Serengeti-Festival (Samstag, 16.08.2014)

Gerade wenn mich ein Festival dorthin verschlägt, wo ich noch nie zuvor gewesen bin, erkunde ich gerne ein bisschen die Umgebung und diese typisch norddeutsche Backsteinarchitektur hätte mich genauso wie das sehr ländliche Umfeld zu ein wenig Sightseeing gereizt. Allerdings kam ich wegen einer Familienfeier (und diversen Staus auf der Autobahn, Freitagnachmittag halt…) so spät in Schloss Holte-Stukenbrock an, dass es schon dunkel war. Der Sommer neigt sich eben schon seinem Ende zu. Noch dazu war ich nach dem Festessen und der langen Autofahrt ziemlich platt und hielt es daher für sinnvoll, meine Energien für das Festival am nächsten Tag aufzusparen und das Hotelzimmer nicht mehr zu verlassen.

Nach einem Frühstück mit allem, was das Herz begehrt, hielt mich aber nichts mehr im Hotel, zumal meine Bekannten auch schon zeitig vor Ort sein wollten und mit ein bisschen Gesellschaft und Plaudereien ist’s doch gleich viel schöner als ganz alleine.
Es war aber mal wieder alles sehr abenteuerlich und chaotischer als nötig, wie so oft, wenn es um die originäre Begegnung mit diesen haarigen Schotten geht. Die Frage „Warum tu ich mir das an?!“ tauchte mehrmals am Tage wie ein Pop-up-Fenster in meinem Hirn auf, aber spätestens ab 22.45 Uhr, als Biffy Clyro beim Serengeti-Festival die Bühne für sich beanspruchten, hatte ich die Antwort überdeutlich vor meinen Augen… und in meinem Gehörgang.

DSCF0818Ats

Mein letztes Biffy-Konzert für eine ganze Weile… ich kann es noch gar nicht richtig fassen, dass ich Simon, Ben und James wie auch Gambler und Mike wohl erst im Jahr 2015 wiedersehe, wenn nicht erst 2016! Aber dieses letzte Mal war so wunderschön, dass ich – zusammen mit den anderen Biffy-Erlebnissen der vergangenen Wochen – wohl noch eine Zeitlang davon zehren kann.

Außer der Band aus Schottland waren an diesem Tag Tim Vantol & Band, Deez Nuts, SDP, Guano Apes und NOFX auf der Mainstage zugange, und im Folgenden gibt es zu jeder Band ein paar Worte und Fotos.

DSCF1153ts

So bombastisch wie der Tag endete, so unerfreulich war der Vormittag. Lange hatte ich überlegt, ob ich mich zu Fuß, mit dem Shuttlebus oder mit meinem Auto zum Festivalgelände begeben soll, und ich entschied mich letzten Endes für das Auto, weil es für mich nicht klar genug war, wo der Shuttlebus nach dem Festival abfahren würde und ob der Andrang überhaupt bewältigt werden könnte. Manchmal ist die örtliche Infrastruktur bei solchen Großevents ja komplett überlastet und ich wollte weder ewig lange alleine da stehen mitten in der Nacht noch alleine durch die Dunkelheit in Richtung Hotel irren.
Blöd nur, dass ich direkt bei der Ankunft am Tagesparkplatz vor dem Problem stand, dass ein weiß-rotes Absperrband mir die Einfahrt verwehrte. Weit und breit niemand zu sehen auf dem abgeernteten Maisfeld außer einer Security-Frau, die ganz hinten irgendetwas an den dort abgestellten Fahrzeugen kontrollierte und sich dann auf den Weg zu mir machte – ich parkte ja hübsch dekorativ auf dem Seitenstreifen der Landstraße –, um mir mitzuteilen, dass der Parkplatz erst um 13.30 Uhr öffnen würde, weil dann erst die Dame mit der Kasse käme. Ich könne bis dahin ja ein Eis essen oder shoppen gehen. Äh, wie bitte? Ich war für einen Moment sprachlos und schaute wohl ziemlich doof aus der Wäsche. Wo ich alternativ parken könnte und wo die Mädels, auf die ich wartete, ihre beiden Fahrzeuge abstellen sollten, konnte die Dame mir nicht mitteilen. Irgendwo in der Stadt eben. Gibt’s ja gar nicht!

Im Nachhinein finde ich es seltsam, dass nicht der Vorschlag kam, mir im nahegelegenen Safari-Park für einen minimalen Eintrittspreis (dank Festivalticket) Löwen, Giraffen, Tiger und ähnliche Wildtiere anzuschauen, so wie unzählige Bands und vermutlich auch einige Festivalbesucher das auch machten. Auf dem Parkplatz dieses Freizeitparks hätte ich zudem mein Auto bequem zwischenlagern können.

