Gitarre des Monats Januar: Greg Dawson

Die erste Gitarre für das Jahr 2015 kommt aus Übersee, und zwar aus Kanada! Greg Dawson ist einer der beiden Gitarristen der Band Olde aus Toronto und ich schätze mal, dass diejenigen, die härtere Klänge à la Doom-Metal mögen, das Erstlingswerk der Band, betitelt mit „I“, zu schätzen wissen. Anhören kann man sich die acht Lieder bei Bandcamp und es besteht sogar die Möglichkeit, sich das Ganze kostenlos downzuloaden (aber schöner wär’s natürlich, wenn die Band finanziell ein bisschen unterstützt werden könnte) oder sich gleich die weiße Schallplatte anzuschaffen, limitiert auf 100 Exemplare.

Vielen Dank an Greg für die Geschichte über seine Gitarre und für die Fotos! Und herzlichen Dank an Sam D. Durango von Rage Of Samedi für die Übersetzungshilfe!

Scroll down for English version!

Über die Jahre hinweg besaß ich einige Gitarren und spielte in vielen verschiedenen Bands. Manche Gitarren behielt ich und etliche wurden wieder verkauft. Bei manchen bedauerte ich es, sie gekauft zu haben, bei manchen tat es mir im Nachhinein leid, dass ich sie verkauft habe. Ein paar vermisse ich wirklich, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, aber scheiß drauf, sie sind weg und es gibt kein Zurück, nicht wahr?

Alle Gitarren waren besonders für mich, von der allerersten, einer 1985er B.C. Rich Warlock (Ruhe in Frieden), auf der ich mein erstes richtiges Riff lernte (Judas Priest: „Rock Hard Ride Free“), bis zur PRS Custom, für die ich 2.800 Kanadische Dollar ausgab, als ich durch meine Carlos Santana-Phase ging. Jede meiner Gitarren hat ihre eigene Geschichte und die, die ich behalten habe, sind ganz besonders.

Für Olde scheint keine Gitarre besser zu passen als meine 1993er Gibson SG Special. Es gibt zwar gar nichts Außergewöhnliches an dieser Axt aber – Mensch! –, wie die ihre Aufgaben erledigt und all meine Erwartungen erfüllt!

SAM_0846Ich erwarb diese Gitarre, als ich so um das Jahr 2002 herum eine Band namens The Bog produzierte. Der Gitarrist benötigte einen 4 x 12 Amp und ich hatte drei davon. Er hatte diese SG, die er nicht liebte, und das gute Stück brauchte dringend ein bisschen Aufmerksamkeit… Sie war schmutzig und vernachlässigt. Und so tauschten wir. Nach einem Wochenende des Säuberns, Ölens und Justierens des Halses, mit einem Satz neuer Saiten und nach einer Instandsetzung der Elektronik war sie wieder einsatzbereit. Eine SG, die sich besser spielt und besser anfühlt, muss erst noch gefunden werden, und ich habe diese Gitarre nun fast schon 15 Jahre.

Als ich diese Gitarre bekam, hatte sie DiMarzio Super Distortion Pickups, die zu der Zeit okay waren, aber irgendwann begann mich die aggressive Präsenz, die sie produzierten, zu nerven. Ich hatte aus altem Lagerbestand ein Les Paul Bridge-Pickup aus den 80ern und ein 1990er Gibson ‘57 Classic Neck-Pickup und die baute ich ein. Zunächst war ich nicht so ganz sicher wegen dem Bridge-Pickup, weil es so viel weniger Output besitzt und schwächlich zu sein schien, aber in Verbindung mit dem richtigen Verstärker und den richtigen Pedalen geht es voll ab!

Als Olde gegründet wurde, war die SG meine Hauptgitarre. Jede Aufgabe versuchte ich zunächst einmal mit ihr zu erledigen. Das war meine erste Reise in die Welt des Fuzz und Sludge. Der Sound, den ich versuchte hinzubekommen, war schwer zu bändigen und ist es bis heute noch (Ich habe gerade mit meinem Amp und der SG herumprobiert). Die Gitarre hat die Schwere, das Soundvolumen, das ich erreichen wollte, und kommt irgendwie mit den Problemen beim Fuzz zurecht. Die Kombination eines komplett aus Mahagoni bestehenden Korpus mit den Low Output-Pickups von Gibson ist das Entscheidende.

Ich liebe es auch, wie sich diese Gitarre anfühlt, die Art und Weise, wie sie an dir hängt. Viele beschweren sich darüber, dass die SG zu schwer und unausgeglichen ist, aber wann trennt man sich von einer Gitarre? Also wen interessiert’s, ob sie superschwer ist??

Der Hals an dieser SG ist wunderbar und lässt sich spielen wie geschmiert. Ich werde dadurch vor allem bei den Soli zu einem besseren Spieler.

Noch dazu ist die SG total sexy.

Ich suche immer noch nach einer Ersatz-SG, aber ich habe bisher keine gefunden, die sich auch nur annähernd so anfühlt wie meine. Pickups und alles Äußere können verändert werden, aber wenn sich die Gitarre von dem Moment, an dem du sie zum ersten Mal anfasst, nicht gut anfühlt, dann stell das Ding wieder zurück!

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Over the years I’ve owned many guitars and played in many different bands.

Some have stayed and lots have been sold. Regrets that I bought some and regrets that I sold some.

There’s a few I really miss as I think about it now but fuck it, they’re gone so no turning back right?!

They’ve all been special to me. From my very first guitar a 1985 Hondo B.C. Rich Warlock (RIP) that I learned my first official riff on (Judas Priest-Rock Hard Ride Free) to my PRS custom 22 that I dropped 2800 on when I was going through my Carlos Santana phase. Every guitar I’ve owned has its own story. The ones I’ve held onto are special.

With OLDE nothing seems to do it better for me than my 1993 Gibson SG Special. Really, there’s nothing fancy about this axe but man does it handle the task and deliver the goods I’m looking for.

I aquired the guitar when I was producing a band called The Bog back around 2002. The guitar player needed a 4×12 cab and I had 3 of them. He also had this SG that he had no love for and it desperataly needed some attention…it was filthy and unkept. So we made a trade. After a weekend of cleaning, neck oils, neck adjustments, new strings and an electronic overhaul she was ready. I have yet to find an SG that plays or feels better and I’ve had the guitar close to 15 years.

When I first got the guitar it had DiMarzio super distortion pickups which were OK at the time but eventually I started to dislike the bite that came off of them. I had an old stock mid 80’s Les Paul bridge pick up and a 90’s 57 classic neck pick up so I threw them in. At first I wasn’t sure about the bridge because it had so much less output and seemed wimpy but when paired with the right amp and pedals it ripped.

By the time OLDE was put together my SG was my main guitar. I would look to it first for any task.

This was my first journey into the world of fuzz and sludge. The sound I was trying to get was really hard to tame and to this day (I was tweaking with my amp and SG just now), it still is. This guitar has the weight I’m trying to achieve and can somewhat control the hairiness of the fuzz. The combo of an all mahogany body and low output Gibson pickups is the key.

I also just love the feel of the guitar, the way it sits on you. People complain about SGs being top heavy and unbalanced but when do you ever let go of the guitar?? So, who friggin cares if it’s top heavy??

The neck on this particular SG is unreal and so buttery to play. I become a better player especially in the solo department.

On top of all these positive attributes the SG is sexy as hell.

I keep looking for a back up SG but I never find one (for sale anyway) that even comes close to the feel of mine. Pickups and cosmetics can be changed but if it doesn’t feel right from the second you pick it up, put that axe back on the stand.

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