GaS goes Rock Gitarren-Spezial: Marco T. Alleata

Marco Tiziano Alleata stand mir in Sachen „GaS goes Rock Gitarren-Spezial“ beim Saarbrücker Altstadtfest Rede und Antwort und berichtete dabei ausgiebig über seine Bands und seinen Bass.

Marco Tiziano Alleata?
GaS goes Rock Gitarren-Spezial?
Ein Bass bei einem Gitarren-Spezial?

Rollen wir das Feld der Fragen doch einmal von hinten auf:

Ein Bass ist im Grunde genommen doch auch eine Gitarre, eine mit größerer Mensur, die tiefer klingt als „normale“ Gitarren, mit dickeren Saiten und häufig weniger Saiten als eine Gitarre, wobei es aber auch sechssaitige Bässe und welche mit noch mehr Saiten gibt. Also hat ein Bass hier durchaus seine Berechtigung.

Das GaS goes Rock Festival dürfte den Lesern meines Blogs inzwischen bekannt sein >weitere Infos dazu hier< und da die nächste Edition der Musiksause in der Schulaula bald ansteht (am 11. Oktober 2014), hielt ich es für eine gute Idee, zuvor einmal die Bands, die dort auftreten werden, insbesondere die Herren und Damen an den Saiteninstrumenten, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und die Ergebnisse hier in loser Folge vorzustellen. Bislang sind When We Collide, Indelicate, Johnboy und die Greedy Bees fürs GaS goes Rock bestätigt (demnächst werden die restlichen Bands angekündigt), und die letztgenannte Band führt dann auch zu Marco, denn er ist der Bassist der Ska Core Truppe.

Marco T. Alleata in der Arena Oberhausen, Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Marco

Ihn auf diese Tätigkeit zu reduzieren, würde dem jungen Mann aber nicht gerecht werden, denn er kann trotz seiner jungen Jahre – er ist Baujahr 1987 – schon einen recht imposanten Lebenslauf als Musiker vorweisen.

Von seinem sechsten Lebensjahr an lernte er, Klavier zu spielen, was ihm auch Spaß machte, wenngleich ihm die Disziplin fehlte und er nie viel übte. Offenbar war der Klimperkasten einfach nicht „sein“ Instrument, auch wenn das Talent dafür existierte, denn Marco spielte Klavier für seine Abitur-Abschlussprüfung im Musik-Leistungskurs.

Als Jugendlicher begann Marco dann das Gitarre- und E-Bass-Spielen und startete damit mehr oder weniger zur gleichen Zeit. Zuerst versuchte er sich autodidaktisch an den Saiteninstrumenten, dann folgten zwei Jahre Gitarrenunterricht und eine Entwicklung, wie viele aktive Musiker sie vermutlich kennen – Jammen mit Mitschülern und Musizieren in einigen Schulbands –, bevor es dann irgendwann ernster wurde.

Seit gut vier Jahren studiert der junge Mann mit den italienischen Vorfahren am Institut für Musik und Medien der Robert-Schuman-Hochschule Düsseldorf den Studiengang „Musik und Medien“ mit dem Hauptfach E-Bass, wobei er aber auch der Toningenieurarbeit nachgeht (im Studio und live) und ab und zu auch bei klassischen Produktionen tätig ist. Über sein Studium und vor allem die fast allabendlichen Jams konnte er einige Connections knüpfen zu anderen Musikern, darunter auch recht bekannte wie zum Beispiel Esther Kim, die Pianistin der Toten Hosen. Aus den zunächst eher oberflächlichen Verbindungen haben sich inzwischen auch einige richtige Freundschaften entwickelt.

Die erste „richtige“ Band, für die Marco Bass spielte und für die er immer noch tätig ist, sind die Greedy Bees, ein inzwischen neun Musiker umfassendes Ensemble, zu dem der Musiker Ende 2005 über die Bandbörse bei Six & Four kam, als ein neuer Bassist gesucht wurde. Nur wenige Wochen zuvor hatte Marco die Band aus dem Raum Saarlouis noch beim Rocco del Schlacko auf der Bühne bewundert, fortan tourte er mit ihnen quer durch Europa.

