Solstafir in Wiesbaden (Schlachthof, 27.10.15)

Monatelang fieberte ich dem Abend entgegen und gestern war’s dann endlich so weit: Im Schlachthof Wiesbaden gaben sich Solstafir die Ehre und zeigten, nachdem zuerst The Ocean und dann Mono aus Tokio die Bühne für sich hatten, wo der isländische Post-Rock-und-wie-auch-immer-geartete-Metal-Hammer hängt.

Da ich schon vorher wusste, dass ich es auf gar keinen Fall zeitlich schaffen würde, einen Konzertbericht im Luzie-Stil zu verfassen, machte ich erst gar keine Fotos von The Ocean und Mono, denn eins war klar: Sobald das erste Erinnerungsbild geschossen ist, würde es kein Halten mehr geben. Also blieb die Kamera brav im Täschchen und ich fokussierte die Musikermasse von The Ocean (sieben Leute, als zusätzlichen Auffälligkeitsfaktor eine E-Cellistin) und die rein instrumental arbeitenden Japaner von Mono nur mit meinen Augen.

Sobald die vier hochgewachsenen Isländer die Bühne betreten und ihren ersten Song gespielt hatten, dachte ich dann aber doch, dass es blöd wäre, erstens die ganze Zeit über die durch den Fotoapparat deutlich schwerere Tasche umhängen zu haben und das Ding dann doch nicht zu benutzen und zweitens ohne Souvenir in Pixelform da rauszulatschen. Also habe ich dann doch wenigstens ein paar Fotos aufgenommen, die ich mit dem Rest der Welt teilen möchte.

Was den Auftritt von Solstafir betrifft: Für mich war’s atemberaubend schön, weil ein paar meiner Lieblingslieder gespielt wurden, zum Beispiel „Pale Rider“ vom „Köld“-Album und „Fjara“ aus „Svartir Sandar“ – die packen mich emotional total, auch in der Livesituation, wo die Songs durch die meist schummrig-schöne Beleuchtung so richtig in Szene gesetzt wurden. Und gleich am Anfang, vermutlich weil ich in dem Moment schon mit dem Honigkuchenpferd-Glückseligkeitsblick da stand, beugte sich der Sänger und Gitarrist Aðalbjörn Tryggvason zu mir und gab mir ein High Five. Ich hätte mir nur gewünscht, dass Solstafir ein bisschen länger spielen als nur 75 Minuten (oder sieben Lieder angesichts der ausgedehnten Länge mancher Songs), wofür man sich dann aber auf nur eine Vorband hätte beschränken müssen.

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