle und Andy aufgenommen), lief mir Andy über den Weg. Da wir damals im gleichen Haus den Proberaum hatten und unser Hardcore-Projekt sehr schleppend lief, war es für mich eine relativ einfache Entscheidung, den Musikstil zu ändern und bei Systematic Eradication einzusteigen. Kurz danach war das Projekt dann auch Geschichte. Nun denn… seitdem spielen wir nun Gigs im In- und Ausland. Mit dieser, für mich, geilen Truppe!

Aber es geht ja hier um Gitarren.

Es hat sich nun im Laufe der Jahre eine beachtliche Anzahl an Gitarren bei mir angehäuft, so auch ein Reihe der IBANEZ RG Serie. Die Bespielbarkeit dieser Gitarren find ich außerordentlich genial.

Gitarre Marc Systematic Eradication 1Die Gitarre, um die es hier geht, ist eine IBANEZ PRESTIGE RG 1527 – 7 String. Diese Gitarre legte ich mir im Jahr 2006 zu. Damals spielte ich noch bei besagtem Hardcore-Projekt und brauchte eine Gitarre, die recht flexibel war. Denn immer 2 oder 3 Gitarren mit in den Proberaum zu nehmen, weil ja verschiedene Songs die unterschiedlichsten Stimmungen brauchten, war mir auf Dauer zu stressig.

Nach einem Gitarren-Test-Marathon hielt ich nun diese IBANEZ PRESTIGE RG 1527 in den Händen. Und was soll ich sagen… Es hat einfach gepasst. Bestückt mit 2 Humbuckern (IBZ V77 – Halsposition und IBZ V87 – Stegposition) und einem Edge Pro 7 Tremolo System. Die Verarbeitung der Gitarre ist perfekt, so als ob du nie irgendetwas anderes gespielt hättest. Das Palisandergriffbrett liegt bestens in der Hand. Was mich nun zum Kauf dieser Gitarre bewegt hat, war einfach die brachiale Gewalt des Sounds, die mich echt umgehauen hat. Die Optik ist und war mir ja schon bekannt von den vorherigen RG Modellen. Ich bekomme heute noch immer ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich nur an diesen Test-Marathon denke.

Anfangs Bei SYTEMATIC ERADICATION war diese Gitarre leider noch nicht am Start, da SYSTEMATIC ERADICATION immer nochmal ‘ne Nummer tiefer gestimmt war als das bereits Gekannte. Ich benutzte meine normalen, 6-saitigen RGs. In dieser Zeit, als ich bei SYSTEMATIC ERADICATION anfing, ging nach kurzer Zeit das Hardcore-Projekt auseinander. Somit war diese Gitarre nun endlich bereit, den rotzigen, satten Sound bei SYSTEMATIC unterzubringen. Ein klein wenig Arbeit, aber dann war es endlich wieder so weit. Seit etwa 2009 ist sie nun Bestandteil der SYSTEMATIC Crew und für mich eigentlich nicht mehr wegzudenken.

Die Tonabnehmer sind noch im Originalzustand, d.h. ich musste nicht rumexperimentieren, um einen ordentlichen Sound zu spielen. Dazu einen ordentlichen Amp, in dem Fall einen PEAVY 5150 II, eine 4x12er Hughes&Kettner Box und eine 4x12er Box der Marke Eigenbau. Dies ist mein heutiger Sound und ich muss sagen, dass es mich heute immer noch umhaut.

Gitarre Marc Systematic Eradication 3Nun sind wir nach einem Jahr der Stille endlich wieder zurück und freuen uns tierisch darauf, euch das neue Material um die Ohren zu hauen.

SYSTEMATIC ERADICATION ist und bleibt eine Live-Band, die Spaß hat, auf der Bühne zu stehen und den Spaß mit euch zu teilen!

Greetz & Cheers
Marc

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Nitrogods und Johnboy in Zweibrücken (Gasthaus Sutter, 07.02.15)

Eigentlich hätten Bazillen in der vergangenen Woche gar keine Chance bei mir haben dürfen! Die heilende Kraft der Musik hätte sich nämlich optimal entfalten müssen, da im Erdgeschoss des Gasthauses Sutter in Zweibrücken gleich zwei Bands für wohltuende Rock-Melodien sorgten: zuerst Johnboy, dann Nitrogods, und obwohl ich ein wenig angeschlagen war, meldete sich meine Dauertriefnase schon lange vor dem ersten Gitarrenriff gar nicht mehr, sodass mein beachtlicher Taschentuchvorrat brav im Täschchen bleiben und ich die Livemusik genießen konnte.