DSCF0656ts

Nachdem nach Aussage der recht taffen Frau bereits einen Tag zuvor dasselbe Problem x-fach aufgetreten war, fragte ich mich, warum die Information, dass der Tagesparkplatz erst um 13.30 Uhr öffnet, nicht auf den Internetseiten des Festivals ergänzt wurde. Das wäre doch so einfach gewesen vonseiten des Veranstalters und so viel angenehmer für alle Beteiligten! Ich war nämlich an diesem zweiten Festivaltag trotz der frühen Uhrzeit nicht die Einzige, die vor verschlossenem Parkplatz stand und Erklärungen für den Missstand haben wie auch Alternativen aufgezeigt bekommen wollte. In den paar Minuten, in denen ich mich dort aufhielt, kamen noch zwei weitere Grüppchen mit ihren Fahrzeugen angetuckert und die wussten genauso wenig wie ich, was sie jetzt mit ihren Autos machen sollten.

Ich war dank Anreisestress am Vortag und Übernachtung im Hotel zumindest ausgeruht. Noch mehr geärgert hätte ich mich, wenn ich – wie meine Bekannten – nach stundenlanger Anfahrt vor diesem dämlichen Absperrband und einem riesigen Feld mit Platz für viele Autos gestanden hätte!

Meinen Wagen stellte ich schließlich unweit des Parkplatzes in einer Art Parkbucht hinter dem Seitenstreifen ab, wusste aber nicht, ob ich ihn dort stehen lassen kann, weil überall Parkverbotsschilder aufgestellt waren, aber die bezogen sich auf den Seitenstreifen und diese kleine asphaltierte Fläche an der Brinkkapelle, auf der auch meine Bekannte ihr Auto geparkt hatte, lag ja dahinter. Da ich wenig Lust auf einen Strafzettel hatte und schon gar nicht wollte, dass mein Auto abgeschleppt wird, bloß weil die Betreiber des Festivals nicht in der Lage waren, eine entscheidende Information zu kommunizieren, und weil ich mein Auto ja irgendwo in der Nähe des Festivalgeländes abstellen MUSSTE, um nicht, wie schon erwähnt, mitten in der Nacht alleine ewig lang durch die Wildnis zu staksen, fragte ich einen der Einsatzkräfte vor Ort, ob ich dort parken dürfte, aber das wusste der Mann nicht, und er schickte mich zum nächsten, der mir aber auch nicht weiterhelfen konnte und das setzte sich noch ein wenig so fort… Selbst die Leute, die in dem angrenzenden Haus leben und gerade vor der Haustür waren, hatten keine Ahnung, ob ich dort parken darf oder nicht. Irgendwann hieß es dann von der weiter oben schon erwähnten Frau, zuständig für die Parkregelung sei die Stadt, aber von denen war natürlich niemand vor Ort. Und an einem Samstagmorgen bei der Stadtverwaltung anzurufen, wäre wohl zwecklos gewesen. Alles in allem ziemlich zermürbend, auch wenn die Herren in den Warnwesten nett waren. Aber planlos. Ein gutes Gefühl hatte ich jedenfalls nicht.

Zum Glück verliefen die folgenden Stunden weitaus angenehmer, auch wenn die Tatsache, dass die anderen Mädels unseres Grüppchens von einer anderen Richtung herkommend von einem der Einsatzkräfte auf den Tagesparkplatz gelotst wurden (Ja, genau der, der von der anderen Seite nicht befahrbar war.), für ein wenig Stirnrunzeln sorgte und noch einmal deutlich machte, dass A nicht wusste, was B angeordnet hatte.

Sobald der Eingangsbereich des Festivalgeländes öffnete, folgte das nächste unerfreuliche Erlebnis: Diejenigen mit Hardtickets bekamen sofort ihr Bändchen ums Handgelenk gelegt und konnten sich schon einmal an den Schleusen, die ins Innere führten und wo die Taschenkontrolle durchgeführt wurde, anstellen. Der Scanner für die E-Tickets war aber noch nicht bereit und je länger die Schlangen am Eingang wurden, desto länger wurde auch mein Gesicht (und auch die anderen Leute mit E-Ticket sahen ziemlich unglücklich aus), was der junge Mann mit dem Scanner auch noch zum Anlass nahm, mich zurechtzuweisen. Schließlich öffnete das Festivalgelände erst um 15 Uhr und es war ja noch vor 15 Uhr, also hätte ich überhaupt kein Recht, mich zu beschweren, was ich ja eigentlich auch nicht getan hatte. Ich stand da bloß ziemlich unglücklich, während die anderen aus meiner Gruppe in dem Pulk von Leuten am Einlass für mich schon gar nicht mehr sichtbar waren. Als ich versuchte, meinem Gegenüber sachlich zu erklären, worin für mich in dem Moment das Problem lag (dass ich quasi als eine der Ersten vor Ort war, um einen guten Platz zu bekommen, und jetzt hunderte von Leuten vor mir da reingehen würden, weil es nicht meine Art ist, mich in einer Warteschlange vorzudrängeln, und ich mich etwas unwohl fühlte, weil ich meine Bekannten aus den Augen verloren hatte) und dass ich ja schon Ärger wegen der Parkplatzsituation hatte, schien der gar nicht richtig zuzuhören und meinte dann auch noch nicht allzu freundlich, dass ich jetzt weder ihm noch mir die Laune verderben soll – was überhaupt nicht mein Anliegen war (!), aber durch das Verhalten von diesem Typ bekam meine Stimmung einen richtigen Dämpfer, denn ich finde, so muss man nicht mit anderen Leuten umgehen. Ich habe Geld bezahlt für dieses Festival und war stundenlang unterwegs, aber selbst wenn ich direkt aus dem Ort wäre und ein Freiticket gehabt hätte, hätte ich es als unangemessen empfunden, mich so anpflaumen zu lassen!

