Luzies Musikjahr in Zahlen

Am Ende eines Jahres entkommt man ihnen kaum; wo auch immer man hinklickt und hinblickt, stößt man auf Bilanzen, Rangfolgen und Rückblicke. Das hat mich dazu veranlasst, meine ganz persönliche Statistik zu erstellen, und das Ergebnis hat mich trotz allem, was ich erwartet habe, ganz schön erstaunt!

Zunächst einmal möchte ich mich aber noch einmal bei allen, die in diesem Jahr etwas mit Luzies Welt zu tun hatten, bedanken: bei den Lesern, bei den Musikern, die mir für die Rubrik „Gitarre des Monats“ eine Geschichte geliefert haben, und natürlich bei sämtlichen Bands, die mir Schreibanlässe gegeben und mein Leben durch ihre Musik versüßt haben. Ich hoffe, dass das Jahr 2014 mindestens genauso ereignisreich wird, und wünsche allen einen guten Start ins neue Jahr!

Ticketsts

Dass Musik einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben besitzt, weiß ich schon lange. Die paar Zahlen, die ich in den letzten Tagen ermittelt habe, zeigen mir aber eindeutig, dass die – positiv formuliert – Leidenschaft inzwischen recht weit gediehen ist. Dabei kann man längst nicht alles messen oder zahlenmäßig erfassen, den Gänsehautfaktor einer Band zum Beispiel oder das Ausmaß des herrlich angenehmen Gefühlschaos, das manche Musik und der Anblick bestimmter Gitarren in mir auslöst, vom Anblick mancher Musiker ganz zu schweigen, rrrrrrr. Trotzdem sprechen die Ergebnisse meiner kleinen Jahresbilanz eine ziemlich deutliche Sprache.

Ich habe im Jahr 2013 insgesamt 56 Konzerte (davon sieben Festivals oder festivalartige Veranstaltungen) in sechs verschiedenen Ländern (Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Schweiz, Niederlande, Belgien) besucht und habe dabei insgesamt rund 15.000 km im Auto bzw. (zu einem geringen Teil) mit der Bahn zurückgelegt. Wie bedauerlich, dass niemand mich subventioniert! Ich glaube, nicht nur das Musikbusiness, sondern auch die Erdölindustrie und das Gastgewerbe können froh sein, dass es mich gibt, denn weite Fahrten machen nicht nur viel Benzin, sondern auch Übernachtungen notwendig! So kam es, dass ich im Jahr 2013 dreizehnmal die Leistungen eines Hotels in Anspruch nehmen musste.

Das Land, in dem ich die meisten Konzerte gesehen habe, ist mein Heimatland mit 39 Konzerten, knapp gefolgt von Luxemburg (11 Konzerte).

Wenn ich mich nur innerhalb der Grenzen Deutschlands umsehe, habe ich sieben Bundesländer zwecks Genuss von Livemusik besucht: das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.

Die Location, die ich am häufigsten aufgesucht habe, ist die Luxemburger Rockhal. Siebenmal war ich dort, wobei Veranstaltungen im Club (z.B. The Sword zusammen mit Mother Heroine), im Rockhalcafé (Esben And The Witch) und in der Main Hall (u.a. Editors, Biffy Clyro) auf meiner Agenda standen. Der zweite Platz geht an die Garage in Saarbrücken mit sechs besuchten Konzerten im Jahr 2013. Insgesamt habe ich Konzerte an 40 verschiedenen Veranstaltungsorten erlebt.

Der konzertreichste Monat war der Juli mit acht Gigs (wohingegen im Januar 2013 tote Hose war, nur zwei Konzerte, meeeh) und der Monat mit den meisten zurückgelegten Kilometern war der Oktober mit rund 2.850 gefahrenen Kilometern.

Das außergewöhnlichste Konzert war auf jeden Fall der Telekom Street Gig von Biffy Clyro, denn ein Schwimmbad als Konzerthalle und das (wassergefüllte!) Nichtschwimmerbecken als Zuschauerraum ist nur schwer zu toppen! Auch das Biffy Clyro-Konzert in Tourcoing wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen.

