Rückblick auf das Musikjahr 2014

Es ist mal wieder an der Zeit, Bilanz zu ziehen, aber das ist diesmal recht schwierig, weil mir gerade so viel im Kopf herumschwirrt (überwiegend angenehme Dinge zum Glück), was den klaren Blick auf die Musik und alles, was ich in dieser Hinsicht in diesem Jahr so erlebt habe, ein wenig trübt. Vielleicht sollte ich daher zunächst einmal Danke sagen. Danke für das Interesse an meinem Blog, fürs Lesen, fürs Teilen der Links zu meinen Artikeln, Danke für die direkte Partizipation durch das Verfassen von Gitarrengeschichten und natürlich auch Danke für die Musik, ohne die meine Welt ziemlich trist wäre, zumal ich bei Konzerten oder Gesprächen über Musik so viele nette und interessante Leute kennengelernt habe. Und da wären wir dann auch schon bei einem der Highlights dieses Jahres.

Wenn’s ums Kennenlernen netter Menschen geht, dann kann ich hier zunächst einmal an nichts anderes denken als an das Konzert von Red Fang im Kleinen Klub in Saarbrücken Ende Juli.

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Selbstverständlich war auch die gebotene Livemusik der Oberburner und mit Cerebral Ballzy hatten die Herren aus Portland definitiv eine ziemlich schräge Vorband am Start.

Das Konzert von Crowbar eine Woche später am selben Ort war quasi die Fortsetzung dessen, was bei Red Fang begann, und hatte mit den wunderbaren Rage Of Samedi als Supportband fast schon den Charakter einer Party mit vielen Freunden.

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Konzerte mit „Schniiiiief“-Charakter gab es 2014 aber auch, der Parachutes-Gig im JUZ Försterstraße zum Beispiel. Schnief deswegen, weil das das letzte Konzert der Band war und die Musiker danach getrennte Wege gingen. Auch von Resistance Of Yield hieß es Abschied nehmen, bloß gab es dazu kein eigenes Konzert, sondern lediglich die Information auf der Facebookseite der Band, dass das Death-Metal-Quintett nun Geschichte ist. Wie schade!

Total geflasht haben mich Anfang des Jahres Steak Number Eight bei ihrem Auftritt im Kleinen Klub (irgendwie zieht sich diese Location da gerade wie ein roter Faden durch meinen Artikel…), was mich direkt zum GaS goes Rock-Festival bringt, das hier ebenfalls erwähnt werden muss. Nicht nur weil es das Musikspektakel in der Aula des Gymnasiums am Steinwald in diesem Jahr zweimal gab – als Akustikfestival im Januar und als das „normale“ im Oktober (mit Steak Number Eight, daher die gedankliche Verbindung) –, sondern weil beide Male absolut geniale Bands dafür gewonnen werden konnten, für einen guten Zweck zu rocken.

Apropos Festivals: Das Festival mit dem meisten Herzklopfpotential war für mich sicherlich das Taubertal-Festival. Erstens ist es in einer wunderschönen Umgebung situiert, zweitens konnte ich den Auftritt von Biffy Clyro, weswegen ich angereist war, von einem perfekten Platz aus verfolgen (1. Reihe, Mitte) und drittens kam ich endlich einmal in den Genuss, „The Thaw“ live zu hören. Das ultimative Sahnehäubchen gab es nach dem Auftritt in Form von Autogrammen und Fotos von und mit Simon Neil, James Johnston und Ben Johnston. Was will mein Fangirlherz mehr?

DSCF0287txWenn ich es recht bedenke, erlebte ich in diesem Jahr fast nur gute Konzerte, aber ich kann hier jetzt ja nicht alle Bands einzeln erwähnen. Wer sich für meine Abenteuer interessiert, braucht sich bloß in Luzies Welt durchzuscrollen bzw. durchzuklicken. Allerdings habe ich es nicht geschafft, zu jedem Konzert einen Bericht zu schreiben. Der über die Beatsteaks in Luxemburg (Atelier) steht zum Beispiel noch aus und auch über In Flames, Wovenwar und While She Sleeps, ebenfalls in Luxemburg (Rockhal), gibt es bislang keinen Bericht, weil ich an jenem Wochenende des Wahnsinns vier Konzerte an vier aufeinanderfolgenden Tagen hatte und irgendwann auch mal „Luft schnappen“ musste. Trotzdem waren auch diese Gigs absolut genial. Enttäuschend waren in diesem Jahr vielleicht zwei oder drei Konzerte, aber das muss ich hier ja nicht breittreten, schließlich kann jeder mal einen schlechten Tag haben.

