Caliban, The Ghost Inside, The Devil Wears Prada, I Killed The Prom Queen und Breakdown Of Sanity in Frankfurt (Batschkapp, 04.05.14)

TourplakatFünf Bands performten am Sonntagabend in der Frankfurter Batschkapp unter dem Banner der von Impericon gesponserten Progression Tour, die dadurch fast schon den Status eines kleinen Festivals erhält. Dabei wollte ich eigentlich nur Caliban sehen. Als Headliner hatte das deutsche Metalcore-Quintett natürlich als Letztes seinen Auftritt, jedoch kam es für mich nicht in Frage, erst später dort aufzutauchen und mit einen Platz fernab von der Bühne Vorlieb nehmen zu müssen. Außerdem war davon auszugehen, dass die anderen vier Bands den ganzen Stress, den ein Konzert mit so vielen Bands aus diesem Genre üblicherweise mit sich bringt, wert sind. Trotzdem fuhr ich diesmal mit gemischten Gefühlen in die Stadt am Main, vermutlich weil die Kombination aus „fünf Bands = spätes Ende des Konzerts“, „ziemlich langer Nachhauseweg“ und „sehr früh für die Arbeit aufstehen“ ein wenig an meinem Gute-Laune-Spiegel nagte. Euphorische Stimmung kam auch nach der Ankunft in Frankfurt nicht auf, denn eine stattliche Menge an Leuten stand bereits vor den Toren der Batschkapp – erste Reihe ade! – und anstatt wie angekündigt um 17.30 Uhr mit dem Einlass zu beginnen, öffnete sich erst nach 18 Uhr die Tür.

Trotz Abstecher zu den sanitären Anlagen fand ich dann doch noch einen Platz an der Barriere, gaaaaaaanz links außen zwar, was mir aufgrund des Boxenturms vor mir und einiger breiter Schultern und Köpfe nach rechts hin die Sicht auf manche Bereiche der Bühne raubte, aber das war alles noch besser als weiter mittig in Reihe 3 zu stehen und von dort aus gar nichts zu sehen außer Konzertbesucher von hinten. So hatte ich wenigstens einigermaßen freie Sicht auf das Mittelfeld der Bühne. Passt doch! Und vor Crowdsurfern blieb ich so auch verschont.

Obwohl der Einlass verspätet erfolgte, startete die erste Band Breakdown Of Sanity wie vorgesehen um 18.30 Uhr. Meine Stimmung verbesserte sich allmählich, auch weil die Lautstärke der Musik recht angenehm war. Natürlich konnte ich auf die Ohrstöpsel nicht verzichten, aber trotz meines Standorts direkt vor diesen gigantischen Boxen wurde ich nicht weggepustet, wie das manchmal ja der Fall ist. Positiv überrascht war ich auch von der Musik der fünf Schweizer: abwechslungsreicher Metalcore mit Ballerriffs und melodischen Passagen, bestens geeignet zum Mitwippen, auch wenn man die Songs noch nicht kennt. Außerdem rockte Oliver Stingel, der Herr mit der ESP-Gitarre, direkt vor meinen Augen, die somit auch ihre Beschäftigung hatten, zumal der Musiker es verstand, sich mit seinem Sechssaiter in hübsche Posen zu werfen, ohne dass das irgendwie überzogen gewirkt hätte, selbst wenn er dabei auf den Monitor stieg. Es hat einfach alles gepasst.

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Ab und zu schaute auch mal Bassist César Gonin vorbei und auch der andere Gitarrist Christoph Gygax ließ sich ein paarmal kurz blicken, ebenso Vocalist Carlo Knöpfel. Da das Schlagzeug schön in der Mitte stand, konnte ich auch Tom Rindlisbacher bequem bei der Arbeit zusehen, bloß für meine Kamera saß der Drummer zu weit weg in zu dunkler Umgebung, um in angemessener Qualität abgelichtet werden zu können.

Einen Plattenvertrag konnten die fünf Schweizer bislang noch nicht unterzeichnen, dennoch haben sie bereits drei in Eigenregie produzierte Alben und ein Video zu „Hero“ vorzuweisen.

Ein paar Songs gefällig? Klickt mal hier!

