Parachutes, Distance In Embrace, OSAS, My Bloody Valentine

Ihr denkt, hier kommt jetzt der nächste Konzertbericht… Schließlich rockten die Parachutes, Distance In Embrace und Of Saints And Sinners am 01.02.2013 im Zweibrücker Hobbitkeller – ich rockte aber nicht mit. Außerplanmäßig. Mein Körper hatte sich nämlich völlig ungeniert von einer fiesen Erkältung lahmlegen lassen. Ich schleppte mich zwar am Freitagmorgen noch auf die Arbeit, weil ich dachte, der Gedanke an das bevorstehende Konzert würde sämtliche Lebensgeister noch einmal aktivieren, musste mir am späten Nachmittag aber eingestehen, dass die Bazillen eindeutig die Überhand gewonnen hatten. Wohl wissend, was ich verpassen würde… Hier kommt also keine Konzertrezension und kontraproduktiv zu meiner Bewältigungsstrategie, die Finger dennoch über die Tastatur gleiten zu lassen, imitiert der Cocktail aus Viren und oral zugeführten chemischen Substanzen in meinem Schädel John Lydons schnarrende Stimme mit dem x-fach wiederholten Text „This is not a Konzertbericht“. Na und? Ich halte die virtuelle Klappe trotzdem nicht.

Laut Facebook-Veranstaltung wurde der Abend eröffnet durch sechs junge Männer aus dem Raum Zweibrücken, die sich Of Saints And Sinners nennen. Um in Erfahrung zu bringen, was mich erwartet, hörte ich mir schon vor einigen Tagen die EP „Conficts“, die die 2010 gegründete Band als kostenlosen Download verschenkt, an. Nun, da ich nicht vor Ort sein konnte, bin natürlich umso neugieriger, wie sich die kräftigen Shouts, die Manuel Eckert liefert, im Mix mit Leon Altmeyers klarem Gesang live anhören, und hoffe, dass sich bald erneut die Gelegenheit, die sechs Musiker beim Konzert zu sehen, ergibt.

Die zweite Band des Abends, Distance in Embrace, ist schon etwas länger im Musikbusiness unterwegs und hatte die weiteste Anreise. Das erste Album der Band aus dem nordrhein-westfälischen Minden, „The Consequence of Illusions“, wurde bereits 2005 veröffentlicht, im letzten Jahr kam nach zwei weiteren Alben die EP „The best is yet to come“ hinzu. Dass man sich sämtliche Veröffentlichungen des Screamo/Hardcore-Quartetts bei Spotify anhören kann, tröstet ein klitzekleines bisschen, kann aber die Konzerterfahrung nicht ersetzen. Auch hier die Hoffnung, dass sich unsere Wege vielleicht einmal kreuzen…

Eines ist aber ganz gewiss: Ich werde demnächst zahlreiche Gelegenheiten haben, mir die Parachutes aus dem schönen Saarland auf der Bühne anzuschauen! Ha! Spätestens Ende März sollte es wieder so weit sein. Bis dahin heißt es: CDs hören, die Internetaktivitäten der Parachutes im Auge behalten – und mich voll und ganz in dem Überraschungströsterli des Wochenendes suhlen: Heute Nacht wurde nämlich das neue Album von My Bloody Valentine veröffentlicht, die ersten neuen Songs nach über 20 Jahren! Kein Wunder, dass das diese Ankündigung mit sofortiger Downloadmöglichkeit die schöne neue Webseite der irisch-englischen Band erst einmal ins Nirvana geschickt hat… Das neun Lieder umfassende Werk ist schlicht mit „mbv“ betitelt und lässt mich mit meiner bazillenverseuchten Aura so richtig schön in bunte Sphären abdriften, wenn ich die Augen schließe. Ich drück dann mal wieder play und mache mich auf die Reise…

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