Marco bereichert aber noch eine weitere saarländische Band mit seinen Künsten am Bass, und zwar Fourtissimo, die ihren Musikstil als „Classic Meets Pop/Rock“ umschreiben und dementsprechend mit Geige, Klavier, Bass und Schlagzeug auf der Bühne bestaunt werden können.

Seit 2013 ist Marco zudem für den persischen Musiker Shadmehr Aghili tätig, den der Bassist als „der Robbie Williams der persischen Community“ bezeichnete. Mit ihm und seiner Band tourte er durch Europa und spielte u.a. in der Türkei, in Schweden und in Österreich vor jeweils etwa 4.000 bis 5.000 Zuschauern; auch für ein Konzert in noch größerer Distanz, in Dubai, war der junge Mann engagiert worden und konnte sich wie auch bei den anderen Gigs mit Shadmehr ganz wie ein Rockstar fühlen, denn alle Flüge und Übernachtungen in hochklassigen Hotels waren für ihn ja vom Management bezahlt worden.

Nun aber zum eigentlichen Anliegen dieses Artikels, der Vorstellung von Marcos Bass!

DubaiSeit zwei Jahren besitzt der Musiker „sein Baby“, seinen Traumbass, der genau nach seinen Wünschen angefertigt wurde, also ein echtes Unikat ist. Er stammt aus der Manufaktur Marleaux in Clausthal-Zellerfeld im Harz, bei der alle Bässe in Handarbeit hergestellt werden und wo Marco zwei Tage lang in der Werkstatt verbrachte, um für seinen Bass, einen Marleaux Consat Signature, alles auszusuchen, damit das Instrument genauso wird, wie er es haben möchte.

Das Ergebnis ist ein 5-Saiter mit Nussbaum-Korpus, der von einer natur-lackierten Decke aus Pappel umgeben ist. Am Hals wurde Vogelaugenahorn verbaut, das Griffbrett ist aus Ebenholz.

Das Instrument besitzt zwei Delano-Pickups und ein Midi-Pickup, das Marco allerdings noch austesten muss.

Am ersten Bund befindet sich ein spezielles Perlmutt-Inlay, das einen Stier darstellt. Marco mag die Ruhe und die Kraft, die man mit einem Stier verbindet. Außerdem verkörpert das Tier seiner Ansicht nach den Style von Bassisten, im Hintergrund zu agieren und groovy und mit Kraft zusammen mit dem Schlagzeuger die Band zu stützen.

Bass Stier InlayMarco merkte recht früh, dass der Sound seines Basses sich verändert, weil das Holz lebt. Das Instrument klingt im Winter anders als im Sommer und das findet der junge Mann einfach schön. Dennoch kann er mit diesem Bass alle Sounds hinbekommen, die er haben will, er braucht also nicht mehrere Bässe, denn sein Baby klingt immer „supersahnig“.

Außerdem ist der Fünfsaiter seiner Ansicht nach eine Augenweide und hat Charakter. Auf seinen alten, blauen viersaitigen Ibanez Ergodyne EDA 900, dem er ebenfalls einen guten Sound attestiert, verzichtet Marco, seit er den Marleaux-Bass besitzt, komplett.

Es ist also davon auszugehen, dass der Marleaux-Bass auch beim GaS goes Rock Festival am 11. Oktober 2014 in Neunkirchen zum Einsatz kommen wird, wenn Marco zusammen mit den Greedy Bees die Schulaula des Gymnasiums am Steinwald für einen guten Zweck zum Beben bringen wird! >zur Facebook-Veranstaltungsseite<

Die Bilder – fotografiert von Marco selbst und von Magdalena Sojka – werden größer, wenn man sie anklickt.
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