Der Vorteil der geografischen Herkunft der Musiker bestand darin, dass alle Zuschauer die Ansagen von Vocalist Carlo Knöpfel verstanden, allerdings brauchte der gar nicht viel zu reden. Es genügte ein unmissverständlicher Fingerzeig und schon bestand das Innere der Batschkapp aus einem riesigen Circle Pit, was sich während des 30-minütigen Auftritts von Breakdown Of Sanity noch mehrmals wiederholte. Mission accomplished!

Zum Vergrößern der Fotos einfach auf eines der Bilder klicken!

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Der Umbau für die zweite Band zog sich ganz schön in die Länge: 30 Minuten lang wurde ab-, um- und aufgebaut sowie der Sound gecheckt, bis I Killed The Prom Queen aus Australien endlich auf der Bühne loslegen konnten.

Am besten sah ich Jona Weinhofen, den blonden Mann mit Vollbart und Gitarre, der die meiste Zeit ganz links seiner Tätigkeit nachging und dessen weißes Shirt den sympathischen Aufdruck „Never give up“ trug. Gemäß dieses Mottos versuchte ich, den Schriftzug am Kopf seiner Gitarre zu entziffern, aber mehr als den ersten Buchstaben, ein C, konnte ich nicht erkennen. Inzwischen weiß ich, dass es sich um eine Caparison-Gitarre handelt. Wieder ‘was gelernt!

Wenn der Musiker nicht gerade ein paar Vocals ins Mikro singen musste, kehrte er zu der für ihn offenbar typischen Pose zurück: den linken Fuß lässig auf dem Monitor abgestellt, während seine Bandkollegen (außer Schlagzeuger Shane O’Brien natürlich) nur so über die Bühne fetzten und auch mal für einen kurzen Zwischenstopp ganz links angehopst kamen: Benjamin Coyte am Fender-Bass (der mich vom Aussehen her an einen Kollegen erinnerte, allerdings in der Metal-Version, mit Tattoos und in entsprechender Kleidung), der Sänger Jamie Hope, wie der Sänger von Breakdown Of Sanity mit „Schnabbekapp“ auf dem Haupt, und nicht ganz so oft wie die beiden anderen schaute auch mal der andere Gitarrist Kevin Cameron vorbei. So schnell sie da waren, waren sie auch schon wieder abgerauscht.

Die Band I Killed The Prom Queen existiert schon seit dem Jahr 2000, erlebte aber schon einige Besetzungswechsel und war sogar eine Zeitlang offiziell aufgelöst, bevor es 2011 zur Neubelebung kam. Jedoch stießen der jetzige Bassist und der aktuelle Drummer erst im Laufe des Jahres 2013 zu der Band, um ihre Vorgänger zu ersetzen. Es bleibt also abzuwarten, ob die Bandzusammensetzung nun stabil bleibt. Die Tatsache, dass es das aktuelle Album „Beloved“ auf Platz 6 der australischen Charts schaffte, dürfte auf jeden Fall ein ganz starker Motivationsboost sein.

Ich muss leider zugeben, dass mich die Musik der Australier – auf ihrer Facebook-Seite als metal influenced hardcore umschrieben – nicht sooo plättete, die erste Band sagte mir mehr zu, und auch beim Blick über das Publikum hatte ich den Eindruck, dass die Leute insgesamt zurückhaltender waren als bei Breakdown Of Sanity, obwohl einige mitsangen und ein junger Mann in meiner Nähe sogar meinte, dass er sich das Ticket für das Konzert nur wegen I Killed The Prom Queen gekauft hätte. Die Geschmäcker sind eben unterschiedlich.

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Während ich noch die übelsten Rechnungen anstellte, wann ich an diesem Abend wohl zu Hause sein würde, wenn für jede Band der Bühnenumbau eine halbe Stunde dauern würde, ging es auch schon weiter mit The Devil Wears Prada aus den USA– nach nur 20 Minuten Pause. Das ließ hoffen!

