GaS goes Rock Gitarren-Spezial: Matthias Gänswein

Eine gefühlte Ewigkeit lang bin ich auf der Suche nach einem Linkshänder-Gitarristen gewesen, der mir eine Geschichte über eine seiner Gitarren schreibt. (Bitte nicht aufregen, dass ich in dem Satz nicht auch die weibliche Form verwendet habe! Eine GitarristIN zu finden, die dazu bereit ist, mit mir über eine ihrer Klampfen zu plaudern, hat sich ja bereits als annähernd unmöglich erwiesen – die einzige Gitarristin, die hier schon zweimal über ihre Gitarren berichtet hat, Tara Pinsler, spielt noch nicht mal in einer Band! Insofern ist das Finden einer LinkhänderIN an der Gitarre mit Ambitionen zum Erscheinen in Luzies Welt wohl eine Sache, die nur in meinen Träumen existiert!) Einen GitarristEN, der mit links spielt, habe ich inzwischen gefunden, die Story ist in Arbeit. Wie der Zufall es will, ist aber auch einer der Gitarristen, die beim nächsten GaS goes Rock Festival am 11. Oktober auf der Bühne stehen werden, Linkshänder, und von ihm kann ich jetzt schon eine nette Geschichte präsentieren.

Gitarre Stereo Dynamite 2Der junge Mann, um dessen Gitarre es im Folgenden geht, heißt Matthias Gänswein und zusammen mit Fabi (Bass, Backgroundgesang) und Gäschi (Drums) spielt und singt er in der Band Stereo Dynamite, die ihre Musik in die Schublade Punk/Hardcore einordnen. Über Facebook kann man sich die fünf Songs der Ende 2011 veröffentlichten EP „We Are The Dynamite!“ anhören, die Homepage der Band bietet sogar einen kostenlosen Download der EP als Dankeschön für den jahrelangen Support an.

GaS goes Rock 2014 FlyerDie drei Musiker stammen aus Freiburg im Breisgau und Tübingen, was ja nicht gerade in der Nähe vom GaS goes Rock-Veranstaltungsort (Neunkirchen/Saar) liegt; die Tatsache, dass für die dritte Ausgabe von Gas goes Rock (zählt man das Akustik-Festival mit, dann ist es bereits die vierte) auch Bands von weiter her verpflichtet werden konnten, zeigt, dass das Festival langsam, aber sicher am Wachsen ist. Auch der Headliner des Abends, die belgische Band Steak Number Eight, hat eine weitere Anreise als die anderen Bands – Johnboy, Indelicate, When We Collide, Me In A Million und Greedy Bees –, deren Mitglieder fast alle im Saarland oder in den angrenzenden Regionen beheimatet sind. Auf jeden Fall wird dieses Festival, dessen Erlöse der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland e.V. gespendet werden, eine Veranstaltung, die man nicht verpassen sollte. Und nun gebe ich ab an Matze von Stereo Dynamite:

Eines muss ich vorab schonmal sagen: Ich bin an dieser Stelle sicherlich nicht der klassische Gitarrist, der nun stundenlang im Fachjargon über seine Klampfe, Tonabnehmer & Equipment philosophiert, aber das spiegelt auch die Auswahl meines Tops, meiner Pedals, meiner Gitarre und unserer Musik wieder, daher verliere ich dazu gerne ein paar Worte…

Ich spiele eine ESP LTD EC-1000 VBK LH Vintage Black, Lefthand. Bei der Auswahl dieser Gitarre gab es für mich zwei Faktoren zu beachten.
1) Man beachte die Lefthand-Bezeichnung: Jeder Linkshänder da draußen weiß, wie bescheiden es ist, seine Traumgitarre zu finden, denn das Sortiment ist nach wie vor ein Witz. Doch glücklicherweise ist mir das gelungen…
2) Da ich der einzige Gitarrist in unserer Band bin, benötige ich eine Gitarre, die in den tiefen Regionen ordentlich Druck erzeugt, in den Höhen jedoch nicht zu schrill/ zu metal klingt. Diese Kombination prägt unseren Sound und ist somit mehr als wichtig für Stereo Dynamite. Mit dieser Klampfe/Marke funktioniert diese Gratwanderung so hervorragend, dass meine Zweit-Gitarre mittlerweile eine ESP LTD EC-401 Olympic White left ist.