Entsprechend geladen ignorierte ich dann einfach mal meine guten Manieren, nachdem das technische Gerät endlich funktionierte, und wühlte mich an den Anfang der Warteschlange zu meinen Mädels durch.

Natürlich musste ich den Rest meines Studentenfutters und die getrockneten Aprikosen am Einlass in den Müll werfen, während anderswo Menschen verhungern. Diese Lebensmittel mitzunehmen, hätte dem Festival vermutlich einen gigantischen finanziellen Schaden zugefügt, weil ich mir mit Studentenfutter und Aprikosen in der Tasche sicherlich nichts zu essen gekauft hätte, was ich ohnehin nicht tat. Oder wollte man bloß vermeiden, dass ich die Nüsschen als Wurfgeschosse benutze? In der Stimmung, Zeug um mich zu werfen, wäre ich gewesen, aber ich kann mich ja beherrschen. Dennoch wäre es schön gewesen, wenn irgendwo auf den Internetseiten des Festivals zu lesen gewesen wäre, dass man nichts, aber auch wirklich gar nichts Essbares mitnehmen darf zum Festival. Ich fragte mich allmählich, warum ich überhaupt meine Zeit damit verschwendet hatte, all die Informationen und F.A.Q.s zu lesen!

DSCF0700Ats

Zum Glück startete das Musikprogramm pünktlich um 15.30 Uhr! Als Tim Vantol und seine Band mit Folk-Rock-artigen Klängen das Geschehen auf der Mainstage eröffneten, schraubten die beiden Saiteninstrumenttechniker von Biffy Clyro bereits an den Instrumenten von Simon und James herum und das Neubesaiten und Polieren sollte bis auf ein paar Unterbrechungen bis in die Abendstunden andauern.

Trotz der frühen Stunde machten Tim & Co. schon ganz schön Stimmung und mir gefiel, was es da zu hören und zu sehen gab. Vor allem den Kontrabass, den Justin Ghijsen spielte, fand ich interessant, aber natürlich auch die Akustikgitarre von Gibson in den Händen des singenden Frontmannes. Für noch mehr Gitarrenpower sorgte Sjors van Reeuwijk an einer Fender mit weißem Korpus. Die Namen lassen schon erahnen, dass die Musiker in den Niederlanden beheimatet sind.

Bei einem Lied, das Tim all denjenigen widmete, die jemanden vermissen, war nur der Sänger mit seiner Akustikgitarre auf der Bühne und kam sogar an einer Stelle an den vorderen Bühnenrand, um dem Publikum seinen Text ganz ohne Mikro entgegenzuschmettern. Wow, Gänsehaut! Um mich herum befanden sich einige Leute, die die Band ganz offensichtlich kannten und aus Leibeskräften mitsangen und tanzten, und diejenigen, für die Tim Vantol und seine Kollegen bis dahin gänzlich unbekannt waren, animierte der junge Mann zum Mitsingen, indem er ihnen den Refrain „Nothing is what it seems, is what it seems“ vorgab. Gegen Ende des halbstündigen Sets bedankte sich der Musiker beim Publikum, wünschte gutes Wetter und drückte seine Freude darüber aus, das tun zu dürfen, was er am liebsten macht. Außerdem erklärte er, dass der Schlagzeuger, Sergei Oei, bloß die Vertretung darstellt, weil der eigentliche Drummer der Band gerade im Urlaub sei. Vor dem letzten Lied hieß es „This is for all those who believe and for those who don’t – I still love you”. Das war ein schöner, netter Start!

Für eine etwas größere Version – hier und bei den anderen Galerien – bitte auf das jeweilige Foto klicken!