Es kam mir aber so vor, als bekämen bei jeder neuen Band die Gitarristen ihr Equipment ein Stück weiter nach links aufgebaut, denn von Chris Rubey und seiner Ibanez sah ich, wenn der Musiker sich nicht von dem für ihn vorgesehenen Platz wegbewegte, wegen des großen Lautsprecherturms gerade mal die Hälfte. Dasselbe gilt für den Mann hinter den Keyboardtasten und sonstigen elektronischen Geräten, der die Band auf der Tour unterstützt und vermutlich das Intro und diverse Samples in Gang setzte. Jonathan Gerring müsste das gewesen sein. Was meine Sicht ebenfalls erschwerte, war die Tatsache, dass ich nun nicht nur drei Lieder lang ein Heer von Fotografen vor der Nase hatte, ein paar von ihnen blieben sogar noch länger da vorne, sondern einer der Sicherheitskräfte stellte sich ab sofort direkt vor die Bühne und verließ diesen Platz nur noch, um die Crowdsurfer an der Barriere entgegenzunehmen.

Wie bei den anderen Bands rockten alle Musiker auf der Bühne ganz schön ab, wobei Andy Trick am Bass eher ein ruhigerer, zurückhaltender Typ zu sein scheint, aber der Gitarrist Jeremy DePoyster, dessen Mikro für ein paar Backgroundvocals auf der anderen Seite stand, ließ auch mal links die langen Haare fliegen und Sänger Mike Hranica sprang sowieso an allen Stellen der Bühne herum wie ein Derwisch. Wenn er nicht so oft an seinen schwarzen Pulli gegriffen und weniger häufig daran herumgezoppelt hätte, wäre mir vielleicht gar nicht der Pinguin mit dem Hockeyschläger darauf aufgefallen, sondern eher die Zahl 47 der Rückseite im Gedächtnis geblieben. Eine kleine Recherche ergab, dass der Sänger die Penguins, Pittsburghs berühmte Hockeymannschaft, über alles liebt, und er trägt ihre Merchartikel so wie ich meine Bandshirts. Sein Pulli scheint aber eine Spezialanfertigung zu sein, denn über der 47 steht der Nachname des Musikers. (Der Spieler mit der Nummer 47 ist eigentlich Simon Despres.)

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Die Musik der sechs Männer aus Ohio gefiel mir ganz gut, insbesondere die eingestreuten Keyboard- und elektronischen Klänge betrachtete ich als nette Abwechslung zwischen all den harten doublebass-gestützten Riffs. Drei der acht gespielten Lieder stammen vom aktuellen Album „8:18“, das bereits der fünfte Studio-Longplayer von The Devil Wears Prada ist und wie seine Vorgänger in den US-Charts eine beachtliche Position erzielen konnte.

Die Band benannte sich übrigens nach dem gleichnamigen Roman von Lauren Weisberger; der Film zum Roman mit Meryl Streep und Anne Hathaway wurde erst nach der Gründung der Band gedreht.

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Schon in der Umbauphase für The Ghost Inside, die erfreulicherweise wieder nur 20 Minuten in Anspruch nahm, wurde der freie Platz um mich herum immer geringer. Sobald die fünf Musiker aus Los Angeles losgelegt hatten, konnte ich gerade noch die fürs Fotografieren optimale Bühnenbeleuchtung bewundern und sogar von Drummer Andrew Tkaczyk ein paar gelungene Bilder knipsen, da brach auch schon das Inferno los: Zunächst einmal nahm der Sänger der Band, Jonathan Vigil, ein Bad in der Zuschauermenge. Dann wurde es schlagartig supereng um mich herum und von hinten drückte die Masse ein paarmal so heftig, dass ich fürchtete, das Metallelement, an dem ich lehnte und das ziemlich weit nach vorne schwankte, würde bei der nächsten Druckwelle total nachgeben und ich wie bei einem Rugby-Spiel ganz unten in der Menschenpyramide begraben sein. Zur gleichen Zeit wurden die Crowdsurfer fast im Sekundentakt nach vorne getragen und manche waren auch ziemlich weit links, also in meiner Nähe, unterwegs. Le stress! Ich hätte mich wirklich gerne mehr auf das Musikprogramm konzentriert, aber das Chaos um mich herum forderte meine ganze Aufmerksamkeit und durch den Ellbogen, den ein junger Mann in seinem Enthusiasmus versehentlich auf meinen Kopf krachen ließ – er entschuldigte sich immerhin nett –, sah ich kurzzeitig Sterne. Offenbar sind The Ghost Inside eine gute Band und die Musiker auf der Bühne legten sich wie ihre Kollegen von den anderen Bands ganz schön ins Zeug; vor allem der agile Bassist Jim Riley kommunizierte mit den Zuschauern links, in der Mitte und rechts nonverbal und auch einer der beiden Gitarristen, Zach Johnson, dessen Platz auf der anderen Bühnenseite war, kam hin und wieder mal auf „meiner“ Seite vorbei. Ich hätte ihre Musik gerne ein bisschen mehr genossen und die verschiedenen Gitarren bewundert, stattdessen sank meine Laune wieder auf Prä-Konzert-Niveau. Selbst der Tigerkätzchenkopf, den Gitarrist Aaron Brooks aufs Bein tätowiert hat, brachte mich nur ansatzweise zum Lächeln. Ich fand in dem Moment einfach alles doof und war mir nicht sicher, ob ich an meinem Plätzchen bleiben konnte.