Aber dann… Kaum hatte ich in der Nacht nach dem Konzert ein paar Stündchen geschlafen, wurde ich wach und nichts ging mehr! Tagelanges Total-KO durch fiese Schnupfenkeime! Das ist auch der Grund, warum die Berichterstattung diesmal ein bisschen länger gedauert hat als üblich. Die Tatsache, dass die Luzie-Welt gerade Kopf steht und hin und wieder ein paar waghalsige Pirouetten dreht, mag hierbei allerdings auch eine kleine Rolle gespielt haben. Doch zurück zum Thema!

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Der Konzertraum war gut gefüllt, als die Musiker von Johnboy gegen 21.15 Uhr auf die Bühne kamen. Dom (Gitarre, Gesang), Tobi (Schlagzeug) und Addi (Bass, Gesang) sind mit den Arbeiten an ihrem neuen Album schon recht weit vorangekommen und ich hatte deshalb insgeheim gehofft, dass die Zuschauer ein paar Kostproben von den neuen Songs bekommen würden, aber dazu waren die drei Musiker dann doch noch nicht bereit. Gestartet wurde nach einem Kurzintro, bestehend aus ein paar bass- und schlagzeugbegleiteten Gitarrenriffs, mit einem uralten Song, nämlich „Charlotte“ aus dem 2005er Album „Tigers, Dragons And Tanks“, der nahtlos in „Call My Name“ aus dem Folgealbum „Tigers, Dragons And Tanks II“ überging, und genauso zackig ging’s weiter mit einem weiteren Lied aus besagtem Album.

Erst dann gönnte sich das Trio eine kleine Pause, als Dom sich beim Publikum bedankte und mit seiner kurzen Ansprache zeigte, dass diese Band ihre Zuschauer nicht nur mit feinster Rockmusik versorgt, sondern dass eine ordentliche Prise Humor zum Liveprogramm dazugehört. „Das war Johnboy, viel Spaß mit der nächsten Band!“, meinte der Musiker, woraufhin ein paar Leute sofort „Zugabe!!!“ schrien. Auch Addis Moves am Bass und seine Mimik bringen mich oft zum Grinsen und erwecken den Anschein, als ob ihm das Musizieren das größte Vergnügen bereitet. Dasselbe gilt auch für Tobi an den Drums, der auf mich oft so wirkt, als wäre er beim Drumstickschwingen in eine völlig andere, wunderbare Welt abgetaucht.

Später am Abend überlegte Dom, ob er sich die Haare schneiden lassen soll, weil er kaum noch sein Pedalboard sehe, und auch diese Aussage blieb natürlich nicht ohne Replik aus der Zuschauermasse. Der dicke Bauch wäre das eigentliche Problem, plärrte da jemand dem Sänger entgegen. Der nahm das zum Anlass, schon einmal darauf hinzuweisen, dass die Band gerade an einem neuen Album arbeitet und dass es dazu später im Jahr eine Releaseparty geben wird, und der dicke Bauch wäre ein Resultat der Plotzerei in Sachen Album Nr. 6, denn ein Album aufnehmen würde dick machen. Wer schlank bleiben will, soll keine Musik machen. Beste Johnboy-Logik!

Als eine derjenigen mit Kamera in der Hand war ich natürlich sehr froh, als endlich jemand den Lichtschalter gefunden hatte und die Bühnenbeleuchtung dann tatsächlich noch so schön hell war, wie ich das vom Erdgeschoss her kenne. Die Musiker fanden’s nicht so prall und hätten lieber im düsteren Ambiente weitergerockt, von wegen man wäre hier nicht im Kino und es würde reichen, wenn man die Musiker hört, anstatt sie zu sehen. Na ja… mit Doms Vorschlag, dass es Actionfiguren von Bassisten geben sollte, beginnend mit Figürchen von Addi und von Nitrogods-Bassist Oimel, könnte ich mich schon eher anfreunden!