Bei diesem ersten Konzert wurde auch klar, wozu die drei Podeste vor der Bühne, eins links, eins in der Mitte, eins rechts, dienen würden: als Plätze für die Kameraleute vom WDR, die Teile des Programms für ihre „Rockpalast“-Reihe filmten. Ich hoffte inständig, dass der Kameramann direkt vor meiner Nase mir nicht so viel von der Sicht auf die Bühne versperren würde, was dank geschickt platzierter Mikrofone auch überwiegend der Fall war.

.

Auf die Singer/Songwriter-Musik folgte durch die Band Deez Nuts ein ganz anderes musikalisches Kaliber und auch rein optisch könnten die Musiker der beiden Bands kaum unterschiedlicher sein. Hardcore aus Australien war nun angesagt!

Während Matt Rogers an der Gitarre den Coolen raushängen ließ und – passend zu seinem Spitznamen Realbad – recht grimmig schaute, das Haupt zumindest anfangs mit der Kapuze seines Hoodies umhüllt, war der großflächig tätowierte Bassist Sean Kennedy zwar genauso cool, wirkte jedoch auf mich ein wenig zugänglicher und warf sich auch mal auf der anderen Seite der Bühne in die Ich-stelle-einen-Fuß-auf-den-Monitor-Pose. Recht schnell wurde klar, dass der Vocalist JJ Peters, ebenfalls im Hoodie und unter der Kapuze noch eine Schirmmütze auf dem Kopf, der das Bühnengeschehen beherrschende Chef ist und der bemühte sich von Anfang an um eine intensive Interaktion mit dem Publikum, schaute manche Leute direkt an – entweder begeistert angesichts ihrer Textsicherheit oder mit einer Mimik, die deutlich machte, dass er sich über mehr Enthusiasmus für sein Tun freuen würde. Er sprach manche Zuschauer auch an, widmete beispielsweise ein Lied demjenigen im Publikum, der anscheinend zwei Brillen anhatte, und meinte außerdem „I don’t wear glasses, so I can’t imagine how it is to wear two!“ Auch ein bisschen Bauchpinseln war angesagt, denn ein Lied war ausdrücklich NICHT an das Publikum vor Ort gerichtet, weil der Text so „mad negative“ sei, es sei ein Song „for the person you hate the most“ und die Lyrics haben es echt in sich: „Go fuck yourself you ain’t no one to us, go fuck yourself you ain’t one we can trust, and when you got no one we’ll give a fuck, ashes to ashes dust to dust.” Ich war umzingelt von Leuten, die sämtliche Texte mitgrölten und sich dadurch das eine oder andere anerkennende Augenzwinkern von JJ Peters einhandelten.

Großartig fand ich seine Reaktion auf die „Wall of death! Wall of death!“-Rufe mancher Zuschauer: Der Sänger machte deutlich, dass er diese Spielchen überhaupt nicht mag, meinte aber: „If you wanna run into each other like idiots just do it!“, womit das Kapitel „Wall of death“ ad acta gelegt war. Dennoch ging es ein paar Reihen hinter mir ganz schön rund, aber das gehört zu dieser Art von Musik einfach dazu. Ich war daher froh, fernab der Anrempelzone zu stehen und ohne Panik, ganz entspannt in dem Rhythmus, den Alex Salinger an den Drums vorgab, mitwippen zu können, denn mir gefielen die härteren Klänge aus Australien und ich würde mir Deez Nuts jederzeit noch einmal anschauen. Die Festivalorganisatoren denken diesbezüglich wohl ähnlich, denn die Band aus Australien trat bereits vor zwei Jahren auf dem Serengeti-Festival auf.

Bei setlist.fm kann man nachschauen, welche Songs in diesem Jahr gespielt wurden.

.

Nachdem es beim Taubertal-Festival während des Auftritts von SDP ziemlich ruppig zugegangen war, wurde es mir immer mulmiger, je näher die stage time dieser Band rückte. Es zeigte sich aber, dass die Serengeti-Festivalgemeinde zu dieser Zeit des Tages noch recht friedlich war, sodass ich mich auf die Band und ihre Texte konzentrieren konnte und nun auch in der Lage bin, ein paar Zeilen darüber zu schreiben.

SDP, das sind Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin sowie einige Begleitmusiker. Nach Angaben der beiden Männer am Mikro, die ihren Auftritt in Uniformen begannen, handelt es sich allerdings keineswegs um irgendeine Band, sondern vielmehr um die neue Regierung, und zwar die der Bunten Rapublik Deutschpunk, wie jeder dem Banner an der Rückwand der Bühne entnehmen konnte. Witzige Texte auf Deutsch, zum Teil in Form von Sprechgesang – das war schon wieder eine ganz andere Musikrichtung als bei den beiden Bands zuvor, aber der Raum direkt vor der Bühne war erneut proppenvoll. Nach jeder Band tauschte sich die Zuschauermasse fast komplett aus, sodass diejenigen, die ihre Lieblingsband ganz aus der Nähe erleben wollten, tatsächlich auch die Möglichkeit dazu hatten. Bloß die Leute in der ersten Reihe waren wohl den ganzen Tag lang dieselben…festgetackert an die Barriere.

