21Octayne und Ampersphere in Zweibrücken (Hobbitkeller, 25.11.2014)

Heute kann ich meinen Lesern eine Premiere der ganz anderen Art bieten: Vor fast einem Monat schon rockten zuerst Ampersphere und danach als Headliner 21Octayne im Zweibrücker Hobbitkeller – so viel Zeit ist noch nie vergangen zwischen einem Konzert, das ich besucht habe, und dem entsprechenden Konzertbericht! Auch wenn ich zwischendrin immer mal wieder ein bisschen daran gearbeitet habe, hatte ich einfach viel zu viel um die Ohren, sodass das Ganze eben jetzt erst fertiggeworden ist. Allerdings verblasst die Erinnerung umso mehr, je länger man wartet, sodass ich mich hier fast schon gezwungenermaßen etwas kürzer fassen muss als üblich.

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Im Fall von Ampersphere ist das ja beinahe schon verzeihbar, denn über die Band aus Zweibrücken gab es in den letzten Monaten in Luzies Welt einiges zu lesen. Dennoch ist jedes Konzert der vier Herren einzigartig und der besondere Faktor an jenem Abend waren wohl die vielen Zuschauer. Ich glaubte, ich sehe nicht recht, als es irgendwann auf der Veranstaltungsseite bei Facebook hieß, dass man sich mit dem Ticketkauf beeilen sollte, weil nur noch wenige Karten verfügbar seien. Fast 150 wären schon verkauft. Äh – sollte das ein Scherz sein? So viele Leute passen doch gar nicht in den Hobbitkeller, dachte ich. Und in der Tat habe ich den Raum unter dem Gewölbe noch nie so voll erlebt wie an jenem Abend. Wer zu spät kam, musste sich mit einem Platz im Thekenbereich begnügen, und selbst ganz vorne waren durch die Menschenmassen die Bewegungsmöglichkeiten so eingeschränkt, dass ich gar nicht gescheit knipsen konnte. Immerhin herrschte bei diesem Konzert, anders als sonst, Rauchverbot und das fand ich absolut klasse!

Setlist AmpersphereWunderbar war auch das aus älteren (z.B. „No End In Sight“) und neuen Songs (z.B. „Wortschtkääs“ aka „Worst Case Reality“ oder „Prophets“) bestehende Programm der Alternative-Rock-Band aus Zweibrücken, die sich aus Sascha Dopf (Gesang, Gitarre), Thorsten Winkler (Gitarre, Gesang), Ronny Stenger (Schlagzeug) und – immer noch – Jessie Schmidt (Bass) zusammensetzt. „Immer noch“ ist so zu verstehen, dass Jessie, Gitarrist von Colaris, nur die Vertretung am Bass übernimmt, bis ein Bassist, der fest zu Ampersphere gehört, gefunden ist. Jessies Band hat jedoch nach wie vor dasselbe Problem, also wenn ihr Bass spielt und eine Band sucht, dann hört doch mal in die Musik von Ampersphere und Colaris rein (>hier< zum Beispiel) und meldet euch bei den Bands, wenn das etwas für euch wäre!

Am 27. Dezember spielen Ampersphere ihr letztes Konzert für dieses Jahr, und zwar zusammen mit The Maja Project und Emelent im Erdgeschoss / Gasthaus Sutter in Zweibrücken.

Für eine etwas größere Version hier und bei der anderen Galerie bitte auf das jeweilige Foto klicken!

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21Octayne kannte ich bis dahin gar nicht, aber was da an meine Ohren drang (zunächst übers Internet, damit ich nicht so ganz unvorbereitet beim Konzert erscheine), gefiel mir – Rockmusik der etwas härteren Gangart – und die vier Musiker machten auf der kleinen Bühne eine Wahnsinnsstimmung und gingen ihrem Job mit Leidenschaft nach. Vielleicht ist dafür ein wenig auch der Konzertort selbst verantwortlich, denn man erfuhr im Laufe des Abends, dass die Idee, eine Band zu gründen, vor einigen Jahren wohl genau hier, im Gasthaus Hobbit, heranreifte. Man merkt an dieser Stelle, dass das Quartett nicht bloß seine Lieder herunterspielte, sondern immer mal wieder mit dem Publikum interagierte und auch sonst ein abwechslungsreiches Programm bot. So gab es ein Drumsolo, bei dem der hinter einer Plexiglasscheibe agierende Alex Landenburg einmal so richtig im Mittelpunkt stand, während der Sänger Hagen Grohe links vorne im Eckchen neben dem technischen Equipment kauerte, wie auch bei den anderen Momenten, in denen seine drei Bandkollegen mehr in den Fokus gerückt wurden. Marco Wriedt hatte gleich mehrere hübsche Gitarren dabei, eine PRS, eine Gibson Les Paul und eine Akustikgitarre, und kam ein paarmal ganz nach vorne, um direkt vor den Nasen der Zuschauer in die Saiten zu hauen. Auch Andrew „The Bullet“ Lauer schien das größte Vergnügen zu haben, wenn ich seine Mimik richtig deutete, selbst wenn er einmal ganz ohne Bass bloß fürs Mitsingen verantwortlich war. Sobald Hagen hinterm Mikro stand, war der Mann unermüdlich in action, tanzte, gestikulierte und suchte auch schon mal direkten Augenkontakt mit den Zuschauern – oder mit den anderen Bandmitgliedern, die mit ihren Instrumenten genauso abrockten wie er selbst, man sieht es ja an den Fotos.

Die meisten Lieder, die an diesem Abend gespielt wurden, stammen aus dem Album „Into The Open“, das im Mai 2014 veröffentlicht wurde und das bei etlichen Besuchern, die absolut textsicher mitsangen, bekannt sein dürfte.

Auch wenn 21Octayne eine recht junge Band ist, spürte man, dass alle vier Musiker in den vergangenen Jahren getrennt voneinander viele hochwertige Erfahrungen im Musikzirkus sammeln konnten, indem sie mit namhaften Künstlern musizierten, sei es im Studio oder bei Tourneen quer über den Globus – beste Voraussetzung, um nun mit der eigenen Band so richtig durchzustarten!

Am 26. Dezember stehen 21Octayne noch einmal auf der Bühne, und zwar in Hamburg (Grünspan) zusammen mit Ohrenfeindt.

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