Samarah (und ein bisschen Impact 36) in Saarbrücken (Devils Place, 07.06.14)

Am 07.06.14 spielten Samarah im Saarbrücker Devils Place, und da die Band in letzter Zeit ein paarmal in meinem Blog erwähnt wurde (*klick*) und das letzte Samarah-Konzert, das ich gesehen habe, schon eine ganze Weile zurückliegt, war es fast schon selbstverständlich, dass ich mir den Gig nicht entgehen lassen würde. Gerne hätte ich auch die beiden anderen Bands angeschaut, zumal es nicht meine Art ist, Konzerte zu verlassen, solange nicht jede Band gespielt hat (es sei denn, es geht wegen irgendwelcher Zwänge nicht anders), aber da ja am nächsten Morgen mein zweitägiger Trip in die Niederlande inklusive Besuch des Pinkpop-Festivals anstand, war es mir enorm wichtig, in diese Unternehmung mit genügend Energie zu starten, erst recht wegen der hochsommerlichen Temperaturen, und so verließ ich den Rockclub entgegen meiner Gepflogenheiten schon nach ein paar Songs von Impact 36.

Dass ich mich jetzt erst, eine ganze Woche später, zu Wort melde – auch eher unüblich –, liegt an meiner Zugehörigkeit zur arbeitenden Bevölkerung, und da gibt es eben manchmal Spitzenzeiten, in denen sich die Freizeit schmälert. Und wenn die arbeitsfreie Zeit dann auch noch zum ausgiebigen Aufräumen der eigenen vier Wände genutzt wird, damit man zwei Tage lang seinen Geburtstag feiern kann, ist es fast schon wieder erstaunlich, dass ich jetzt schon einen Pieps in Sachen Samarah von mir gebe.

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Warm war’s an diesem 7. Juni 2014! Deshalb zogen es viele Leute vor, sich so lange wie möglich im Außenbereich des Devils Place aufzuhalten, dort war es einen Tick weniger heiß als im Inneren. Vermutlich ist das auch ein Grund dafür, dass manche draußen blieben, nachdem Samarah so gegen 20.40 Uhr mit ihrer Livemusik begannen. Zu hören war die Musik ja auch laut und deutlich im Freien.

Die nicht allzu große Bühne war so vollgestellt mit Equipment, dass Sänger und Gitarrist Marcel Staub sein Mikrofon und das Pedalboard in den Zuschauerbereich ausgelagert hatte, sodass sein Bandkollege Chris Dörr am Bass ein wenig mehr Bewegungsfreiheit hatte und mit seinem Instrument auch mal ganz nach links kommen konnte. Er ist ja der Einzige, der nicht auf einen bestimmten Platz fixiert ist wie Marcel durch sein Mikro und Tobias Hartmann durch sein Drumkit, insofern finde ich das gut, dass er trotz der saunaähnlichen Temperaturen im Saale ab und zu ein wenig mehr Körpereinsatz zeigte, als es den beiden anderen möglich war, auch wenn die natürlich auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten ganz schön abrockten!

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Obwohl Samarah in der aktuellen Besetzung ein Trio sind, wurde das Live-Konzert an diesem Abend von vier Personen getragen, denn Marcels Frau hatte die Aufgabe, alle Sounds, die vom Computer geliefert wurden, Keyboardklänge zum Beispiel, in Gang zu setzen und tat das von einem Plätzchen im Hintergrund links aus.

Frontmann Marcel wandte sich nach den Liedern immer mal wieder ans Publikum, fragte, ob es allen gut geht und ob alle Bock auf weitere Songs haben – „Ei jo!“ wurde dadurch zur vermutlich am häufigsten im Chor gegrölten Formulierung des Abends –, plauderte ein bisschen über die Webseite, das letzte Album und das neue Video der Band und bedankte sich mehrmals bei allen, die trotz der Hitze zum Konzert gekommen waren, anstatt grillend im Garten zu hocken.

