Gitarre des Monats Februar: Valeria von Systematic Eradication

SE MerchSystematic Eradication, das ist eine Metal-Band aus dem Raum Saarbrücken, bestehend aus Ralle am Mikro, Andy und Marc an den Gitarren, Valeria am Bass und Michael hinterm Schlagzeug. Vor kurzem haben die fünf ihre neue EP „III“ eingespielt und konnten für ein paar Songs namhafte Gastvocalisten gewinnen, u.a. Oimel von Nitrogods und Anuschka Gödicke von Indelicate, die sich zusammen mit Ralle ein fettes Gesangsbattle liefern. Die unter dem Label Voodoo Chamber Records erscheinende Scheibe kann bereits – allein oder in Kombination mit diversen Merchartikeln – vorbestellt werden, der offizielle Veröffentlichungstermin ist der 28. Februar.

Zu diesem Anlass wird im Kleinen Klub in Saarbrücken ein Release-Konzert stattfinden, bei dem der neue Drummer Michael Glorioso seinen Live-Einstand geben wird. Darüber hinaus werden an diesem Abend auch zwei andere Bands auf der Bühne stehen, zum einen Indicator, die sich in der saarländischen Szene bereits einen Namen gemacht haben, zum anderen deZent, die das von der Band initiierte Voting um den Opener-Slot für sich entscheiden konnten.

Außerdem steht die „Gitarre des Monats“-Rubrik in diesem Monat ganz im Zeichen von Systematic Eradication. Den Anfang macht die Bassistin Valeria, die mir eine total schöne Geschichte über ihr Instrument geschrieben hat. Herzlichen Dank dafür und natürlich auch für die Fotos! Und nicht wundern, denn ein Bass ist ja auch eine Art Gitarre, nicht wahr?

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Hallo Luzie,
hallo liebe Leser!

Mein Bass stammt aus dem Hause Ibanez. Er hat die Typbezeichnung ErgoDyne EDB-600. Hergestellt wurde der Bass ca. 1998 in China.

Zum Body:
Korpus: Luthite (kein Holz, sondern Kunststoff – s. u.)
Hals: Ahorn
Griffbrett: Palisander
Farbe: Sparkle Black
Gewicht: ca. 3,5 kg

Zur verbauten Technik:
Tonabnehmer: IBZ DXH-MN (Halsposition), IBZ DXH-MB (Steg)
Mechanik: Kluson MKBRB, geschlossen
Elektronik: 3-Band Equalizer

Er wird nicht mehr hergestellt.

FullSizeRenderDas Material Luthite ist ein leichtes, synthetisches Material, das von der Westheimer Corporation (USA) extra für Gitarren-Bodys als Holzersatz entwickelt wurde. Dieses Material ließ sich in der Produktion einfach verarbeiten und ist für alle Korpus-Formen verwendbar. Ibanez hat Luthite bis 2006 in verschiedenen Modellen verarbeitet. Das Material ist etwas rissanfälliger als Holz.

Mir ist aufgefallen, wie gut der Bass zu mir passt, als ich ihn mal zufällig bei einem Bekannten daheim in der Hand hatte. Er stand da sozusagen als Pfand für eine Proberaummiete und wurde so vernachlässigt, dass es mir wehtat. Deshalb habe ich nach ein paar Telefonaten den Bass ausgelöst und ihn dem Eigentümer abgekauft. So hatten alle was davon und ich bin immer noch sehr froh mit ihm. Er ist handlich, leicht und flexibel. Er liegt auch gut in der Hand, ist schlank und die Gewichtsverteilung ist ausgeglichen (nicht kopflastig). Das etwas abgespacte Material Luthite kann klangmäßig auch recht gut mit Holz mithalten. So viel dazu.

FullSizeRender(1)Problematisch war zuerst, dass wir als Band „A-Stimmung“ verwenden. Das ist für einen 4-Saiter eine doch recht sportliche Anforderung. Mit den richtigen Saiten, Ernie Balls Super Slinky Bass 5-Saiten (125, 95, 75, 60,40), ging es aber eigentlich ganz gut. Jedenfalls kommen die Tonabnehmer des BTB600 gut mit den gestiegenen Anforderungen zurecht. So ganz das Wahre war es dann aber doch noch nicht. Ein Basssound sollte knackig sein, ein knackiges „Bämm“! Also habe ich noch einen Kompressor, den EBS Multicomp, angeschafft. Er gibt dem Basssound erst richtig E…r und sorgt nun für knurrend-knackige und warme Basstöne. Das Ganze ist an den Peavy Tour 700 Amp und dieser wiederum an eine Peavy 8×10 Box angeschlossen. Und damit stand dann schließlich alles, womit der EDB-600 schön ballern kann. (Danke an alle, die mich auf dem Weg zu meinem Bass-Sound unterstützt haben!)

Alles in allem bin ich super zufrieden, gerade im Hinblick auf die Preisklasse (NP lag scheinbar bei ca. 600 €). Ich schaue mich aber trotzdem noch nach einem 5-Saiter-Bass um. Und sicherlich wird das neue Baby wieder vom Ibanez-Storch gebracht. J

Abschließend möchte ich gerne noch festgehalten haben, dass mir das Schreiben dieses Textes wirklich Freude gemacht hat. Denn ich hätte, wenn ich ehrlich bin, niemals so viel über meinen Bass erfahren. Mitmachen lohnt sich also. @Luzie: Danke 🙂

Ciao!
Valeria
Systematic Eradication

Übrigens: Das letzte Systematic Eradication Album, betitelt mit „Barfight Music“, kann man sich bei YouTube anhören. Wer gerne die Hardware in der Hand hält und außerdem die Band unterstützen möchte, kann sich die CD über die Facebook-Seite der Band bestellen.

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2 Antworten zu Gitarre des Monats Februar: Valeria von Systematic Eradication

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