Crowbar und Earthship in Saarbrücken (Kleiner Klub, 26.07.15)

Ich erinnere mich noch gut an das Crowbar-Konzert im August 2014 im Kleinen Klub (>klick<) – nicht nur wegen dem absolut hochwertigen Sludge-Sound, den die Band aus New Orleans bot, sondern auch weil damals mit Rage Of Samedi eine fantastische Supportband aus der Region mit am Start war. Auch die sensationellen Temperaturen an besagtem Abend, die dem Konzertsaal ein tropisches Ambiente verliehen, bleiben unvergessen und so war meine Freude riesig, als ich vor einiger Zeit sah, dass Crowbar Saarbrücken wieder beehren würden. Zum Glück war in diesem Jahr die Hitzewelle gerade abgeebbt, sodass es sich im Kleinen Klub wesentlich besser aushalten ließ als bei dem Gig im Vorjahr.

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Für das Vorprogramm waren Earthship aus Berlin verpflichtet worden; dieses Quartett spielte bereits vor ein paar Monaten im Kleinen Klub; ich hatte sogar ein Ticket und war vor Ort. Allerdings fühlte ich mich an jenem Abend so grottig, dass ich – eigentlich ein Unding im Luzie-Universum – schon nach den beiden Vorbands Thrall und Zaum den Saal verließ, um zu Hause in die Kissen zu heulen. Selbst die Musik ist gegenüber manchen emotionalen Sperenzchen offenbar machtlos, aber inzwischen ist wieder alles paletti und ich bin froh, dass ich die 2010 gegründete Band, die dem Saarland schon ein paar Besuche abgestattet hatte, nun auch einmal live erleben durfte. Und ja, ich ärgere mich ein wenig darüber, dass ich neulich vorzeitig die Segel strich, denn die live performte Musik von Earthship war absolut mitreißend.

Die permanent in einen Hauch rotes Licht getauchte Bühne war zum Fotografieren mit nicht-professionellem Equipment der totale Albtraum, aber zur Stimmung der Musik passte diese dezente Beleuchtung perfekt. Zwar gingen die Gitarren von Sänger Jan Oberg und Marcel Schulz wie auch der Bass von Sabine Oberg rein optisch in der Düsternis etwas unter, aber man hörte die Instrumente ja. Auf den Schlagzeuger Florian Häuser fiel ab und zu für den Bruchteil einer Sekunde ein heller Lichtstrahl, sodass die Augen in diesen Momenten etwas mehr von dem ansonsten gänzlich in der Finsternis agierenden Drummer wahrnehmen konnten. Meine Ohren registrierten interessante Breaks in den Songstrukturen neben Kopfnicker-Passagen und auf brachiales Gebrüll stehe ich ja ohnehin. Also rundum ein großartiger Einstieg.

Ein Blick auf die Setlist zeigt, dass der etwa 40 Minuten dauernde Auftritt im Kleinen Klub dominiert wurde von Liedern aus dem aktuellen, bereits dritten Album „Withered“, das man wie auch sämtliche anderen Veröffentlichungen komplett bei Bandcamp anhören kann.

Für eine etwas größere Version hier und bei der anderen Galerie bitte auf das jeweilige Foto klicken!
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2 Antworten zu Crowbar und Earthship in Saarbrücken (Kleiner Klub, 26.07.15)

  1. Ewian schreibt:

    Tolle Bilder! Danke für die ausführlich Berichterstattung Luzie, hat Spass gemacht zu Lesen.

  2. luuuzie schreibt:

    Hey, danke für die nette Rückmeldung!

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