Gitarre des Monats Oktober (Dmitro Fedoruk)

Über die saarländische Metalband Unchained habe ich schon mehrfach berichtet. Deshalb ist es nur konsequent, dass ich nach der Vorstellung von Tobias Engels Lieblingsgitarre im Dezember 2012 nun, nachdem gerade das neue Album „Collision“ erschienen ist, auch den anderen Gitarristen der Band, Dmitro Fedoruk, darum gebeten habe, eine Gitarre vorzustellen, die ihm ganz besonders am Herzen liegt. Das ist in seinem Fall die weinrote Gibson Les Paul Studio WRCH, mit der man ihn üblicherweise auf der Bühne sieht.

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Allerdings ist Dima, wie seine Freunde ihn nennen, nicht nur für Unchained tätig, sondern er musiziert auch bei Nichtangriffspakt (Experimental Rock) und darüber hinaus in drei weiteren, bislang noch namenlosen Bands: einer Jazzband, einem Neosoul/Funk-Projekt und einem Post-Metal-Projekt. Bei jeder dieser Bands ist aber die Les Paul die Gitarre, auf der der junge Mann musiziert. Laut Pre-Pack-Checklist wurde das Instrument am 9. April 2009 fertiggebaut, Dima kaufte sie am 15. Juli 2009.

Die Abkürzung WRCH an Dimas Gibson Les Paul Studio steht für Winered und Chrome Hardware. Sie besitzt einen chambered Mahagonikorpus, d.h. der Korpus hat mehrere Hohlkammern, es ist also keine Solidbody-Gitarre, wodurch das Instrument leichter ist und auch andere Klangeigenschaften erhält. Weitere Merkmale sind die gewölbte Ahorndecke mit schwarzem Schlagbrett, das Palisandergriffbrett mit 22 Bünden und Trapez-Inlays und eine Mensur von 24,75 Zoll: alles Standard für eine Les Paul. Als Humbucker wurde ein 490R Alnico-Pickup am Hals und ein 498T Alnico-Pickup am Steg verwendet. Das Ganze ist made in USA und kommt in einem schönen, mit weißem Samt ausgekleideten Gibson-Koffer daher.

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Früher war Dima ein großer Verfechter von „Flitzefinger-Griffbrettern“, wie er das ausdrückt. Noch vor fast 10 Jahren hätte er es sich nicht vorstellen können, jemals auf einer Les Paul zu spielen. Der Hals war ihm zu dick, die Gitarre zu schwer, die Optik nicht „Metal“ genug.

Allerdings änderten sich die Hör- und Spielgewohnheiten des Musikers mit der Zeit und er begann, nach einer Gitarre zu suchen, die vom Klang her flexibler ist. Dima hatte keine Lust mehr, nur noch Hi-Gain zu spielen, und der Cleansound seiner alten Metalklampfe überzeugte ihn auch nicht mehr. Er spielte also Jahre später wieder verschiedene E-Gitarren an und siehe da, die Les Pauls überzeugten ihn plötzlich total. Die Wahl fiel auch direkt auf eine Les Paul Studio, da der Aufpreis zu den teureren Modellen wie Standard, Traditional oder Custom eher durch optische und weniger durch klangliche Besonderheiten gerechtfertigt sei.

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Dima sagte, er hätte sich so sehr in die weinrote Les Paul Studio verliebt, dass er sie unbedingt haben musste. Sie ist seit dem Kauf seine Hauptgitarre und er spielt sie, wie schon erwähnt, in all seinen Bands und Nebenprojekten.

Die Gitarren bei Unchained besitzen übrigens ein ganz bestimmtes Tuning, und da sich Saiten mit einer Stärke von 0.013 – 0.056 gut für Downtunings und Jazz eignen, benutzt Dima solche Saiten.

Die alte Metalgitarre dient Dima inzwischen als Wanddeko. Er hatte sie ein einziges Mal beim Konzert als Ersatzgitarre dabei, aber da es mit der Gibson nie ernsthafte Probleme gab, schleppt er in der Regel nur diese eine Gitarre mit. Bislang ist ihm daran nur dreimal eine Saite gerissen, zweimal die hohe e-Saite und neulich beim Gig in Trier die tiefe e-Saite. Falls so etwas beim Konzert geschieht, zieht man halt schnell eine neue Saite auf oder spielt, so gut es eben möglich ist, ohne die betreffende Saite.

Das nächste Konzert, bei dem man Dimas Gibson bestaunen kann, steht schon morgen an, also am 02.10.13. In der Schwemme in Pirmasens wird dann im Vorprogramm von Beyond Darkness kräftig in die Saiten gehauen.

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