Texte wie „Ey, ey, wir ticken nicht ganz sauber. Wir sind zurück, die Klapse hat heut‘ Ausgang.“ oder „Das Leben war voll einfach, Mann, als ich Mädchen noch scheiße fand. Ich fuhr sie einfach mit dem Dreirad an, als ich Mädchen noch scheiße fand.“ lassen einen zugegebenermaßen schmunzeln und den Gedanken „Ich hab gar nicht so viel Mittelfinger, wie ich zeigen will.“ hatte vermutlich jeder schon mindestens einmal. Das erklärt zusammen mit den eingängigen Melodien den Erfolg dieser Band, die auf der Bühne nicht nur musiziert, sondern auch entsprechend spaßige Überleitungen bzw. Hinführungen zu den Liedern bietet und stellenweise wahrscheinlich ganz bewusst an der Grenze des guten Geschmacks kratzt, indem zum Beispiel „Ne Leiche“, die plötzlich und völlig unerklärlich im eigenen Keller aufgetaucht ist, mal eben schnell per Wurf ins Publikum entsorgt wird.

Durch das Taubertal-Festival war ich vor der irgendwann anstehenden Druckluft-Dusche gewarnt und ging auf Tauchstation, sobald Vincent Stein die am vorderen Rand der Bühne liegende Düse in die Hand nahm, um damit die Zuschauermenge mal ordentlich durchzufönen.

Obwohl der Auftritt kurzweilig und unterhaltsam war, ist SDP nach wie vor nicht mein Fall, weil ich einfach mit der Art von Musik nicht viel anfangen kann. Ich denke, wenn es die Band früher, als ich Die Ärzte toll fand, schon gegeben hätte, wäre mein jüngeres Ich begeistert gewesen.

.

Auch die Guano Apes hatte ich eine Woche zuvor bereits live gesehen, beim Rocco del Schlacko, und ich muss zugeben, dass mich die Show beim Serengeti-Festival mehr beeindruckte, auch wenn ich sie nicht so richtig genießen konnte, da der Moment gekommen war, an dem das Publikum völlig am Rad drehte und ich so meine Mühe hatte, mit dem grässlichen Gedrücke und den Crowdsurfern klarzukommen.

Ein ganz dickes Lob möchte ich an dieser Stelle den Herren von der Securityfirma Owl aussprechen! Sowohl diejenigen, mit denen ich vor dem Einlass plauderte, als auch die Leute vor der ersten Reihe waren supernett und letztere erledigten ihren Job mit Bravour, schauten immer wieder nach, ob bei den wie Ölsardinen in der Dose zusammengequetschten Zuschauern alles okay ist, fragten einzelne Leute, ob es ihnen noch gut geht und schienen sich wirklich zu kümmern um die Leute vor ihnen. Als irgendwann so ein 2,15m-Honk meinte, mich mal eben völlig rücksichtslos beiseite schieben zu müssen, um sich in die erste Reihe zu quetschen, kam sofort einer der Security-Leute und schob das Riesenbaby zurück. Ich hoffe, das Karma wird sich bei beiden erkenntlich zeigen!

Für den Kameramann vom WDR klebte eine Setlist auf dem Podest vor mir, sodass ich auch jetzt noch nachvollziehen kann, welche Lieder von den Guano Apes performt wurden. Ich meine, es wären dieselben wie beim Rocco del Schlacko gewesen.

Setlist Guano Apes

Dass ich den Auftritt beim Serengeti trotz der chaotischen Zustände um mich herum mehr mochte, kann also nicht an den Songs liegen und dass es mich besonders anmachte, wie Sandra Nasic sich ab und zu auf dem Bühnenboden vor mir räkelte, schließe ich auch aus, auch wenn das zweifelsfrei gut aussah. Vielleicht war die Band selber ja besser gelaunt oder mein Unterbewusstsein sendete mehr positive Signale, was weiß ich. Irgendwann fasste die Sängerin einem der direkt an der Bühne stehenden Security-Menschen sanft an die Glatze und der Gesichtsausdruck des jungen Mannes, der zunächst offenbar gar keine Erklärung dafür hatte, was er da plötzlich an seinem Kopf spürt – er schaute ja in die Zuschauermenge und nicht auf die Bühne -, war zum Piepen! Kurze Zeit später schnappte sich die hübsche Frontfrau einen anderen Herrn, setzte sich auf dessen Schultern und ließ sich von ihm zu den Zuschauern tragen, um wirklich direkt vor deren Nasen zu singen. Das war schon sehr unterhaltsam! Warum Sandra Nasic ständig dieses kleine weiße Handtuch mit sich herumtrug und damit wedelte, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.

