Olde: „Shallow Graves“ – neuer Schmaus für doomverliebte Ohren!

Post aus Kanada! Ja genau, Post aus Kanada. Aus Toronto, um genau zu sein. Kein „richtiger“ Brief, aber trotzdem mit absoluter Aaaaah-Herzerwärm-Qualität. Und damit meine ich nicht (na ja, nicht nur) die Mails, die Cory McCallum, Bassist der Band Olde, mir geschrieben hat, sondern vor allem den Anhang dieser digitalen Konversation.

Die fünf Doomer (Gibt’s das Wort?) haben nämlich gerade eine vier Songs umfassende EP herausgehauen, betitelt mit „Shallow Graves“, und ich durfte mir die Lieder bereits vorab anhören. Schon der Titel lässt erahnen, dass sich die Musik im sludgigen Sumpf der finsteren Klänge bewegt, fernab der ausgelatschten Mainstream-Pfädchen. Wer also auf schwermetallische, überwiegend laaaangsame Melodien mit der genau richtigen Prise Düsternis steht, wird die Musik der Kanadier mögen. Die neuen Songs sollen Appetit machen auf das Anfang 2017 als Schallplatte (!) erscheinende Album „Temple“ (bei STB Records)  – und ich hab nach den ersten Hördurchgängen der EP-Lieder schon mehr als nur ein Hüngerchen auf diesen Longplayer.

Shallow Graves

Bei „Absurd Condition“ ist neben den sehr auf mein Wohlgefallen stoßenden Gitarrenriffs Doug McLartys geschreiartiger Gesang das liedbestimmende Element (ähnlich wie beim folgenden Lied „Endless“), bis sich irgendwann auch Drummer Ryan Aubin stärker ins Bewusstsein des Hörers hämmert. Die Tonlage, in der Doug röhrt, ist für mein Empfinden genau richtig, nicht zu düster-grummelig, aber schon so, dass klar ist, dass hier ein gestandener Kerl das Mikro in der Hand hält.

Die Gitarrenmelodie am Anfang von „Limb from limb“ würde ich am liebsten in Endlosschleife hören, so geil finde ich die, aber es lohnt sich absolut, den Song weiteranzuhören. Nach der sehr eingängig-rhythmischen ersten Hälfte, die selbst doom- und sludge-affine Bewegungsmuffel zumindest zum gemütlichen Kopfnicken bringen sollte, folgt nämlich ein Tempowechsel, der das Lied ein wenig flotter enden lässt. Wer jetzt da für welche Gitarre zuständig ist, kann ich vom bloßen Hören natürlich nicht sagen. Gitarristen gibt es jedenfalls zwei in der Band: Greg Dawson und Chris Hughes.
Im Original stammt dieser Song übrigens von Motörhead, allerdings haben Olde ihm vom Sound und der Art der Musik her ihren eigenen Stempel aufgedrückt und ich finde, das haben sie richtig gut hingekriegt.

Diese Songs und natürlich auch den vierten auf der EP, „The turning“ (Ich sag nur: „Sell your soul to meee…“), hört ihr euch am besten selbst an. Es lohnt sich! Bei Bandcamp kann man das Mini-Album streamen oder, noch besser, es in digitaler Form oder als CD käuflich erwerben und damit die Musiker unterstützen. Auch das Debütalbum „I“ existiert dort nach wie vor zum Anhören oder Kaufen.

Und wer jetzt grübelt von wegen „Olde… Olde… Irgendwo hab ich den Bandnamen hier doch schon mal gesehen!?“, der hat Recht, denn Gitarrist Greg stellte vor einiger Zeit eine seiner Gitarren in Luzies Welt vor: >klick<

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Über luuuzie

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