Er spielte die ganze Zeit auf seiner Manson-Gitarre mit silbernem Korpus (silbern dank Aluminium-Decke) und ich wunderte mich schon, warum er die Manson Ma-2, die er >hier< als Gitarre des Monats April präsentierte, am Rand der Bühne im Rack deponiert hatte. Beim letzten, als Zugabe gespielten Lied, dem ganz aktuellen „No One Knows“, zu dem es bereits ein richtig professionelles Video gibt, kam dann endlich die Ma-2 mit dem Touchpad zum Einsatz, wenn auch das Touchpad nicht zugeschaltet wurde, aber immerhin habe ich die Gitarre nun einmal aus der Nähe gesehen.

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Die weiter oben erwähnte Dame am Computer hatte aber wohl ein Touchpad vor sich liegen und gab dem Grande Prä-Finale (also dem Ende des letzten Liedes vor der Zugabe) durch das mit ihrem Finger erzeugte Gequietsche eine Extraportion Schmackes, bevor sie ihren Platz verließ, um beim letzten Lied vor der Bühne mitzurocken.

Was das Schlagzeugspielen betrifft, davon habe ich noch weniger Ahnung als vom Gitarrespielen (genauer: keine), und dennoch ist mir aufgefallen, dass Tobias, der ja auch der Drummer von Siren’s Legacy ist, die Sticks irgendwie anders schwingt als bei der Symphonic Metal-Band, und dass er dem Drumkit bei Samarah andersartige „Sounds“ entlockt.

Die meisten Songs, die an diesem Abend zu hören waren, stammen vom letzten Album „Beyond Boundaries“, das man sich über die Homepage der Band nach wie vor gratis und legal downloaden kann, worauf der Mann am Mikro natürlich hinwies. Samarah hatten aber auch ein paar Lieder der Vorgängeralben „The World Stops Turning“ sowie „Leaving The Underground“ mit im Programm und auch eine Handvoll ganz neuer Songs, die auf dem Album, das im Herbst erscheinen wird, zu hören sein werden, beispielsweise „Silver“ und „Black Desire“. Meiner Ansicht nach reihen sich die neuen Tracks hervorragend in die Alternative Metal-Klänge der anderen Lieder ein und hier wie dort wird „normal“ gesungen, also nicht gegrölt oder gegrunzt, wie manche das bei der Stilrichtung vielleicht erwarten. Man kann es sich ja bald schon wieder selbst anhören, denn es stehen bereits weitere Samarah-Konzerte fest:

04.07.14 St. Ingbert, Stadtfest (Rockbühne)
05.07.14 Anschau, Rock in der Pampa

Für eine etwas größere Version bitte auf das jeweilige Foto klicken!

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Auch die sechs Herren von Impact 36 hatten sich ein bisschen mehr Platz geschaffen, als die Bühne hergibt; bei ihnen waren ein paar der Monitore auf die Fliesen im Zuschauerbereich gerückt worden, sodass Daniel Zimmer, der für die Growls zuständig ist, ein wenig mehr Platz für seine Performance hatte.

Sobald Impact 36 mit dem Testen des Sounds fertig waren, hieß es „Licht aus!“ und das war’s dann mit meinen Fotokünsten. Vielleicht sollte ich von meiner Weigerung, mit Blitzlicht zu knipsen, ab und zu einmal Abstand nehmen, um wenigstens ein paar un-grisselige Bilder von solchen Konzertsituationen mitnehmen zu können. Andererseits ginge dann die auch im Stockdunklen existierende Lichtstimmung total verloren, was ebenfalls schade wäre.

Viel kann ich zur Musik von Impact 36 nicht sagen, denn ich hatte es ja ein wenig eilig, nach Hause zu kommen, und habe daher nur zwei Lieder mitbekommen. Es scheint aber so zu sein, dass Electro-Parts am Anfang von einzelnen Liedern ein typisches Element für die Musik von Impact 36 sind, falls sich der Stil nach meinem Abflug nicht komplett gewandelt hat. Außerdem existiert nicht nur ein Sänger, sondern Keyboarder Jochen Huppert beteiligt sich am Gesang, indem er ab und zu clean vocals liefert, während Steven Haag und Christian Eckert in die Saiten ihrer Gitarren dreschen, Stefan David am Bass alles gibt und Fabian Scheid an den Drums den richtigen Rumms erzeugt. Ich gehe davon aus, dass ich Impact 36 irgendwann einmal von Anfang bis Ende live erleben werde, dann wird’s auch einen ordentlichen Konzertbericht geben.

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