Da die Sängerin an jeder Stelle der Bühne einmal herumwuselte, war sie von überall gut zu sehen. Dank meiner perfekten Position in der Mitte hatte ich aber auch einen guten Blick auf Stefan Ude am Bass und zumindest auf einen Teil von Dennis Poschwatta und sein Schlagzeug (aufgrund der Höhe der Bühne verschwand die untere Hälfte aus meinem Blickfeld) und konnte mühelos die verschiedenen Gitarren von Henning Rümenapp bewundern.

Es war außer den beiden eine schwarz-weiße Gibson Les Paul im Einsatz, aber aufgrund des Gedrückes konnte ich in dem Moment, als Henning diese Gitarre benutzte, unmöglich Fotos machen.

Die Guano Apes zeigten, dass auch 20 Jahre nach der Bandgründung noch jede Menge Energie in ihnen steckt, und alle vier, insbesondere aber Sandra Nasic, wirkten so, als hätten sie einen Riesenspaß bei dem, was sie tun. Dass die Art und Weise, wie die Musiker ihrer Arbeit nachgehen, zudem absolut professionell ist, braucht im Prinzip gar nicht erwähnt zu werden, denn der Erfolg – ich denke da zum Beispiel an die Chartspositionen der Alben, aber auch an die positiven Reaktionen des Publikums bei den beiden Auftritten, die ich miterlebt habe – beweist ja, dass da erfahrene und fähige Leute am Werk sind.

.

Mit einem reggaeartigen Intro und der anschließenden Aussage von Frontmann Fat Mike, dass seine Band da jetzt eine Stunde lang spielen soll, startete der sehr kurzweilige, aber anstrengende Auftritt der legendären Punkrockband NOFX.

Anstrengend deshalb, weil natürlich wieder viel los war in Sachen Crowdsurfing und einige im Hintergrund so ausgelassen pogten, dass die ersten paar Reihen immer mal wieder zusammengedrückt wurden. Insofern war ich den fünfen dankbar um jeden Smalltalk, weil sich in der Zeit das Publikum wieder beruhigte und man wieder aufatmen konnte, bis es dann wieder weiterging mit Drücken, Schubsen und Crowdsurfen. Es war mir klar, dass es bei NOFX ein bisschen wilder zugehen würde, und ich überlegte die ganze Zeit, wann ich die Band aus den USA zum letzten Mal gesehen hatte. Ich glaube, das war 1992, als gerade El Hefe zu der Band dazugestoßen war und die EP „The Longest Line“ in meinem Umfeld rauf- und runterlief.

Damals wie heute fand ich es beeindruckend, wie viele Instrumente El Hefe beherrscht: Die Gitarre umgehängt spielte er beim Serengeti-Festival manchmal Posaune und bei einem anderen Lied die Trompete und reicherte die Musik dadurch mit den typischen Ska-Elementen an.

Im Vergleich zu den anderen Bands zierte im Fall von NOFX ein niedliches Banner die Bühnenrückwand:

DSCF0729Ats

Fat Mike, der hin und wieder aus einem an einem Getränkehalter am Mikrofonständer befestigten Becher mit Strohhalm schlürfte, nachdem er sein auf die Bühne mitgebrachtes Getränk dem Publikum geschenkt hatte, ging irgendwann darauf ein und meinte, die Band könnte sich ein aufwändigeres Banner nicht leisten. An späterer Stelle wurde das Low-Budget-Gespräch fortgesetzt, als er darauf hinwies, dass er den Bass, den er in dem Moment umhängen hatte, damals für 150 Deutsche Mark erworben hätte.

Auch weitere sicherlich nicht so ganz ernst gemeinte Sprüche richtete er an die Zuschauer. Beispielsweise wunderte er sich darüber, dass so viele Kinder im Publikum waren, und fragte sie, wo ihre Mütter sind und was das überhaupt für verantwortungslose Eltern seien, die ihr Kind auf ein NOFX-Konzert mitschleppen. Darüber hinaus foppte er immer wieder die Biffy Clyro-Fans aus Reihe 1 – anscheinend war auch dem Mann mit dem roten Iro irgendwie aufgefallen, dass da den ganzen Tag dieselben Leute standen, und anhand der Aufdrucke auf einigen T-Shirts waren zwei und zwei wohl schnell zusammengezählt.