„Get What You Give“, das aktuelle Album von The Ghost Inside, die sich ursprünglich A Dying Dream nannten, ist bereits zwei Jahre alt; es erschien, anders als die beiden Vorgänger, bei Epitaph Records und schaffte es sogar in die US-Album-Charts. Von diesem Album stammten die meisten der gespielten Songs, aber die Amerikaner hatten neben ein paar Liedern von dem Longplayer „Returners“ auch einen „very old song“ mit dabei, laut setlist.fm war das „Faith Or Forgiveness“ aus dem 2008er Album „Fury And The Fallen Ones“, und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, schloss das Set mit einem ganz neuen Song, der bei setlist.fm noch ergänzt werden müsste.

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Nach dem Auftritt von The Ghost Inside lichtete sich der Saal erstaunlicherweise, anscheinend strömten die ausgelaugten Massen zu den Getränkeständen, während das Bühnenbild für Caliban hergerichtet wurde. Wie auf dem Album-Cover wurde eine Art Ortsschild aufgestellt mit den Wörtern „Welcome To Ghost Empire“, die letzten beiden in verschiedenen Farben aufleuchtend, davor ein Plastikrabe, links daneben ein gekreuzigtes Wesen, das eine Gasmaske trägt (und weiter links ein weitere Figur dieser Art, die ich aber nicht sah – das volle Bühnenbild konnte ich erst später dank einiger YouTube-Videos bewundern). Die Monitore wurden zum Publikum hin mit grauen Schuttattrappen verdeckt, ebenfalls passend zum Album-Artwork. Ich hätte diese Deko nicht gebraucht, kann es aber verstehen, dass die Band auf der Bühne bei der Tour zum Album ein entsprechendes Ambiente haben möchte und fand es auf jeden Fall besser als den „Duschvorhang“ bei den letzten Placebo-Konzerten. Dennoch hätte ich statt des „Ortsschildes“ lieber den Schlagzeuger in meinem Blickfeld gehabt! Während bei allen anderen Bands das Drumkit immer schön in der Mitte platziert war, hatte Patrick Grün seinen Platz ganz links hinten, sodass ich ihn nur ganz am Ende bei der Verneigung vor dem Publikum kurz sah. Auch Denis Schmidt, der Gitarre spielt und bei etlichen Songs für die clean vocals verantwortlich ist, bekam ich nur selten vors Gesicht, denn sein Hauptaktionsradius war auf der anderen Bühnenseite.

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Aber ich will mich nicht beklagen, Gitarrist Marc Görtz hatte direkt vor mir seinen Platz und spielte die verschiedenen Gitarren mit absoluter Leidenschaft. Bassist Marco Schaller kann es aber in Sachen Action locker mit ihm aufnehmen und fegte permanent von rechts nach links über die Bühne und wieder zurück, verharrte kurz mal breitbeinig, sodass man ihn auch beim Bassspielen angemessen bewundern konnte, schaute manche Leute auch ganz direkt an und grinste oder zog eine freche Grimasse und stellte sich auch mal auf den Monitor ganz links, damit man ihn noch besser sieht. Manchmal kam auch Denis Schmidt an den linken Bühnenrand, aber lang konnte er ja nicht bleiben, weil er ja auch etliche Gesangsparts hat und sein Mikro, wie bereits erwähnt, rechts aufgebaut war.