Der nächste Dreier von Songs stammte komplett aus dem aktuellen, 2013 veröffentlichten Album „Custom“ und gleich beim ersten daraus performten Lied „Saints“ konnte man auch das Gesangstalent von Addi bestaunen. Um mich herum glücklich wirkende Leute aller Altersklassen, manche im Takt mitwippend, manche Silbe für Silbe mitsingend.

Danach spielten die drei wieder drei ältere Songs und ich dachte, das Dreierkonzept wäre der Plan des Abends, aber plötzlich wurde das vermeintliche Konzept durchbrochen, indem ein „Angelfire“-Lied („Down“) zwischen zwei „Custom“-Songs gequetscht wurde. Wer ganz genau wissen möchte, welche Lieder Dom, Addi und Tobi im Sutter performten, kann sich das auf dem Foto von der Setlist unten ja anschauen. Als Zugabe wurde „Die Alone“ gewählt und selbstverständlich stachelten die Musiker die Zuschauer zunächst einmal an, den „Ooooo-ooo-oooo-ooo-ooooo-oooo-ooooo“-Part mitzusingen. Alle Songs kann man sich auf der Bandcamp-Seite von Johnboy anhören oder besser noch: die Band unterstützen und ihre Musik käuflich erwerben.

Ein paar Konzerttermine für dieses Jahr stehen bereits fest. Klickt also mal rüber auf die Johnboy-Homepage und schaut nach, wo die drei überall Station machen werden!

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Nach ein paar Minuten Umbauzeit war der nächste Dreiertrupp auf der Bühne startklar und die Musiker von Nitrogods boten ein sehr energiegeladenes Rockmusikprogramm. Genau wie zuvor bei Johnboy war die erste Reihe gefüllt mit sehr textsicheren Menschen, die den Auftritt absolut zu genießen schienen. Für mich war es das erste Mal, dass ich die drei live erlebte, und als Gitarrenfreak war ich doch sehr angetan davon, dass Henny Wolter nach ein paar Songs von der Gibson Les Paul Standard, die ein Aufkleber mit einer spärlich bekleideten Frau ziert, an eine Duesenberg-Gitarre mit schwarzem Korpus – ewig nicht mehr gesehen! – wechselte und dann auch noch eine Gibson SG mit rotem Korpus zückte. Letztere wurde auch mit einem Bottleneck gespielt. Henny sang auch hin und wieder, aber der Hauptvocalist der Nitrogods ist Claus (Oimel) Larcher. Dieser verwendete während des gesamten Konzerts nur den einen Bass, einen kirschroten, mit Stickern verzierten 4-Saiter aus dem Hause Epiphone. Den Weizenbierglashalter an seinem Mikrofonständer fand ich absolut klasse!

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Dass ein Schlagzeuger sein Instrument wechselt, ist eher ungewöhnlich, aber genau das geschah im Fall von Klaus Sperling: Beim Lied „Lipsynch Stars“ war es der Band ein Anliegen zu zeigen, dass sie eben nicht playback spielen, sondern live, und Drummer Klaus schnappte sich eine leere Bierflasche, kam damit an den vorderen Bühnenrand und bearbeitete die Flasche mit einem Drumstick, während seine beiden Kollegen an den Saiteninstrumenten abrockten, sangen und sich in die herrlichsten Posen warfen. Weiterlesen

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Gitarre des Monats Februar: Valeria von Systematic Eradication

SE MerchSystematic Eradication, das ist eine Metal-Band aus dem Raum Saarbrücken, bestehend aus Ralle am Mikro, Andy und Marc an den Gitarren, Valeria am Bass und Michael hinterm Schlagzeug. Vor kurzem haben die fünf ihre neue EP „III“ eingespielt und konnten für ein paar Songs namhafte Gastvocalisten gewinnen, u.a. Oimel von Nitrogods und Anuschka Gödicke von Indelicate, die sich zusammen mit Ralle ein fettes Gesangsbattle liefern. Die unter dem Label Voodoo Chamber Records erscheinende Scheibe kann bereits – allein oder in Kombination mit diversen Merchartikeln – vorbestellt werden, der offizielle Veröffentlichungstermin ist der 28. Februar.

