Gitarre des Monats August (Patrick Meyer)

Patrick Meyer wurde in Luzies Welt schon ein paarmal erwähnt als einer der beiden Gitarristen von Surrender The Crown. Sein musikalisches Tätigkeitsfeld umfasst aber nicht nur diese Band, sondern er haut auch bei anderen Bands in die Saiten, und zwar bei der Progressive Celtic Folk Band Myrddin sowie bei Bitter Atonement, die ihren Stil als Progressive Melodic Death Metal umschreiben. Vom Musikstil könnten diese Bands wohl kaum weiter auseinanderliegen!

Foto Kopf

Mit dem Gitarrespielen begann Patrick im Jahr 1990, und zwar auf einer akustischen Gitarre; drei Jahre später bekam er dann E-Gitarren-Unterricht. Wiederum drei Jahre später, also 1996, war Patrick schon so fit am Sechssaiter, dass er anderen das Gitarrespielen beibringen konnte, aber stets verfeinerte er sein eigenes Können, indem er weiterhin Unterricht nahm, bei renommierten Gitarristen wie Michael Brettner (2000 bis 2002), Michael Bedersdorfer (2002, Jazzunterricht) und Victor Smolski (2003) beispielsweise. Einen der Finalplätze beim europaweiten Best Young European Musician Competition zu ergattern, war sicherlich eine schöne Bestätigung, dass sich die viele Arbeit an der Gitarre auszahlt. Darüber hinaus kann der Musiker Workshops bei US-Gitarrengöttin Jennifer Batten, die u.a. über viele Jahre hinweg bei Konzerten von Michael Jackson Gitarre spielte, beim Lehrbuchautor Peter Fischer sowie bei dem englischen Gitarristen Guthrie Govan in seiner Vita vorweisen sowie ein Studium der Jazzgitarre am Musikkonservatorium in Luxemburg.

2010 wurde Patrick einer der Artists für Siggi Braun Fine Young Guitars und erhielt eine eigene Signature-Gitarre. Ab hier übergebe ich dann mal das Wort an den Meister himself, bei dem ich mich ganz herzlich bedanke für Worte und Fotos:

Modell: Siggi Braun Custom Shop – Patrick Meyer Signature

Mitte 2010 begann meine Zusammenarbeit mit Siggi Braun. Für diejenigen, die Siggi nicht kennen: Er und sein Team gehören zu dem Besten, was der Gitarrenbau zu bieten hat – auch international. Da meine Bands ganz unterschiedliche Musik machen, von Folk über Rock hin zu Death Metal, wollte ich ein Instrument, das ich in allen musikalischen Situationen einsetzen kann. Nach einem ausführlichen Test- und Beratungstag, bei dem wir alle Einzelheiten der Gitarre besprachen, begannen vier lange Monate des Wartens. Als es im Dezember 2010 dann endlich soweit war, war ich einfach nur baff: tolles Aussehen, mega Klang! Für die Gearfreaks unter euch: Ganz genaue Informationen zur Gitarre findet ihr auf der Siggi Braun-Webseite.

Foto1 Foto2

Die Tonabnehmer von Harry Häussel unterstützen das Konzept der Gitarre hervorragend. Der Steghumbucker hat ordentlich wumms, klingt aber immer sehr definiert. Selbst komplexe Akkordstrukturen sind bei hoher Gaineinstellung ganz sauber zu hören. Die Zwischenpositionen bieten ganz hervorragende Tele- und Stratsounds. Am Hals befindet sich ein Humbucker im Singlecoilformat, der ordentlich schmatzt und singt – besser kann ich es nicht beschreiben.

Foto 3 Tonabnehmer

Die Gitarre konnte sich auch direkt beweisen. Wenige Tage nachdem ich sie bekommen hatte, spielte ich alle Leadgitarren der Bitter Atonement-EP „Retorture“ mit ihr ein. Feuertaufe bestanden. Sehr gut sind die verschiedenen Sounds auf dem aktuellen Surrender the Crown Album „What We Think Defines Us“ zu hören. Seitdem ist die Gitarre ständig im Einsatz, ob auf der Bühne, im Proberaum oder im Studio.

Ich will nun weitere Details herausgreifen und erklären, wieso diese für mich wichtig sind. Alle Siggi Gitarren haben als Halsübergang das von Siggi entwickelte CNS System. Dieses sorgt zum einen für einen ultrastabilen Hals-Korpus-Übergang, da der Hals bis zur Federkammer durchgeht, zum anderen ist die Bespielbarkeit selbst in den hohen Lagen sehr komfortabel.

Foto 4 Foto 5

Die Bünde der Gitarre sind 12/12 Mixing Frets. Das heißt, bis zum zwölften Bund wurden Jumbobünde, darüber hinaus Mediumbünde eingesetzt. Hierdurch lässt es sich insbesondere in den hohen Lagen sehr angenehm spielen.

Weiterhin hat die Gitarre ein unterfrästes Wilkinson Tremolo, wodurch Bewegungen in beide Richtungen möglich sind.

Foto Tremolo

Ein sogenannter Direct Switch ermöglicht es mir, die gesamte Elektronik der Gitarre zu umgehen. Hierbei ist ausschließlich der Steghumbucker aktiviert, die gesamten restlichen Schalter und Potis sind deaktiviert. Auf diese Weise kann ich mit dem Volumepoti die Gitarre an einem verzerrten Amp clean regeln und durch den Switch wieder auf Vollgas gehen, ohne die Cleaneinstellung zu verlieren. Dies ist sehr praktisch, wenn vor Ort nur ein einkanaliger Amp steht.

Foto Directswitch

Die letzte Besonderheit ist der Killswitch im Tonepoti. Das Signal wird durch das Drücken des Tonepoti unterbrochen. Ein interessanter Effekt, der gerne von Tom Morello (RATM) und Victor Smolski (Rage) eingesetzt wird.

So, nun wisst ihr etwas mehr über die Gitarre des Monats und meine Hauptgitarre der letzten (fast) drei Jahre.

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