Auch von dieser sowie von einer anderen weißen Gitarre, einer Hagstrom, hat Matze die Kopfplatten fotografiert und die Bilder sollen euch nicht vorenthalten bleiben:

Ich stehe extrem auf mattschwarze & weiße Gitarren… Das erklärt vermutlich das Design, und die „LesPaul“-Form war schon immer mein Traum.

Als i-Tüpfelchen für mich durfte ich mich seit vorletztem Jahr „ESP endorsed“ schimpfen, ein Traum, den wohl jeder Musiker irgendwann einmal im Hinterstübchen hegt…

Gitarre Stereo Dynamite

Weiter zum Rest: Mein Top ist ein Orange Rocker 30 (Orange TH30H ähnlich) und meine Gitarrenbox eine klassische Marshall 4x12er. Nun gut, das Topteil gehört eigentlich unserem Bassisten, ich hatte zu Beginn ein anderes, das aber nicht mit einem Orange mithalten konnte. Das Topteil an sich klingt super, ist super schlicht mit „Clean & Dirtysound“ ausgestattet und den klassischen Höhen, Mitten und Tiefen… Mehr gibt es dazu nicht zu sagen… Schlicht, ohne unnötige Schnörkel, die ich bei unserem Sound nicht benötige… Ich bin mehr als zufrieden mit dieser Kombi und ich denke, zu einer soliden Marshall Box muss ich keine weiteren Worte verlieren…

Foto von Matthias Perl, www.presseregional.de

Foto von Matthias Perl, http://www.presseregional.de, zur Verfügung gestellt von Matthias Gänswein

Mein Pedalboard sieht auch nicht sonderlich spannend aus. Darin befindet sich der Orange Foot Switch FS-1, das Volume-Pedal Boss FV-500-H, ein Wireless-Sender, der ein Vorgänger vom Shure BLX14/B98 Q25 sein sollte, und das Morley VAI-II Wah.
In unseren Songs kommt keine „cleane“ Gitarre vor, manche Songfragmente sind jedoch angezerrt. Hierfür verwende ich das Boss FV-500-H, das ich lediglich für das leichte Entzerren der Gitarre verwende. So werden die Parts nicht zu langweilig, da der angezerrte Sound das Ganze ein wenig „breiter“ macht.
Ich habe zu Beginn dieser Band einige Verzerrer-Pedale wie den Tubescreamer und andere Klassiker getestet und bin zu guter Letzt wieder zum „Verzerrer des Topteils direkt über die Röhren“ zurückgekehrt, da mir die Pedale in Kombi mit meinem Stuff einfach nicht gefallen haben. Das Wah benutze ich eher selten für ein paar Bendings, mehr passiert damit jedoch nicht. Wenn man es also genau nimmt, würde ich mit dem Volume-Pedal alleine eine Show spielen können.
Ach ja, ich habe noch einen Korg Pitchblack BK Tuner, klingt nun erst einmal uninteressant, bis man letztendlich versucht, an einem Billigteil seine Gitarre mit einem Drop-C Tuning zu stimmen… Haha.

Als Abschluss könnte ich wohl sagen, dass ich super zufrieden mit meinem Equipment bin. Das Einzige, was in ferner Zukunft noch dazukommen wird/soll, ist eine zusätzliche Kombo, die speziell in den Höhen den Sound nochmal verfeinern soll…

Wie das Ganze klingt, checkt ihr am besten beim Gas goes Rock am 11. Oktober!
Cheers,
Matze (Stereo Dynamite)

Gitarre Stereo Dynamite by estra dragon

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