Zu diesem Anlass wird im Kleinen Klub in Saarbrücken ein Release-Konzert stattfinden, bei dem der neue Drummer Michael Glorioso seinen Live-Einstand geben wird. Darüber hinaus werden an diesem Abend auch zwei andere Bands auf der Bühne stehen, zum einen Indicator, die sich in der saarländischen Szene bereits einen Namen gemacht haben, zum anderen deZent, die das von der Band initiierte Voting um den Opener-Slot für sich entscheiden konnten.

Außerdem steht die „Gitarre des Monats“-Rubrik in diesem Monat ganz im Zeichen von Systematic Eradication. Den Anfang macht die Bassistin Valeria, die mir eine total schöne Geschichte über ihr Instrument geschrieben hat. Herzlichen Dank dafür und natürlich auch für die Fotos! Und nicht wundern, denn ein Bass ist ja auch eine Art Gitarre, nicht wahr?

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Hallo Luzie,
hallo liebe Leser!

Mein Bass stammt aus dem Hause Ibanez. Er hat die Typbezeichnung ErgoDyne EDB-600. Hergestellt wurde der Bass ca. 1998 in China.

Zum Body:
Korpus: Luthite (kein Holz, sondern Kunststoff – s. u.)
Hals: Ahorn
Griffbrett: Palisander
Farbe: Sparkle Black
Gewicht: ca. 3,5 kg

Zur verbauten Technik:
Tonabnehmer: IBZ DXH-MN (Halsposition), IBZ DXH-MB (Steg)
Mechanik: Kluson MKBRB, geschlossen
Elektronik: 3-Band Equalizer

Er wird nicht mehr hergestellt.

FullSizeRenderDas Material Luthite ist ein leichtes, synthetisches Material, das von der Westheimer Corporation (USA) extra für Gitarren-Bodys als Holzersatz entwickelt wurde. Dieses Material ließ sich in der Produktion einfach verarbeiten und ist für alle Korpus-Formen verwendbar. Ibanez hat Luthite bis 2006 in verschiedenen Modellen verarbeitet. Das Material ist etwas rissanfälliger als Holz.

Mir ist aufgefallen, wie gut der Bass zu mir passt, als ich ihn mal zufällig bei einem Bekannten daheim in der Hand hatte. Er stand da sozusagen als Pfand für eine Proberaummiete und wurde so vernachlässigt, dass es mir wehtat. Deshalb habe ich nach ein paar Telefonaten den Bass ausgelöst und ihn dem Eigentümer abgekauft. So hatten alle was davon und ich bin immer noch sehr froh mit ihm. Er ist handlich, leicht und flexibel. Er liegt auch gut in der Hand, ist schlank und die Gewichtsverteilung ist ausgeglichen (nicht kopflastig). Das etwas abgespacte Material Luthite kann klangmäßig auch recht gut mit Holz mithalten. So viel dazu.

FullSizeRender(1)Problematisch war zuerst, dass wir als Band „A-Stimmung“ verwenden. Das ist für einen 4-Saiter eine doch recht sportliche Anforderung. Mit den richtigen Saiten, Ernie Balls Super Slinky Bass 5-Saiten (125, 95, 75, 60,40), ging es aber eigentlich ganz gut. Jedenfalls kommen die Tonabnehmer des BTB600 gut mit den gestiegenen Anforderungen zurecht. So ganz das Wahre war es dann aber doch noch nicht. Ein Basssound sollte knackig sein, ein knackiges „Bämm“! Also habe ich noch einen Kompressor, den EBS Multicomp, angeschafft. Er gibt dem Basssound erst richtig E…r und sorgt nun für knurrend-knackige und warme Basstöne. Das Ganze ist an den Peavy Tour 700 Amp und dieser wiederum an eine Peavy 8×10 Box angeschlossen. Und damit stand dann schließlich alles, womit der EDB-600 schön ballern kann. (Danke an alle, die mich auf dem Weg zu meinem Bass-Sound unterstützt haben!)