Vielleicht noch ein paar Worte zu den Alben, die es mir in diesem Jahr besonders angetan haben. Da denke ich auf Anhieb an „Annabel Dream Reader“ von The Wytches. Die drei jungen Buben lernte ich als Supportband von Blood Red Shoes in Frankfurt kennen und war augenblicklich verzückt von der Musik des Trios aus England. Ähnlich ging’s mir später im Jahr bei Royal Blood, deren Album mich ebenfalls weggeblasen hat und das eine Weile in Endlosschleife lief. Selbstverständlich muss ich hier auch das Erstlingswerk „Sign“ von Rage Of Samedi nennen, das Anfang des Jahres zuerst einmal auf CD veröffentlicht wurde und zum Jahresende auch auf Vinyl, und zwar nicht nur als stinknormale schwarze Schallplatte, sondern auch in der Goldedition. Wer auf Doom-Metal mit Stoner-Rock- und Sludge-Komponenten steht und das Quintett (ja, seit einiger Zeit musizieren die Herren zu fünft!) aus Zweibrücken noch nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen!

Rage Of Samedi Sign CD Vinyl

Auch mit folgenden Alben habe ich viel Zeit verbracht (Reihenfolge unerheblich, das soll also kein Ranking sein):
Caliban: „Ghost Empire“
Crowbar: „Symmetry In Black“
Interpol: „El Pintor”
Machine Head: „Bloodstone & Diamonds”
Subrosa: „More Constant Than The Gods” (zwar schon 2013 veröffentlicht, von mir aber erst dieses Jahr entdeckt nach dem Konzert im Kleinen Klub zusammen mit Kylesa und Lazer/Wulf)
Warpaint: „Warpaint”
While She Sleeps: „This Is The Six” (ähnlich wie bei Subrosa: Das Album kam zwar schon 2012 auf den Markt, aber erst nach dem Auftritt in der Rockhal wurde ich auf die Band so richtig aufmerksam und legte mir dann auch gleich noch das Erstlingswerk „The North Stands for Nothing“ zu.)

Lieblingsalben 2014Bezieht man die Ästhetik des Artworks mit ein, muss natürlich noch viel mehr hier erwähnt werden, die violette Version der No Hope-EP „Possessed Addicted But Still Reborn“ beispielsweise, was aber nicht heißen soll, dass diese Platte nur schön aussieht. >looki looki< Mitnichten, die Musik ist meiner Ansicht nach großartig. Doom-Metal vom Feinsten!

Ein ganz anderes musikalisches Kaliber ist Get Well Soon, die Band um Konstantin Gropper, die im November in drei aufeinander folgenden Wochen gleich drei 10“-Schallplatten in liebevoll gestalteten Hüllen veröffentlicht hat.

Get Well Soon EPs

Was Musikvideos betrifft – dazu kann ich keinen Senf abgeben, denn ich schaue mir nur selten Musikvideos an. Dank dem ewigen Hin und Her mit der GEMA sind ohnehin viele Videos für mich nicht auf legalem Wege zugänglich und außerdem hab ich’s mehr mit Livemitschnitten.

Zum Anschluss ein kleiner Ausblick auf das nächste Jahr: Viel geplant habe ich noch nicht, aber es wird auf jeden Fall einiges Interessantes auf mich zukommen, da bin ich mir ganz sicher. Surrender The Crown sind nämlich schon fleißig am Arbeiten an Songs für ihr zweites Album und das kann nur gut werden! Johnboy sind da schon ein Schrittchen weiter, denn die Aufnahmen für das neue Album – bereits das sechste – laufen schon auf Hochtouren. Und der 10. Oktober 2015 ist auch schon fest in meinem Terminplan verankert, dann findet nämlich das nächste GaS goes Rock-Festival statt.

In diesem Sinne: Habt einen guten Start ins Jahr 2015, das hoffentlich ein schönes, friedvolleres, gesundes und vor allem rockiges Jahr werden wird!

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