Biffy Clyro sind generell Spitzenreiter in meiner Statistik, denn diese Band habe ich mir achtmal angeschaut und 4.759 km dafür zurückgelegt, gefolgt von Unchained mit insgesamt sieben besuchten Konzerten, die aber alle nicht soooo weit von zu Hause entfernt stattfanden (größte Distanz: 133 km). (Ich kann es kaum erwarten, die Metalband im Januar gleich dreimal auf der Bühne zu sehen, woohoo!)

Alles in allem habe ich in diesem Jahr 90 Bands bzw. Musiker live gesehen.

Manchmal werde ich gefragt, wie ich das körperlich und von der Zeit her überhaupt schaffe, ständig „auf Tour“ zu sein und anschließend auch noch Berichte über die meisten Konzerte zu schreiben, denn ich bin ja berufstätig und erlebe all diese Konzertabenteuer in meiner Freizeit. Dass mich das Durch-die-Gegend-Düsen ziemlich auf Trab hält und bisweilen ganz schön stressig ist, kann ich nicht abstreiten und trotzdem war ich noch nie so selten krank wie in diesem Jahr, obwohl es sonst immer schon reichte, jemanden niesen zu sehen, um mir eine Erkältung anzuhalsen, von Stimmbandentzündungen bis hin zum Stimmverlust gar nicht erst zu sprechen. Aber selbst trotz mehrmaligen stundenlangen Anstehens bei Eiseskälte und inbrünstigen Mitgrölens hatte ich in diesem Winter noch nicht mal ein Kratzen im Hals und ich sehe da schon einen Zusammenhang zwischen glücklicher Fangirlseele und gesundem Körper.

Alben

Wenn es um die Musik bei mir zu Hause oder bei diversen Autofahrten geht, gehören die Alben der beiden letztgenannten Bands definitiv zu denjenigen, die ich in diesem Jahr am häufigsten gehört habe. In der ersten Jahreshälfte hatte das Biffy Clyro-Doppelalbum „Opposites“ wahrscheinlich die meisten Durchläufe auf meinen verschiedenen Abspielgeräten, während ab Ende August Unchaineds zweites Werk „Collision“ eine Zeitlang die beherrschende Rolle bei der Musik, die an meine Ohren drang, einnahm. Gekauft habe ich in diesem Jahr 44 Alben, gehört – auf Spotify zum Beispiel – noch einige mehr, die ich mir nicht zugelegt habe, weil ich, obwohl mir die Musik häufig zusagte, in manchen Fällen mein Geld lieber in Livemusik (also Konzertticket, Benzin und Hotel) investiert habe.

Besonders erwähnenswert empfinde ich neben „Opposites“ und „Collision“ die folgenden zehn Alben (in keiner Rangfolge, daher alphabetisch):
Arcane Roots: „Blood & Chemistry”
Blackmail: „II “
Bush: „The Sea Of Memories”
Editors: „The Weight Of Your Love”
Esben And The Witch: „Wash The Sins Not Only The Face”
God Is An Astronaut: „Origins”
Queens Of The Stoneage „…Like Clockwork“
Robin Foster „PenInsular”
Savages: „Silence Yourself”
Walking Papers: „Walking Papers”

Ich bin gespannt, was das Jahr 2014 an Konzerten und neuen Veröffentlichungen bringt – die ersten Konzerttickets habe ich bereits – und wünsche, wie schon weiter oben erwähnt, allen einen guten Start ins neue Jahr!

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Über luuuzie

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Eine Antwort zu Luzies Musikjahr in Zahlen

  1. Pola schreibt:

    Wow Luzie!Das war für Dich ein gelungenes Jahr! Wünsche ich Dir natürlich auch einen guten Rutsch ins neue Jahr und viiieellee Konzerte 2014.
    Liebe Grüße Agata

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