Alles in allem bin ich super zufrieden, gerade im Hinblick auf die Preisklasse (NP lag scheinbar bei ca. 600 €). Ich schaue mich aber trotzdem noch nach einem 5-Saiter-Bass um. Und sicherlich wird das neue Baby wieder vom Ibanez-Storch gebracht. J

Abschließend möchte ich gerne noch festgehalten haben, dass mir das Schreiben dieses Textes wirklich Freude gemacht hat. Denn ich hätte, wenn ich ehrlich bin, niemals so viel über meinen Bass erfahren. Mitmachen lohnt sich also. @Luzie: Danke 🙂

Ciao!
Valeria
Systematic Eradication

Übrigens: Das letzte Systematic Eradication Album, betitelt mit „Barfight Music“, kann man sich bei YouTube anhören. Wer gerne die Hardware in der Hand hält und außerdem die Band unterstützen möchte, kann sich die CD über die Facebook-Seite der Band bestellen.

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Demon Incarnate und Rage Of Samedi in Schleich (Hotel Sonnental, 17.01.2015)

Auf die Location, in der das Konzert von Rage Of Samedi und Demon Incarnate staffinden sollte, war ich ja sehr gespannt! Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Gig in einem Hotel an der Mosel erlebt zu haben, und wusste gar nicht so recht, wie ich mir die Räumlichkeiten – inklusive Kegelbahn – dort vorstellen sollte.

Das Kunststück für Ortsunkundige bestand aber zuerst einmal darin, das Hotel Sonnental in Schleich zu finden, denn die Straße, die man nach der Abfahrt von der Autobahn laut Navi nehmen sollte, war gesperrt und die vom Navi angesagte Alternativroute führte mich zunächst eine Weile lang durch Waldflächen und an Feldern vorbei, alles offenbar fernab jeglicher Zivilisation und die Straßen waren so schmal, dass es nicht mal eine Mittellinie gab, und gespickt mit einigen Haarnadelkurven im recht steilen Gefälle. Das war eine spannende Fahrt, zumal es ja stockdunkel war und die Temperaturen um den Gefrierpunkt lagen, und sie endete nach etwa 25 Minuten nicht in dem Ort an der Mosel, sondern genau an der Autobahnausfahrt, wo der Trip den Moselberg hinab und wieder hinauf begann. Und täglich grüßt das Murmeltier!

Ich erinnerte mich daran, ein paar Kilometer weiter bergab ein kleines Umleitungsschild gesehen zu haben, und beschloss, dort noch einmal hinzufahren und der durch dieses Schild vorgegebenen Richtung zu folgen. Mein Navi war ja mal wieder genauso nutzlos wie bei dieser gesperrten Brücke mitten in Frankreich. >klick< An der entscheidenden Stelle bog ich diesmal also in die andere Richtung als zuvor ab und verbrachte dann wieder gut 20 Minuten in Waldflächen, die genauso einsam wirkten wie die auf der anderen Seite, und auf Straßen, die noch einen Tick schmäler zu sein schienen, während das Navi mich unentwegt zu riskanten Wendemanövern aufforderte. So langsam machte sich ein wenig Panik in mir breit. Ich würde den Ort des Geschehens doch erreichen, bevor die erste Band auf der Bühne stand!? Das immer noch eingeschaltete Navi verschob die berechnete Ankunftszeit nämlich immer mal wieder ein paar Minuten nach hinten. Als ich dann endlich wieder in eine Ortschaft kam, fuhr ich rechts ran, um mich auf einer Karte zu informieren, wo ich bin und wie ich weiterfahren muss. Ich habe tatsächlich Straßenkarten an Bord. So richtig oldschool, falls das Navi mal versagt. Blöderweise war das Kaff, in dem ich gerade gestrandet war, so klein, dass es auf der Karte gar nicht verzeichnet war. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als den nach wie vor immer mal wieder auftauchenden Umleitungsschildern nachzufahren und zu hoffen, dass das Ziel irgendwann tatsächlich das andere Moselufer sein würde.

Nach einigen Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, wurden die Straßen wieder breiter, die Mosel kam in Sicht… und dann war ich endlich da. Uff!

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Sobald ich die Eingangstür hinter mir geschlossen hatte, wurde klar, dass einige der Anwesenden inklusive der Rage Of Samedi-Herren eine ähnliche Odyssee hinter sich hatten und ein paar später ankommende, zumindest leicht genervt wirkende Gäste ebenfalls.