Direkt am Anfang wurde das Publikum, zumindest die Fußball-Fans, erst einmal gebauchpinselt mit dem Hinweis, dass Deutschland Weltmeister ist (dank der letzten Fußball-WM), und später im Programm gab es ein Lied, in dem Deutschland als viel, viel besser als andere Länder dargestellt wurde. Oh the irony! Welche Songs gespielt wurden, kann ich beim besten Willen nicht sagen, „Stickin In My Eye“ und „Leave It Alone“ waren auf jeden Fall dabei und als allerletztes Lied diente „Kill All The White Men“. Das hätte ich gern so richtig genossen, aber durch Crowdsurfer am laufenden Band – wie die Flugzeuge in der Einflugschneise am Frankfurter Airport – war ich fast permanent abgelenkt.

.

Und dann war der große Moment gekommen. Mein letztes Biffy Clyro-Konzert für dieses Jahr, da ich nicht zu den Glücklichen gehöre, die Anfang Dezember nach Glasgow reisen können, und ich nicht glaube, dass noch irgendwelche Gigs, die ich besuchen könnte, stattfinden werden.

Vielleicht war das für mich sogar der letzte Biffy-Konzert-Start mit „Baby when you hooooold meeee“ nach dem Intro – bei einer neuen Tour gibt es möglicherweise auch ein neues Eröffnungslied. Umso mehr genoss ich, wie Simon Neil da mit geschlossenen Augen stand und sang, die Fender mit dem blauen Korpus umgehängt, die Zottelmähne noch in einem Zöpfchen gebändigt, zunächst nur ein kleiner Spot auf ihn gerichtet, während die anderen Musiker in der Dunkelheit verharrten.

DSCF0754Ats

Alle paar Sekunden wurde es heller auf der Bühne, bis der schnelle Part von „Different People“ begann, bei dem auch James Johnston (Bass, Gesang), Ben Johnston (Drums, Gesang), Gambler (Keyboard) und Mike Vennart (Gitarre, Gesang) so richtig loslegen durften und in ihrer ganzen Pracht gut beleuchtet zu sehen waren, abgesehen von Gambler und Mike vielleicht, die als bloße Liveverstärkung ihre Plätze ohnehin weiter hinten in den dunkleren Bereichen der Bühne haben (wobei das „bloß“ in keiner Weise respektlos gemeint ist, aber sie gehören eben nicht zum harten Kern der Band, die sich in den Medien als Trio präsentiert, und wenn man den Kreis der superwichtigen Personen in der Biffy Clyro-Mannschaft abgrenzen möchte, müsste man dafür nicht nur den Keyboarder und den zweiten Gitarristen erwähnen, sondern zumindest auch noch den Tourmanager Neil Anderson und natürlich die Bühnentechniker, die für einen reibungslosen Ablauf der Konzerte sorgen).

DSCF0755Ats

Gespielt wurden dieselben Lieder wie beim Rocco del Schlacko, mit dem einzigen Unterschied, dass statt „Victory Over The Sun“ „Spanish Radio“ gewählt worden war, bei dessen Anfang Simon wie so oft, seinen Rücken den Zuschauern zugewandt, in ein imaginäres Trompetchen blies.

„Dieselben Lieder wie beim Rocco del Schlacko“ heißt aber auch, dass ich wieder in den Genuss von „The Thaw“ kam – herrlich! Ich musste so lange darauf warten, diesen Song endlich einmal live zu hören und bekam ihn dann gleich zweimal innerhalb von acht Tagen präsentiert. Diesmal nahm ich auch das Intro zu diesem Lied, das Gambler am Keyboard liefert, so richtig wahr.

Ein ganz besonderes Schmankerl ist für mich auch immer wieder „57“ aus dem Debütalbum „Blackened Sky“. Das Lied fetzt dermaßen, vom ersten Gitarrenakkord an und bis zum Schluss, der auf ein Handzeichen von Simon hin wieder einmal extralang ausfiel! Hier können Simon und James den Elan, der in ihnen steckt, so richtig explodieren lassen, und Ben rückt durch das Singen des Refrains in den Fokus.

DSCF0868Ats

Gesang (falls man das so nennen kann) gab es auch von mir jede Menge, denn ich kann bei einem Konzert nicht bloß da stehen bzw. tanzen, sofern der Platz das erlaubt, sondern ich neige dazu, lauthals mitzugrölen, was mir manchmal ein bisschen peinlich ist, denn auch wenn ich selbst mich nicht höre, kann es ja sein, dass die Leute neben mir mein Gekreische sehr wohl mitbekommen… Bislang hat sich aber noch niemand beschwert oder über mich lustig gemacht, entweder aus Feigheit oder Wohlerzogenheit oder weil auch bei den anderen alle Sinne nur auf die Bühne gerichtet waren, was ich bei dem, was Biffy Clyro zu bieten haben, absolut nachvollziehen kann. Sobald James, Simon, Ben & Co. die Bühne betreten, scheint die Welt stillzustehen…