Dann wäre da noch Andreas Dörner, der Hauptvocalist, der die tiefen Growls liefert. Er verbrachte die meiste Zeit in der Mitte der Bühne, permanent in action, springend, gestikulierend, nach vorne gebeugt, hüpfte einmal auch ins Publikum und ließ sich ein Stück auf Händen tragen. Häufig stellte er sich auch auf den mittleren Monitor und grölte von dort aus seine Vocals ins Mikro. Es machte tierisch Spaß zuzusehen!

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Andreas forderte die Zuschauer immer wieder zum Springen und Mitsingen und sogar zum Crowdsurfen auf, entweder durch direkte Ansagen oder durch entsprechende Handzeichen, und er sorgte irgendwann dafür, dass ein paar Flaschen Wasser ins Publikum gereicht wurden. Natürlich gab es auch bei Caliban riesige Circle Pits und ein Moshpit sollte eigens dazu dienen, der neuen Batschkapp, die nach Ansicht des Sängers noch viel zu unversehrt ist, ein paar Macken zu verpassen. Ob letzteres gelang oder ob nicht eher ein paar derjenigen, die in dem Gemetzel mittendrin standen, ein paar Blessuren davontrugen, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall ging es ein paar Reihen hinter mir ganz schön rund und wann immer ich meinen Blick übers Publikum schweifen ließ, waren ganz viele Leute am Springen, die Arme in die Höhe gereckt, und Andreas lobte alle dafür, dass sie zu so später Stunde noch so fit sind. Dennoch ging es wesentlich ruhiger zu als bei The Ghost Inside, was mir sehr entgegen kam.

Genau wie das aktuelle Album „Ghost Empire“ – es ist bereits das neunte von Caliban – startete das Konzert mit „King“ und danach fragte Andreas bloß: „Nemesis?“ und es ging weiter mit „We Are The Many“. „Ghost Empire“ plus „I Am Nemesis“ könnte die Kurzzusammenfassung des musikalischen Programms von Caliban an diesem Abend lauten, denn das aktuelle Album dominierte mit sieben Songs das Livegeschehen, das ist ja oft so und stört mich in diesem Fall überhaupt nicht, denn ich finde „Ghost Empire“ nach wie vor grandios, wie offenbar auch viele andere Leute, wodurch ein respektabler siebter Platz in den deutschen Albumcharts ergattert werden konnte. Vom Vorgänger „I Am Nemesis“ waren insgesamt vier Songs ausgewählt worden, ansonsten waren nur noch die Alben „The Awakening“ und „The Undying Darkness“ mit zwei bzw. einem Lied vertreten. Das Schaffen von fünf Longplayern wurde also komplett ignoriert, aber ich habe ja schon weiter oben geschrieben, dass ich nicht jammern will, denn bei einer Spielzeit von wenig mehr als einer Stunde muss eben auf einiges verzichtet werden. Klasse war‘s trotzdem.

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Die komplette Caliban-Setlist findet man bei setlist.fm, allerdings fehlt dort (wenn es nicht inzwischen ergänzt wurde), das Lied „nebeL“, das definitiv gespielt wurde, und zwar mit dem Hinweis, dass es der erste Song von Caliban komplett auf Deutsch ist. Im Ausland wäre es ihm immer egal, wie sich die Leute beim Mitsingen dranstellen, meinte Andreas, aber hier in Deutschland sollen die Leute den Text gefälligst korrekt beherrschen – was wohl auch funktioniert hat. Zumindest um mich herum sah ich während des kompletten Auftritts ständig Leute mitsingen, Männlein wie Weiblein, und für die, die nicht so ganz textsicher sind, nannte Andreas in manchen Fällen die Refrains oder was die Leute singen sollen. Bei „Chaos – Creation“ wollte er zum Beispiel von allen die Textstelle „Right here, right now wake up and make a change“ hören und bei „We Are The Many“ wurde das „Kidding me“ als Publikumsantwort auf den Vers „You‘ve gotta be fucking kidding me“ zuerst einmal eingeübt, damit es auch klappt.

Zum Schluss verließen die Musiker nach und nach die Bühne, während die übrig gebliebenen weitermusizierten. Kaum war die Bühne leer, kehrten alle wieder zurück, um sich ordentlich zu bedanken und manchen Fans besondere Souvenirs in Form von zugeworfenen Drumsticks oder Plektren zu bescheren.

Die Progression Tour läuft noch bis einschließlich 20. Mai. Infos zu den Spielorten und Tickets findet man u.a. dort.

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