In dem Raum, der wohl in erster Linie als Kneipe benutzt wird, fühlte ich mich angesichts der vielen an der Decke befestigten Instrumente gleich wohl und es stellte sich heraus, dass ein Teil der Kegelbahn die Bühne bildete.

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Schon als ich die Gitarren und den Bass von Rage Of Samedi vor dem Konzert an den Boxen angelehnt stehen sah, grübelte ich, ob Sam D. Durangos Flying V von hinten schon immer so ausgesehen hatte. War der Korpus nicht rot statt schwarz? Um kurz nach 21 Uhr hatte ich meine Antwort, denn in seinen Armen lag ein neues Gitarrenbaby, eine Dean V mit schwarzem Korpus. Gerade mal eine Woche alt. Ein gutes Stück älter ist das erste Lied, das die fünf Herren an diesem Abend performten: „The Lord“, quasi ein Klassiker des Debütalbums „Sign“. Abgesehen davon präsentierten Rage Of Samedi einige ganz neue Songs, also nicht nur welche, die zwar nicht auf dem Album sind, aber bereits live gespielt wurden („Psychopath Job“ oder „Never Obey“ etwa), sondern auch Lieder, die ich noch nie gehört hatte („God Accepts“). Allein deswegen hatte sich die lange Anfahrt ja schon gelohnt! Weiterlesen

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Entziehungskur ist Hochverrat – Zerogod, Diabolic Heritage, Affliction und Tridentifer in Saarbrücken (Devils Place, 09.01.15)

Nachdem ein Konzert, für das ich ein Ticket hatte, abgesagt wurde (Steak Number Eight in Stuttgart) und ich mehrere andere aufgrund von Schnee und Glatteis sowie andersartigen widrigen Ereignissen nicht besuchen konnte, hatte ich dann am Freitag nach über einem Monat Gigpause endlich wieder Livemusik, und zwar volle Lotte: Gleich vier Bands ließen mit den herrlichsten Death Metal-Klängen den Devils Place in Saarbrücken erzittern.

EntziehungstourMit „Entziehungkur ist Hochverrat“ haben Zerogod ihre kleine Tour, die sie mit verschiedenen Bands zu vier Stationen im Saarland und in Rheinland-Pfalz führt, betitelt. Damit setzt die Death Metal Band aus Pirmasens eine Tradition fort, die im Jahr 2006 unter genau dieser Bezeichnung begann und im Jahr 2009 eine zweite Auflage erfuhr.
Der Startschuss für die dritte Runde „Entziehungkur ist Hochverrat“ war eine Woche zuvor in der Rockkneipe „Zur Schwemme“ in Pirmasens gefallen und wie auch an jenem Abend hatten Zerogod in Saarbrücken Tridentifer als Mitstreiter dabei und außerdem die beiden Bands Affliction und Diabolic Heritage.

Noch bevor sich die erste Band, Tridentifer, pünktlich um kurz vor 20 Uhr auf die Bühne begab, kam ich mit den Musikern, die mich die am Rand der Bühne abgestellte außergewöhnlich geformte Gitarre knipsen sahen, ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sowohl die Gitarre als auch der Bass selbstgebaut ist. Wie der Bass-Bau ablief, bekam ich dann prompt vom Meister himself erzählt und dank Bildern auf dem Handy auch visuell unterlegt. Das riecht doch sehr nach einer neuen Bass- und Gitarrengeschichte für die Rubrik „Gitarre des Monats“!