Blöd war nur, dass nach ein paar Liedern der Kameramann vom WDR zurückkehrte auf das Podest direkt vor mir und von da an James fast komplett verdeckte, was man an den Motiven meiner Fotos gut erkennen kann. Da ist der Herr am Bass wie auch Kollege Mike Vennart an der Gitarre rechts hinter ihm deutlich unterrepräsentiert. Weil es vor allem bei den rockigeren Liedern von Biffy Clyro im Publikum ziemlich rund ging und ich mehrmals fürchtete, dass mir durch den irren Druck von beiden Seiten ein paar Rippen brechen, war ich diesmal beim Fotografieren zwangsweise etwas zurückhaltender. Auch die vielen Crowdsurfer waren diesbezüglich und sowieso ziemlich lästig und gerade bei einem meiner Lieblingsmomente, dem „Gitarrekuscheln“ am Ende von – Wann war das noch? Bei „Black Chandelier“? Oder war es die Stelle mitten in „Bubbles“? – musste ich wegen irgendeinem Kerl über meinem Kopf auf Tauchstation gehen und verpasste diesen Moment komplett. Dabei war das Gitarrekuscheln an diesem Abend wie schon beim Rocco del Schlacko nur ansatzweise vorhanden. Hm.

Ganz besonders mag ich ja die Leute, die nach ein paar Liedern plötzlich hinter einem auftauchen, weil sie sich vermutlich ihren Weg nach vorne durchgeboxt haben, und die dann offenbar meinen, sie könnten auch noch diejenigen, die den ganzen Tag in Reihe 1 ausgeharrt haben, zur Seite schieben, obwohl sie gut zwei Köpfe größer sind. Nee Leute, so geht’s nicht! Bei so viel Unverschämtheit und Respektlosigkeit sehe ich echt rot und ich stand da, als hätte ich Wurzeln geschlagen, und achtete auch erfolgreich darauf, dass meine Bekannte, die schräg hinter mir stand, nicht weggedrückt wurde! Also solche Aktionen brauche ich bei Konzerten meiner Lieblingsband echt nicht!

DSCF0823Ats

Bevor „Living Is A Problem…“ begann, zeigte Simon wieder einmal seinen Humor (siehe auch Zunge herausstrecken und Augen verdrehen früher am Abend, leider nicht fotografisch von mir festgehalten), indem er einen Hut, den jemand auf die Bühne geworfen hatte, vom Boden aufhob und ihn sich aufsetzte, inklusive der Bemerkung, dass da jetzt einiges an Schmaddel in dem Teil hängt.

Das erste Lied der Zugabe, das wunderschöne „The Rain“, kündigte Simon an als ein Lied über den Regen, der an diesem Tag – zum Glück! – nicht vorhanden war, und performte es wie in der Woche zuvor ganz alleine mit seiner Takamine-Gitarre. Traumhaft! (Irgendwann am frühen Abend hatte es ein bisschen getröpfelt, sodass ich sogar die Regenjacke anzog, aber das war nur ganz kurz und die Jacke war ruckzuck wieder trocken, sodass ich sie problemlos in meine Tasche zurückstopfen konnte.)

Bei „Stingin Belle“ ging es nach diesen leisen Tönen wieder so richtig rund und bei „Mountains“ ohnehin. „Mountains“ – das Lied hat traditionsgemäß so eine Art Abschlusscharakter, weil es seit einiger Zeit als letztes Lied bei Biffy-Konzerten gespielt wird, und wie schon weiter oben erwähnt, ist das Kapitel „Biffy Clyro on stage“ für mich jetzt erst einmal für eine ungewisse Zeit abgeschlossen. Noch schwebe ich auf meinem Post-Gig-High und habe so viele einzigartige Eindrücke zu verarbeiten (und noch ein paar Festival- und Konzertberichte zu schreiben, über Rock’N’Heim und Placebo in Mönchengladbach zum Beispiel), das wird mich noch eine Weile beschäftigen. Danach hoffe ich darauf, dass irgendjemand seine als Video konservierten Erinnerungen auf YouTube hochgeladen hat und ich „meine“ Konzerte zumindest teilweise auf diesem Weg noch einmal erleben kann. Und in der „Rockpalast“-Reihe wird doch auch noch mehr als das Video zu „Black Chandelier“ kommen, gell?

 

Advertisements

Über luuuzie

https://luzieswelt.wordpress.com/ http://linsengemurmel.wordpress.com/
Dieser Beitrag wurde unter Konzertbericht abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Serengeti-Festival (Samstag, 16.08.2014)

  1. Danke für die schönen Biffy Fotos ❤ Ich hab mich auch sehr über The Rain und The Thaw gefreut und habe leider auch keine Karten für Glasgow bekommen, wäre ja auch zuuuu schön gewesen 😦

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s