!WOM! mit Rocks Off, rebelsoul, S.U.C. und Jollycaster (St. Ingbert, 24.05.2015)

WOMVor kurzem durfte ich mein erstes Festival für 2015 erleben. Zwar nur ein kleines, aber das sind für mich sowieso die allerschönsten. Erst recht, wenn das Wetter stimmt, und das zeigte sich von seiner idealen Seite: ein wunderbarer bewölkter Himmel bewahrte mich vor Sonnenbrand und die Temperaturen waren zunächst ebenfalls Open-Air-tauglich, also weder zu heiß noch zu kalt. Eintritt musste man als Besucher für das allererste !WOM! nicht bezahlen, aber damit die Freude am Spielen nicht der einzige Lohn für die Bands bleiben würde, gab es eine Geldsammlung per Hut und ich hoffe, dass da einiges zusammenkam angesichts der Tatsache, dass schon recht früh ziemlich viele Leute vor Ort waren. Bockmöbeltische und -bänke luden zum Verweilen ein und für Essen und Getränke war ebenfalls gesorgt. Perfektes Ambiente!

Die Band, die mich an den Wombacher Weiher in St. Ingbert verschlagen hatte, war mal wieder rebelsoul, und die spielten an jenem Samstag als Zweites, ab 18 Uhr. Recht früh, gell? Da es noch ein wenig privates Gedöns zu bewerkstelligen gab, bekamen wir von der ersten Band, Rocks Off, die bereits um 16 Uhr loslegte, nur noch ein paar Lieder mit. Diese Musiker haben sich aufs Covern klassischer Rockhits spezialisiert und so gab es neben Liedern von den Rolling Stones („Jumping Jack Flash“ und „Satisfaction“) u.a. Songs von Westernhagen zu hören.

Recht pünktlich begannen rebelsoul ihr gut anderthalbstündiges Programm und darüber, ob Sänger und Bassist Tom Nothof tatsächlich aussieht wie ein junger Bud Spencer mit langem Haar, wie vom Tontechniker Hammi angekündigt, kann sich jeder beim Anblick eines der beiden Videos vom !WOM! selber ein Urteil bilden. >klick< Mir fiel beim Blick auf den Frontmann zuerst einmal auf, dass der Pearl Jam-Aufkleber an Toms Bass Gesellschaft bekommen hatte von einem Morbid Angel-Sticker. Außerdem stand am Bühnenrand auf Matthias‘ Seite eine Gibson-Gitarre mit rotem, großen Korpus, die der Musiker später statt seiner Duesenberg verwendete, sodass ich in Sachen Schaufler-Gitarren an diesem Abend eine doppelte Portion eyecandy hatte.

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Vor der Bühne hatte es sich ein kleines Grüppchen miteinander befreundeter Fans gemütlich gemacht; manche genossen die Livemusik zunächst auf einer großen Decke liegend, während es für andere von Anfang an kein Halten gab und ganz schön herumgehüpft und getanzt wurde. Eine solch agile Menschenmasse vor der Bühne zu haben, macht einer Band bestimmt Laune und Tom ließ in seinen Ansprachen ans Publikum seiner Begeisterung freien Lauf. Auch Volker Schmidt, der mit seiner Gibson diesmal auf der linken Bühnenseite zu Werke ging, schien sich, wenn ich mir sein ständiges Lächeln in Erinnerung rufe, prächtig zu amüsieren, wie auch Drummer Simon Spaniol, der mit dem üblichen Enthusiasmus das Schlagzeug bearbeitete, was für mich auch immer ein echter Hingucker ist.

Über die Qualität des Sounds kann ich normalerweise kein Urteil fällen, da ich ja eh immer meine Ohrstöpsel trage. Auffallen würde mir bloß eine besonders miese Akustik, aber im Bereich zwischen „normal“ und „megagenial“ können meine Lauscher die Unterschiede nicht so wahrnehmen. Laut Aussage meines Begleiters war der Sound beim !WOM! aber richtig spitzenmäßig.

Diesmal gab es neben den bandeigenen Songs – „Illusions“ zum Beispiel oder „The Rebel Inside“ und „Captain Of The Machine“ sowie das von Matthias gesungene „City Moon“ – ein paar Coversongs mehr als zuletzt im Devils Place. Zum guten Schluss heizten die vier Musiker mit New Model Armys Klassiker „51st State“, gefolgt von Iggy Pops „The Passenger“ noch einmal tüchtig ein, bevor man sich artig bedankte und die Bühne verließ, damit die nächste Band – S.U.C. – weitermachen konnte.

Übrigens: Wenn ihr rebelsoul dabei unterstützen wollt, einen Slot auf dem Rocco del Schlacko zu gewinnen, dann stimmt doch dort für die Band ab!

Die nächsten rebelsoul-Konzerte:
18.07. Saarbrücker Altstadtfest (Rockwiese, 14.30 Uhr)
24.07. Gehnbachstraßenfest in St. Ingbert

Für eine etwas größere Version bitte auf das jeweilige Foto klicken!

Ich hatte inzwischen einige Bekannte getroffen, die ich schon ewig nicht mehr gesehen hatte, und war so ins Gespräch vertieft, dass ich gar nicht richtig auf die Musik achtete, und meine Kamera steckte auch in den Tiefen meines Handtäschchens fest. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, spielten S.U.C. wie die erste Band nur Cover, allerdings auch solche jüngeren Datums und nicht nur die ganz alten Klassiker.

Aufgrund der mittlerweile recht kühlen Temperaturen und weil uns ein Hüngerchen woanders hintrieb, verließen wir das Festivalgelände, bevor Jollycaster anfingen zu rocken, was ich ja schon etwas bedauerte. Deren aktuelles Album „A Place Like Home“ gefällt mir nämlich richtig gut und ich werde mir die drei bei nächster Gelegenheit sicher einmal live anschauen!

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Eine Antwort zu !WOM! mit Rocks Off, rebelsoul, S.U.C. und Jollycaster (St. Ingbert, 24.05.2015)

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