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Mich überzeugte die Musik der vier Herren aus dem Raum Kaiserslautern, deren Oldschool Death Metal neben wunderbaren Gitarrenmelodien und Songpassagen zum bequemen Mitnicken und -wippen auch thrashige Parts bietet. Kein Wunder also, dass die aus vier Songs bestehende CD „Zombified“ mit nach Hause kam. Das Repertoire von Tridentifer umfasst natürlich mehr als nur diese vier Songs (siehe Setlist), sodass der Auftritt etwa eine Dreiviertelsunde lang dauerte. Dabei zeigte vor allem der Vocalist Oli seinen Sinn für Humor, im Smalltalk mit dem Publikum zum Beispiel. Es gäbe da nämlich eine Möbelspedition in Kaiserslauern mit dem Namen Sander, der ein Lied – „Days Of Thunder“ – gewidmet wäre. Auch seine mehrfachen kurzen Gespräche mit Gitarrist Marco über die einzige am Boden liegende, handgeschriebene Setlist („Kannsches lääse?“ – „Nä!“) brachten mich immer wieder zum Schmunzeln. Bassist Chris hatte seine eigene Setlist neben sich liegen und ging seiner Arbeit am selbstgebauten Instrument absolut souverän nach. Allerdings wird in Zukunft ein anderer an seiner Stelle in die dicken Saiten hauen, weil Chris wieder mehr Zeit für seine Familie und seine andere Band haben möchte.

Olis raumgreifende Armbewegungen erinnerten mich ein wenig an den Sänger von Orange Goblin, bloß dass der dabei nicht ungefähr drei Meter des Mikrokabels in diverse Schlaufen gewickelt in der Hand hatte.

Im Booklet der CD sind übrigens fünf Musiker abgebildet und auch bei Facebook wird ein weiterer Gitarrist erwähnt, in Saarbrücken musizierten Tridentifer allerdings nur zu viert. Das liegt daran, dass Tobi krank war (Gute Besserung!), und ich finde es bemerkenswert, dass die Band auch mit einer Gitarre weniger ihr Programm durchzog. Dieses kam so gut an, dass die Zuschauer auf einer Zugabe bestanden, auch wenn just beim letzten Song die Snare von Schlagzeuger Heiko gerissen war. Er soll ohne Snare weiterspielen, meinten einige, während andere vorschlugen, dass er sich die Snare einer anderen Band leihen sollte, was dann auch geschah und nach einem weiteren Lied war’s dann Zeit für den Bühnenumbau für die nächste Band.

Ich hoffe, dass bei der nächsten Station von „Entziehungskur ist Hochverrat“ am 28.02. im JUZ Saarlouis wieder alle Bandmitglieder fit sind!

Dass meine strikte Weigerung, den Blitz zu benutzen, manchmal nicht die beste Entscheidung ist, zeigen meine Fotos… Wer sich schönere anschauen möchte, kann ja auf der „Entziehungskur“-Seite oder den oben verlinkten Bandseiten vorbeiklicken.

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Mit Affliction stand Melodic Death Metal aus St. Ingbert auf dem Programm und der Solstafir-Shirt tragende Vocalist Sebastian Schattner zeigte von Anfang an und immer wieder, dass er seine langen Haare wie die Rotorenblätter eines Helikopters kreisen lassen kann, wenn er nicht gerade in sein Mikro röhren muss. Das sah cool aus und weckte in mir mal wieder ein wenig den Neid der Besitzlosen, da meine Haare einfach nicht lang werden wollen und ich sämtliche Versuche des Züchtens mittlerweile eingestellt habe.

Zur Band gehören neben Sebastian die beiden Gitarristen Christoph Sell (an der Flying V) und Christian Lauk (an der 7-saitigen Schecter), der Bassist Hendrik Theado sowie Schlagzeuger Frank Schille.

Die Metalcombo existiert schon viele Jahre lang, bereits seit der Jahrtausendwende, und man erfuhr bei manchen Songs, dass es sich um ganz alte, um Lieder aus den Anfangstagen der Band, handelt, „Dragon’s Breath“ und „High Moon“ beispielsweise, die man sich beide wie auch die beiden anderen Tracks der „Dragon’s Breath”-EP bei Soundcloud anhören kann. Andere Lieder stammen von der 2006 veröffentlichten Split-Scheibe mit Zerogod, „He’s On His Way“ und „Helpless“ zum Beispiel. Da die Zeit ein wenig knapp war – vermutlich weil der Aufbau länger als erwartet gedauert hatte und sich zwischendrin irgendetwas an dem gigantischen Schlagzeug lockerte und fix repariert werden musste –, wurde das geplante Set zum Ende hin ein wenig modifiziert, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Nach „High Moon“ folgte mit „Cold Depression“ ein ganz neues Lied und nach einem weiteren war dann Schluss. Weiterlesen

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